Spanien: Landwirtschafts- und der Schalenfruchtsektor analysiert die Aussichten für die Kampagne 2020/2021

Das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung traf am Dienstag per Videokonferenz mit Vertretern des Nusssektors zusammen, um das Ende der Saison 2019-2020 und den Beginn der Kampagne 2020-2021 zu erörtern. Bei diesem Treffen brachte FEPEX seine Besorgnis über die Konkurrenz der amerikanischen Nüsse auf dem heimischen Markt zum Ausdruck.

In der Sitzung unter dem Vorsitz der Generaldirektorin für landwirtschaftliche Produktion und Märkte, Esperanza Orellana, brachte FEPEX die Besorgnis des Nusssektors über die starke Konkurrenz durch das amerikanische Produkt mit sehr niedrigen Preisen zum Ausdruck, das zu bestimmten Zeiten unter den spanischen Produktionskosten liegt. Es wurde auch die Notwendigkeit einer stärkeren Regulierung im Bereich der Rückverfolgbarkeit von Importprodukten, insbesondere im Herkunftsbereich, zum Ausdruck gebracht.

In Bezug auf den gesamten Schalenfruchtsektor hob das Treffen die Schwierigkeiten hervor, mit denen er infolge der Gesundheitskrise COVID-19 zu kämpfen hat, die den internationalen Handel verringert und einen Rückgang des Verbrauchs im Horeca-Kanal verursacht hat, der durch den Anstieg des Inlandsverbrauchs nicht ausgeglichen werden konnte.

Es wurde auch auf die wichtige Rolle hingewiesen, die die Erzeugerorganisationen für Obst und Gemüse (EO) bei der Maximierung der Nutzung der Gemeinschaftsmittel spielen können. Obwohl der Grad der Integration in den Erzeugerorganisationen auf sektoraler Ebene in den letzten Jahren auf 50 % gestiegen ist, gibt es nach wie vor Unterschiede je nach Produkten. So sind zwar 68% der Mandelproduktion in EO integriert, doch bei anderen expandierenden Kulturen (Pistazie und Walnuss) erreicht die Vermarktung durch EO nicht 2% der Produktion.

Für die Kampagne 2020-2021 deuten die Daten, die im Rahmen der Kampagne „Advance on Areas and Production“ des MAP im Juni gesammelt wurden, auf eine Prognose von 353.705 Tonnen Mandeln in der Schale (4% mehr als in der vorangegangenen Kampagne) und 12.324 Tonnen Haselnüsse (1,6% mehr als im Vorjahr) hin.

Das Ministerium stellte auch seine Analyse der bepflanzten Fläche vor, die auf den Informationen basiert, die aus der Einheitlichen Anwendung der GAP und dem Allgemeinen Register landwirtschaftlicher Betriebe (REGEPA) im Jahr 2019 gesammelt wurden.

Diese Studie ermöglicht es, das Alter der Plantagen und ihrer Sorten zu kennen, was für die Berechnung des Produktionspotenzials in einem Sektor, in dem Neuanpflanzungen einen hohen Prozentsatz ausmachen, von grossem Wert ist. So machen Mandeln 21% der Gesamtfläche dieser Art von deklarierter Ernte aus, während Pistazien 67% und Walnüsse 36% ausmachen, was durch die wachsende europäische Nachfrage begünstigt wird.

Quelle: FEPEX | Bild: Pixabay