Panalpina Digital Hub zur Förderung der Innovation lanciert

    Entwicklung neuer digitaler Lösungen: Mitarbeitende von Panalpina nahmen früher im Jahr an einem Hackathon in Berlin teil. Foto: Bosch/Panalpina

    Das internationale Transport- und Logistikunternehmen Panalpina hat den „Panalpina Digital Hub“ lanciert, der sich mit neuen Technologien wie dem Internet der Dinge (Internet of Things, IoT), künstlicher Intelligenz (KI) und der Blockchain befasst, welche alle das Potenzial haben, die Logistikbranche in den nächsten Jahren umzuwälzen. Die neue Geschäftseinheit, die CEO Stefan Karlen direkt unterstellt ist, soll innovativeTechnologien erforschen, neue digitale Kundenlösungen entwickeln und sich mit digitalen Start-up-Unternehmen vernetzen.

    Panalpina, ein Pionierunternehmen der internationalen Spedition, nimmt sich moderner Informationstechnologie und der Digitalisierung von Dienstleistungen an, um den Erwartungen ihrer Kunden gerecht zu werden und langfristiges Wachstum zu gewährleisten. Als Teil des digitalen Transformationsprozesses hat das Unternehmen den Panalpina Digital Hub gegründet, der disruptive Technologien erkunden, neue digitale Kundenlösungen entwickeln und neue Geschäftsmöglichkeiten für Panalpina realisieren soll.

    „Neue Marktteilnehmer mit innovativen Geschäftsmodellen und digitalen Ansätzen, die Althergebrachtes verbessern, stellen für uns wie für viele unserer Mitbewerber eine Herausforderung dar. Ausserdem verlangen unsere Kunden vermehrt nach digitalen Erlebnissen, an die sie sich als Verbraucher gewöhnt haben: Sie erwarten in einem Business-to-Business-Umfeld nun ein ähnliches Erlebnis“, erklärt Stefan Karlen, CEO von Panalpina. „Die Zukunft der Spedition und Logistik wird offensichtlich nicht von neuen Transportarten, sondern vom digitalen Wandel geprägt.

    Daher wollen wir die Zukunft unserer Branche mit innovativen digitalen Lösungen gestalten, die für unsere Kunden neuen Mehrwert schaffen und das Wachstum unseres Unternehmens in den kommenden Jahren vorantreiben werden.“

    Disruptive Technologien im Fokus

    Der Panalpina Digital Hub wird sich auf innovative Technologien konzentrieren, die womöglich grosse Auswirkungen auf den Transport und die Logistik haben werden. Dazu gehören das Internet der Dinge (IoT), Cloud-Computing, Predictive Analytics, künstliche Intelligenz (KI) und Blockchain.

    Das IoT ist eine technologische Entwicklung, bei der alle Arten von Geräten wie Smartphones, Computer usw. mit dem Internet verbunden sind. „Kurzfristig kann das IoT uns helfen, unsere Prozesse zu straffen und Lieferketten effizienter zu gestalten. Die Herausforderung wird darin bestehen, aus der Fülle der IoT-Daten die entsprechenden Massnahmen abzuleiten“, meint Dr. Luca Graf, Leiter des Panalpina Digital Hub.

    „Wie die Recommendation-Engine von Amazon zeigt, werden Predictive Analytics und künstliche Intelligenz bestehende Produkte und Dienstleistungen optimieren und neue schaffen“, führt Graf weiter aus.

    „Die Blockchain-Technologie, die mittels kryptografischer Verfahren dezentralisiert und sicher einen Datensatz für jede Transaktion anlegt, hat das Potenzial, die Branche langfristig umzuwälzen, indem Verträge, Frachtzahlungen, die Überwachungskette und andere Herausforderungen der Branche beeinflusst werden“, erläutert Graf. Während es schwierig ist, den kommerziellen Durchbruch der Blockchain vorherzusagen, will Panalpina im dritten Quartal dieses Jahres Pilotprojekte mit der neuen Technologie initiieren. Das Unternehmen ist vor Kurzem auch der Blockchain in Transport Alliance (BiTA) beigetreten.

    Mögliche Partnerschaften mit Start-ups

    Der Panalpina Digital Hub fungiert zudem als Tor zum boomenden Ökosystem der digitalen Start-up-Unternehmen, allen voran derjenigen in Europa. „Momentan konzentrieren wir uns auf europäische Start-ups mit einer gewissen Reife. Anschliessend werden wir unser Netz in die USA, auf Israel und auf China ausdehnen“, so Graf. Er sieht drei Möglichkeiten, sich mit Start-ups zu vernetzen: eine Partnerschaft mit einem Start-up eingehen und als Lieferant für Anwendungen (SaaS, Software as a Service) auftreten; eine strategische Partnerschaft eingehen, wobei das Start-up massgeschneiderte Lösungen für Panalpina entwickelt, damit das Unternehmen neue Märkte erobern kann; ferner könnte Panalpina Anteile an einem Start-up erwerben.

    Zürich und Berlin

    Der Panalpina Digital Hub ist in Zürich angesiedelt und direkt dem CEO unterstellt. Die Experten von Panalpina, die im Digital Hub arbeiten, werden auch häufig in Berlin und Hamburg anzutreffen sein – an zwei europäischen Hotspots mit einer lebendigen Szene für digitale Start-up-Unternehmen. „Wir werden uns mit vielversprechenden Start-ups vernetzen und eng mit unseren Kolleginnen und Kollegen in den Bereichen Luft- und Seefracht, Logistik, IT und Finanzen zusammenarbeiten, um zukunftsfähige und wertschöpfende digitale Lösungen in die tägliche Praxis einzubringen“, meint Graf.