Längst werden am Zibelemärit nicht mehr nur Zwiebeln angeboten, aber noch immer bieten die Zwiebelzöpfe einen schönen Blickfang. Bild:(lid/mg)

51 Tonnen Zwiebeln wurden dieses Jahr am Zibelemärit in Bern feilgeboten. Das waren drei Tonnen mehr als im vergangenen Jahr.

(lid) Zwiebelkuchen, Chnoblibrot und Glühwein lockten auch dieses Jahr tausende Traditionsbegeisterte zum Zibelemärit in die Berner Altstadt. An 145 von total 590 Markständen wurden Zwiebeln feilgeboten, wie die Nachrichtenagentur sda meldet. Während alle Marktfahrer mit Zwiebeln berücksichtigt wurden, mussten die Berner Behörden 90 Bewerberinnen und Bewerber für einen Standplatz aufgrund Platzmangels abweisen, schreibt die Agentur. Aus Sicherheitsgründen reduzierte die Behörde die Anzahl Stände auf dem Bundesplatz um 40.

Frühmorgens unterwegs

Ab 4 Uhr morgens waren in der Altstadt bereits Schaulustige unterwegs, die sich über die kunstvoll geflochtenen Zwiebelzöpfen freuten. Im Laufe des Morgens trafen über 100 Reisecars und mehrere Extrazüge in Bern ein. Am Nachmittag herrschte in der Altstadt nicht zuletzt wegen sonnigem Wetter ein dichter Menschenauflauf.

Der Zibelemärit ist schon lange kein reiner Zwiebelmarkt mehr: Ausser Zwiebeln wird am Berner Zibelemärit auch anders Gemüse wie Lauch, Sellerie und Rüebli angeboten. Hinzu kommen Textilien, Schmuck, Keramik und Spielwaren.

Gelebte Tradition

Seinen Ursprung hat der Zibelemärit im 19. Jahrhundert, als Bauersfrauen auf dem Seeland mit Zwiebeln auf der Martinimesse in Bern auftauchten. Seit 2011 gehört der Märit auf die Liste der lebendigen Traditionen der Schweiz – zusammen mit Anlässen wie der Basler Fasnacht oder dem Zürcher Sechseläuten.

Neu sind auf Wunsch von Gastronomen die Stände auf dem Kornhausplatz bis 22 Uhr offen, damit sich Berufstätige nach dem Feierabend verpflegen können.