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Der Regierungsrat hat nach vorliegender Zusage des Bundesamts für Landwirtschaft das Ressourcenprojekt «Optimierung und Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes mit Precision Farming» (PFLOPF) freigegeben.

Kanton Thurgau – Das Ressourcenprojekt «Optimierung und Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes mit Precision Farming» (PFLOPF) zielt darauf ab, mit innovativen technischen und digitalen Hilfsmitteln den Pflanzenschutzmitteleinsatz zu reduzieren. Dank neuer Sensortechniken sollen Prognosesysteme verfeinert und betriebsspezifische Empfehlungen ermöglicht werden. Mit Precision Farming Technologien werden Pflanzenschutzmittel exakter appliziert, und dank kamera- oder GPS-gesteuerter mechanischer Beikrautbekämpfung kann mehrheitlich auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichtet werden. Die Umsetzung und damit die Implementierung dieser Technologien findet auf Acker-, Gemüse-, Obst- und Rebbaubetrieben statt. Der Regierungsrat ist davon überzeugt, dass es dieses Projekt ermöglicht, in einem für die Landwirtschaft und Gesellschaft zentralen Themen wichtige Fortschritte zu erzielen.

Ressourcenprojekte werden zu 80 Prozent vom Bund und zu 20 Prozent vom Kanton finanziert. Für die Projektdauer von acht Jahren belaufen sich die Kosten für den Kanton Thurgau auf 450 000 Franken. An der Projektträgerschaft beteiligen sich auch die Kantone Zürich und Aargau. Die strategische Projektleitung wird durch den Beratungsleiter des BBZ Arenenberg, Christian Eggenberger, erfolgen. Die Swiss Future Farm in Tänikon wird in diesem kantonsübergreifenden Ressourcenprojekt in der Funktion als technisches Zentrum und Innovator eine führende Rolle einnehmen.

Im Jahr 2019 wird im Kanton Thurgau ein zweites Ressourcenprojekt zur Optimierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes starten. Dabei geht es jedoch um die Eruierung der Eintragswege mit dem Ziel das Risiko einer Gewässerbelastung zu reduzieren. Dieses Projekt wird im Januar vorgestellt.