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Am 17. Januar beginnt in Berlin die Grüne Woche

Erfurt | Vom 17. bis 26. Januar 2020 findet zum 85. Mal die Internationale Grüne Woche in Berlin statt. Auf der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau präsentieren Hersteller und Vermarkter, auch aus Thüringen, die Vielfalt landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik lässt sich die Thüringer Landwirtschaft für das Agrarwirtschaftsjahr 2019 wie folgt beschreiben:

Auf einer Fläche von rund 378 800 Hektar wurde eine Erntemenge von 2,6 Millionen Tonnen Getreide (einschließlich Körnermais und CCM) erzeugt. Das zweite Hitze- und Dürrejahr in Folge brachte ein leicht unterdurchschnittliches Ernteergebnis. Das langjährige Mittel der Jahre 2013/2018 wurde um 2 Prozent unterschritten.

Auch bei den Hackfrüchten hinterließ die Witterung ihre Spuren. Von 1 600 Hektar Ackerfläche wurden rund 47 700 Tonnen Kartoffeln gerodet. Durch den erneut rückläufigen Anbauumfang war dies die geringste Erntemenge von Kartoffeln seit dem Jahr 1991. Der Ertrag lag mit 30,3 Tonnen je Hektar auf einem vergleichbar niedrigen Niveau wie im Jahr 2018. Die Zuckerrübenernte wurde mit einem Ertrag von 61,5 Tonnen je Hektar abgeschlossen und lag um knapp 7 Prozent unter dem langjährigen Mittel der Jahre 2013/2018.

Nach ersten Hochrechnungen wurden im Herbst 2019 für das Erntejahr 2020 von den Thüringer Landwirten 411 200 Hektar Ackerfläche mit Winterfeldfrüchten bestellt. Gegenüber der Erntefläche des Jahres 2019 entspricht dies einem Rückgang um 6 600 Hektar bzw. 2 Prozent. Der Winterweizen als anbaustärkste Getreideart wurde auf 201 700 Hektar gedrillt und liegt um 24 900 Hektar bzw. 11 Prozent deutlich unter dem Anbauumfang des Erntejahres 2019. Die Aussaatfläche von Winterraps wurde um knapp ein Viertel (18 900 Hektar bzw. 23 Prozent) erweitert. Die Erntefläche im Jahr 2020 wird voraussichtlich rund 100 600 Hektar betragen.

Der Thüringer Obstbau verzeichnete im Jahr 2019 eine stark unterdurchschnittliche Ernte. Bei der Gesamterntemenge wurde das langjährige Mittel der Jahre 2013/2018 um knapp ein Viertel (23 Prozent) unterschritten. Insgesamt wurden rund 30 900 Tonnen Baumobst geerntet. Die Apfelernte fiel mit 25 600 Tonnen gegenüber dem langjährigen Mittel 2013/2018 um 8 000 Tonnen bzw. 24 Prozent geringer aus. Eine ebenfalls stark unterdurchschnittliche Ernte war bei den rund 1 400 Tonnen Sauerkirschen zu verzeichnen. Gegenüber dem langjährigen Mittel der vergangenen 6 Jahre wurden rund ein Drittel weniger Früchte geerntet. Die Menge der geernteten Süßkirschen betrug rund 2 100 Tonnen. Durch den leicht gestiegenen Anbauumfang waren das gegenüber dem langjährigen Mittel 2013/2018 rund 400 Tonnen mehr.

Von Januar bis November 2019 wurden rund 879 200 als tauglich beurteilte Tiere geschlachtet und 100 900 Tonnen Fleisch erzeugt. Die Schlachtmenge lag somit um 2 Prozent bzw. 2 300 Tonnen unter dem vergleichbaren Zeitraum von 2018. Davon entfielen drei Viertel der Gesamtschlachtmenge auf Schweinefleisch.

Von Januar bis November 2019 wurden in den Betrieben mit einer Haltungskapazität von mindestens 3 000 Hennenhaltungsplätzen insgesamt 452 Millionen Eier erzeugt. Das waren 4 Prozent bzw. knapp 17 Millionen Eier mehr als im vergleichbaren Zeitraum 2018. Davon stammten 72 Prozent aus Bodenhaltung, 22 Prozent aus Freilandhaltung, 5 Prozent aus ökologischer Erzeugung und 1 Prozent aus Kleingruppenhaltung und ausgestalteten Käfigen.