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Die wachsende Popularität der ethnischen Küche erhöht die Nachfrage nach neuen Gewürzen und Gewürzmischungen in Europa. Laut den führenden Markttrendagenturen Innova Market Insights und MINTEL sind Gewürzmischungen aus Afrika und dem Nahen Osten bei europäischen Verbrauchern sehr beliebt. Der EU-Markt für Gewürze und Kräuter wird in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich um 7% wachsen. Die Exporteure würden diese Gelegenheit nutzen und den europäischen Importeuren neue Gewürzmischungen für Afrika und den Nahen Osten anbieten.

Beliebte Gewürze und Gewürzmischungen aus Afrika und dem Nahen Osten sind Baharat, Berbera, Ras El Hanout, Sumach, Zaatar, Harissa, Safran, Dukka und Aleppo-Pfeffer. Viele davon wurden kürzlich von führenden europäischen Gewürzfirmen auf den europäischen Märkten eingeführt.

Unterschiedliche Nachfrage in den europäischen Regionen

Das Interesse an neuen Gewürzen und der damit verbundenen ethnischen Küche variiert zwischen Ost- und Westeuropa. Mexikanische, indische, chinesische, japanische und südostasiatische Küche sind in Westeuropa bereits fest etabliert. Gewürze dieser Herkunft werden nicht mehr als neu und trendy bezeichnet. Diese Küchen und Gewürze erfreuen sich mittlerweile auch in osteuropäischen Ländern wachsender Beliebtheit. Auf der anderen Seite suchen westeuropäische Verbraucher nach neuen Inspirationen für die afrikanische und nahöstliche Küche.

Beispiele für Gewürze aus dem Nahen Osten und Nordafrika (MENA), die kürzlich von europäischen Gewürzfirmen in Europa eingeführt wurden:

  • Fuchs, ein führender deutscher Gewürzhersteller, plant, Gewürze aus Syrien, dem Libanon, Israel und Jordanien auf den europäischen Märkten einzuführen. Das Unternehmen hat bereits Jadira entwickelt, eine Marke, die sich ausschließlich auf Lebensmittel aus Nordafrika und dem Nahen Osten spezialisiert hat.
  • Das französische Unternehmen Ducros brachte eine neue Linie von Straßenlebensmitteln mit vier verschiedenen Gewürzmischungen auf den Markt, wobei Baharat als führende Mischung verwendet wurde.
  • Das niederländische Gewürzunternehmen Euroma führte mehrere afrikanische Gewürzmischungen in seine ursprüngliche Gewürzserie ein, darunter afrikanisches Barbecue oder afrikanisches Braai, Baharat, Ras el Hanout und Zaatar.
  • Das britische Unternehmen Zest & Zing kreierte eine Reihe von Gewürzmischungen, die von Mischungen aus der MENA-Region dominiert werden.
  • Cannamela, das führende italienische Gewürzunternehmen, führte eine ethnische Linie von Gewürzmischungen ein, darunter Maghrebi-Couscous und Kebab aus dem Nahen Osten.

Chancen für Lieferanten aus Nordafrika und dem Nahen Osten

Lieferanten aus Entwicklungsländern aus Nordafrika und dem Nahen Osten können europäischen Gewürzfirmen innovative Gewürzkombinationen anbieten, um dieser wachsenden Nachfrage gerecht zu werden. Die MENA-Region hat viele einzigartige Zutaten, die für europäische Verbraucher attraktiv sind und an Beliebtheit gewinnen. Abenteuerlustige Konsumenten dürften demnächst auch nach anderen Gewürzinspirationen aus anderen afrikanischen Regionen wie Ost- und Westafrika Ausschau halten.