Tschechiens Obstbauern erwarten durchschnittliche Aprikosenernte

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Probleme bereitet, dass in Südmähren wegen des trockenen und warmen Wetters verschiedene Sorten zur selben Zeit reif geworden sind.Die Aprikosenernte dauert in Südmähren bis Ende Juli.

An manchen Orten dürfte die Ernte auch unter dem langjährigen Durchschnitt liegen, berichtete Český rozhlas. So haben die Frühlingsfröste beispielsweise in Stošíkovice und in Slup bei Znojmo / Znaim die blühenden Aprikosenbäume beschädigt. In weiteren Obstplantagen wurde ein Teil der Ernte durch Hagel zerstört.

Ein allgemeines Problem ist die anhaltende Dürre, die in einigen Gegenden dazu führte, dass die Früchte kleiner sind als üblich. Ein Kilo kleinerer Aprikosen bringt derzeit etwa 24 Kronen (knapp 1 Euro) ein und dieselbe Menge größerer Aprikosen mindestens 38 Kronen (1,50 Euro).

Mehrere Faktoren beeinflussen momentan den Ankaufpreis, in erster Linie sind es die Preise der aus Südeuropa importierten Aprikosen sowie aber auch die von den regionalen Kleinobstproduzenten. Auch spiele die Qualität der Früchte eine wesentliche Rolle, mindere werden so etwa an die Schnapsbrennerei verkauft.

Das Hauptproblem der diesjährigen Saison, dass mehrere Sorten auf einmal reif geworden sind und es wiederholt an Erntehelfern mangelt. Ein Gros der Obstproduzenten holen darum Arbeiter aus Bulgarien, der Slowakei und der Ukraine. Ein geschickter Obstpflücker verdient momentan etwa 150 Kronen (5,80 Euro) die Stunde, größtenteils sind es aber rund 100 Kronen (3,90 Euro).