Quelle: ICA

Das kolumbianische Landwirtschaftsinstitut (ICA) hatte vergangene Woche das Vorhandensein der Bananenkrankheit Fusarium Wilt Tropical Race IV (TR4) im Land bestätigt und einen nationalen Notfall mit zusätzlichen Kontrollen zur Minderung des Ansteckungsrisikos für andere Betriebe ausgerufen.

„Wir erklären einen nationalen Notfall, obwohl die Krankheit, nur, in La Guajira bestätigt wurde, um den Prozess der Krankheitsbekämpfung zu beschleunigen“, sagte ICA-Generaldirektorin Deyanira Barrero León während einer Pressekonferenz am 8. August.

Sie betonte, dass die Bananenexporte fortgesetzt würden, da die Früchte weiterhin normal verzehrt werden könnten und TR4 – auch bekannt als Panama Disease Tropical Race IV – die menschliche Gesundheit nicht beeinträchtige.

Die ICA arbeitet mit den Bananenverbänden Augura und ASBAMA zusammen, um sicherzustellen, dass die Krankheit so schnell wie möglich erkannt wird, wenn sie sich ausbreitet.

Dazu gehören Überwachungsflüge in der betroffenen Region, um Anzeichen dafür zu erkennen, dass sich die Krankheit auf andere Farmen ausgebreitet hat. die Installation von Kontrollpunkten zur Überwachung und Desinfektion von Fahrzeugen; Trennung der in den betroffenen Gebieten verwendeten Container und Schulung der Beschäftigten in Bezug auf Biosicherheitsmaßnahmen. Gleichzeitig sollen Kontrollen an Häfen, Flughäfen und Grenzübergängen verstärkt werden.

Das Landwirtschaftsministerium erwägt angeblich die Gewährung von Darlehen, um kleinen und mittleren Produzenten bei der Umsetzung der zusätzlichen Biosicherheitsmaßnahmen zu helfen.

ICA betonte, dass die kolumbianischen Bananenexporte fortgesetzt würden und dass im Hafen von Santa Maria Systeme zur Reinigung und Desinfektion von Behältern installiert worden seien, um die Ausbreitung des Pilzes über kontaminierte Behälter zu verhindern.

Vertreter der wichtigsten lateinamerikanischen und karibischen Bananenanbauländer trafen sich diese Woche ebenfalls in Quito, um gemeinsame Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von TR4 zu erörtern, nachdem Proben aus zwei Plantagen in Nordkolumbien positiv auf den Pilz getestet worden waren.

Die Landwirtschaftsminister von Kolumbien, Peru, Bolivien, Brasilien, Mexiko, Kuba, Guatemala, Costa Rica, Honduras und Panama sowie Delegierte der Andengemeinschaft der Nationen (CAN), der Internationalen Regionalorganisation für landwirtschaftliche Gesundheit (Oirsa) und Die deutsche Organisation GIZ nahm an dem Treffen teil, das von Ecuadors Vizepräsident Otto Sonnenholzner einberufen wurde.

Der Vizeminister für landwirtschaftliche Entwicklung in Ecuador, Byron Flores, sagte, dass die Regierung ein Protokoll eingeführt habe, um zu verhindern, dass die Krankheit in das Land eindringt. Dazu gehören Biosicherheitsmaßnahmen an Häfen, Flughäfen und Grenzübergängen wie die Desinfektion von Containern und Schuhen sowie Gepäckkontrollen bei Passagieren aus Hochrisikoländern.

Der ecuadorianische Landwirtschaftsminister Xavier Lazo betonte die Bedeutung von Bananen für die regionale Wirtschaft als Beschäftigungs- und Einnahmequelle.