Lidl und Kaufland sind die Handelssparten der Schwarz Gruppe. Quelle: "obs/Schwarz Dienstleistung KG"

Neckarsulm (ots) Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche haben die Handelssparten der Schwarz Gruppe, Lidl und Kaufland, eine freiwillige Selbstverpflichtung unterzeichnet, mit der eine faire und existenzsichernde Entlohnung von Bauern und Arbeitern in Erzeugerländern sichergestellt werden soll. Im Beisein von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Akteuren der von ihm initiierten Initiative für Nachhaltige Agrarlieferketten (kurz: INA) haben sich Lidl und Kaufland zu ihrer Verantwortung für nachhaltige und faire Produktionsbedingungen in der globalen Lieferkette bekannt.

Bäuerliche Produzenten in Schwellen- und Entwicklungsländern leisten einen wichtigen Beitrag zur globalen Wertschöpfungskette im Handel, profitieren aber nicht genügend, um davon ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Über die Selbstverpflichtung sollen u.a. konkrete Handlungsansätze, die eine existenzsichernde Entlohnung fördern können, erarbeitet werden. Die Zusammenarbeit mit den lokalen Akteuren entlang der Lieferketten soll weiter intensiviert und günstige, existenzsichernde Rahmenbedingungen in den Erzeugerländern unterstützt werden.

„Die Selbstverpflichtung zu existenzsichernden Einkommen und Löhnen ist der richtige Schritt auf dem Weg zu mehr Fairness in globalen Lieferketten. Um langfristige Verbesserungen und mehr Transparenz zu erreichen, ist die Zusammenarbeit nationaler und internationaler Akteure mit konsequenten Maßnahmen notwendig“, meint Jan Bock, Geschäftsleiter Einkauf für Lidl Deutschland. 2017 hat Lidl als erster deutscher Lebensmitteleinzelhändler ein Zeichen gesetzt und mit der Veröffentlichung der Hauptproduktionsstätten für Textilien und Schuhe für mehr Transparenz im Non Food-Bereich gesorgt. Auch im Lebensmittelbereich hat Lidl in seinen Lieferketten das Ziel, Löhne und Einkommen positiv zu beeinflussen. Dazu baut Lidl u.a. langfristige Partnerschaften wie mit Fairtrade aus.

Kaufland achtet seit Jahren auf die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards entlang der Wertschöpfungskette auf globaler Ebene. Ein Beispiel hierfür ist die schon 2014 unterzeichnete Kooperationsvereinbarung mit Fairtrade zum „Fairtrade Cocoa Programm“, mit der die nachhaltige Herstellung von Schokoladenprodukten im Eigenmarkenbereich gesichert wird. „Die freiwillige Selbstverpflichtung zu existenzsichernden Löhnen in globalen Lieferketten ist für Kaufland ein wichtiger Baustein nachhaltiger und verantwortungsbewusster Geschäftspolitik. Wir tragen so konkret dazu bei, dass auch Bauern und Arbeiter in den Erzeugerländern von ihrer Arbeit leben können und ihr Beitrag zu unserer Wertschöpfung fair entlohnt wird,“ erklärt Oliver Unruh, Geschäftsführer Marken International bei Kaufland.

Für die Schwarz Gruppe ist eine faire Entlohnung auch ein Ausdruck von Wertschätzung. Dies gilt nicht nur für die Vergütung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im deutschen Heimatmarkt, sondern auch für die in der globalen Wertschöpfungskette beteiligten Partner, insbesondere lokale Lieferanten in den internationalen Beschaffungsmärkten. Damit trägt die Schwarz Gruppe auch den Erwartungen der Kunden Rechnung, die Produkte nicht nur zu günstigen Preisen und in hoher Qualität, sondern auch mit einem „guten Gefühl“ einkaufen wollen. Das Bewusstsein, dass der eigene private Konsum auch zur Lebensgrundlage von Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern beiträgt, spielt dabei eine wichtige Rolle.

Henning Stegmayer
Leiter Unternehmenskommunikation
Schwarz Dienstleistung KG
Telefon: +49 (0) 7132 30 78 75 45
Mobil: +49 (0) 1525 793 54 68
E-Mail: presse@mail.schwarz