Zitrusfrüchte sollen als „sensible Produkte“ eingestuft werden

    Die Kontaktgruppe für Zitrusfrüchte des Gemischten Ausschusses FR-ES-IT-PT fordert, dass Zitrusfrüchte in Handelsabkommen "sensible Produkte" sind. Quelle: Ailimpo

    Die Kontaktgruppe für Zitrusfrüchte des Gemischten Ausschusses FR-ES-IT-PT fordert, dass Zitrusfrüchte in Handelsabkommen „sensible Produkte“ sind.

    Die Kontaktgruppe für Zitrusfrüchte des Gemischten Ausschusses FR-ES-IT-PT hielt ihre Jahrestagung am 25. April in Korsika ab. Für Spanien beteiligten sich AILIMPO, ASAJA, COAG, Agrar-Food-Genossenschaften, Citrus Management Committee (CGC), Fepex und UPA.

    An dem Treffen, an dem Portugal zum ersten Mal teilnahm, nahmen die Fachleute des Zitrussektors der vier Länder teil, die den größten Teil der Gemeinschaftsproduktion ausmachen. Sie haben die aktuelle Kampagne 2018/19 analysiert und die Auswirkungen der EU-Handelsabkommen mit Drittländern erörtert.

    In diesem Zusammenhang haben sie zugestimmt, ihren jeweiligen Behörden ein Schreiben zu senden, in dem sie fordern, dass Zitrusfrüchte bei den Verhandlungen über diese Abkommen als „sensible Produkte“ gelten, sowie die Ausarbeitung einer Untersuchung durch die Europäische Kommission, in der die aktuellen Auswirkungen analysiert werden, Angesichts der sortenreinen und produktiven Entwicklung der verschiedenen Abkommen im europäischen Zitrussektor in naher Zukunft.

    Sie haben auch vereinbart, ein gemeinsames Schreiben von Fachleuten aus den vier Ländern an die Europäische Kommission zu senden, die diese Anfragen bündelt.

    Im letzten Teil des Treffens haben sich die vier Länder auf Fragen der Pflanzengesundheit konzentriert und darauf geeinigt, Präventions – und Kontrollmaßnahmen zu fordern, um die Einschleppung von Krankheiten in Drittländern in die EU zu verhindern, deren Auswirkungen sich nachteilig auf die europäischen Zitrusfrüchte auswirken würden, insbesondere der Schwarzfleckenkrankheit und Thaumatotibia Leucotreta.

    In Bezug auf die Schwarzfleckenkrankheit sollten die Gemeinschaftsvorschriften die Möglichkeit vorsehen, dass die Grenzen ab einem bestimmten Grad an Überwachungsmaßnahmen vorsorglich geschlossen werden, wie dies zuvor in den Vorschriften vorgesehen war. Die genannten Verordnungen müssen auch die Anwendung der gleichen Maßnahmen für zur Vermarktung eingeführtes Obst und für dessen Verarbeitung eingeführtes Obst gewährleisten. In Bezug auf Thaumatotibia Leucotreta, haben Fachleute Bedenken geäußert, dass es die Drittländer selbst sind, die bewerten, ob ihre Behandlungen so wirksam sind wie die international anerkannte Kältebehandlung.

    Während des Treffens wurde die Schlüsselrolle der Organisation für die gute Entwicklung des Sektors hervorgehoben. Die Fachleute der 4 Länder haben die Kontaktgruppe als grundlegendes Instrument angesehen, da sie die Schaffung einer gemeinsamen Front zur Verteidigung der Interessen des gemeinschaftlichen Zitrussektors ermöglicht.

    Die portugiesischen Hersteller haben angeboten, das nächste Treffen der Gruppe im Jahr 2020 an der Algarve, dem Hauptproduktionsgebiet des Landes, auszurichten.

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