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Fructus, die Vereinigung zur Förderung alter Obstsorten, hat eine Quitte entdeckt, die gegen eine weit verbreitete Pilzkrankheit robust ist.

Fructus, die Vereinigung zur Förderung alter Obstsorten, hat mit Unterstützung des Bundesamts für Landwirtschaft in den Jahren 2017 und 2018 alte Quittensorten untersucht und inventarisiert.

Ziel des Projekts war, mehr über die in der Schweiz vorkommenden Quittensorten zu erfahren sowie krankheitsrobuste Sorten zu identifizieren. Zu Beginn haben die beiden Projektverantwortlichen Klaus Gersbach und Michel Brunner die Öffentlichkeit aufgerufen, Quittenbäume mit einem Stammumfang von 130 cm und mehr zu melden. Solche Bäume sind in der Regel mehr als 70 Jahre alt. Über 200 Meldungen gingen bei den beiden Obstexperten ein. 174 Blattproben haben sie molekulargenetisch analysieren lassen.

14 verschiedene Quittensorten konnten Gersbach und Brunner identifizieren. Diese werden nun zur Erhaltung vermehrt und weiter getestet. Ein besonderer Erfolg war die Entdeckung eines Quittenbaums bei Turbenthal im Kanton Zürich, der rund 100 Jahre alt ist und gegen die Quittenblattbräune robust ist. Das sei eine kleine Sensation, sagte Klaus Gersbach gegenüber dem LID.

Mehr zum Quitten-Projekt von Fructus im aktuellen LID-Mediendienst.