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Wegen der letztjährigen Grossernte sind die Lager für Mostobst voll. Und auch dieses Jahr liegt die Ernte über dem Jahresbedarf. Dies führt zu erntemengen-abhängigen Rückbehalten.

Wie der Schweizer Obstverband (SOV) mitteilt, liegt die heurige Ernteschätzung über dem Jahresbedarf. Die Lager sind jedoch noch von der letztjährigen Grossernte gefüllt. Um die Übernahme der diesjährigen Ernte zu sichern, brauche es deshalb erntemengen-abhängige Rückbehalte.

Das Rückbehalt-System gibt vor, dass jene Mengen, die den Jahresbedarf sowie die Lagerreserve übersteigen, mit der notwendigen Preisstützung aus dem Mostobstfonds exportiert werden. Durch den Export des Mostobstes soll der Markt entlastet werden.

Das Produktzentrum Mostobst hat beschlossen, bei den Produzenten einen mengenmässig abgestuften Rückbehalt bei Mostäpfeln und -birnen einzuziehen, um den Mostobstfonds für die Exportstützung der hohen Übermengen zu entlasten.

Nach der diesjährigen Ernteschätzung von ca. 75’000 Tonnen Mostäpfeln und ca. 6’000 Tonnen Mostbirnen bedeutet dies für die Produzenten, dass sie für Mostäpfel 10,50 Schweizer Franken pro 100 Kilogramm und für Mostbirnen 4,50 Schweizer Franken pro 100 Kilogramm Rückbehalte bezahlen. Für Bio-Mostobst seien keine Rückbehalte notwendig.

Die Ernte startet 10 Tage später als im Vorjahr und das Wetter wirkt sich positiv auf die Qualität aus, teilt der SOV mit.