Michaela Müller beim Abwiegen der bestellten Waren. Bild: Stiftung Liebenau

ECKENBEUREN-LIEBENAU – Vier bis zehn Grad Celsius – wärmer wird es am Arbeitsplatz von Michaela Müller nicht. Der 24-Jährigen macht das nichts.

„Ich bin gut eingepackt und friere nicht so schnell“ erklärt sie, während sie beherzt in die Kiste mit frischen Äpfeln vom Liebenauer Landleben greift. Zwei Kilo wurden bestellt. Dazu drei Stück Kohlrabi, ein Kilo Karotten und ein Kilo Tomaten. Michaela Müller zählt und wiegt alles ab, kontrolliert nochmals die Bestellung und legt den Lieferschein in die Box. „Wenn etwas nicht da ist, schreibe ich mir das auf und gebe einer Kollegin Bescheid. Sie informiert dann die Wohngruppen“, sagt sie.

Zwei Mal pro Woche arbeitet sie in der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfbM) der Stiftung Liebenau im Kühlraum und kommissioniert Obst und Gemüse für die Wohngruppen. Der Arbeitsplatz erfordert Konzentration über mehrere Stunden: Vom Lesen der Bestellscheine über das Beschriften der Boxen und das Abwiegen, bis hin zur Qualitätskontrolle und der Meldung von Fehlmengen. Abschließend muss alles aufgeräumt und saubergemacht werden – das gehört ebenso dazu. „Michaela macht das klasse. Sie arbeitet sorgfältig und sehr gewissenhaft, und wenn ihr etwas nicht passt, sagt sie das klar und deutlich. So können wir gemeinsam nach Lösungen suchen“, sagt Sibylle John, Gruppenleiterin der WfbM im Catering. Neu ist der Arbeitsplatz nicht. Eine Mitarbeiterin war bislang für das Kommissionieren zuständig. „Umso mehr freut es uns, dass nun eine Werkstatt-Beschäftigte die anspruchsvolle Aufgabe eigenverantwortlich erledigt. Es ist gelungen, einen weiteren, attraktiven Arbeitsplatz nah am Kunden zu ermöglichen“, so John.

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