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Paris, Frankreich. Interfel, die Interprofession für frisches Obst und Gemüse, veröffentlicht einen offenen Brief an Brune Poirson, den Staatssekretär des Ministers für den ökologischen und solidarischen Übergang, um die nur in unserem Sektor getroffene Maßnahme bezüglich des Verbots von Kunststoffverpackungen für Partien bis zu 1,5 kg anzuprangern.

Der Vorstand von Interfel beschloss auf seiner Sitzung am 19. Februar 2020, einen offenen Brief zu veröffentlichen, um die Maßnahme zu verurteilen, die Kunststoffverpackungen von weniger als 1,5 kg ab 1. Januar 2022 nur für den Frischobst- und Gemüsesektor verbietet.

Während sowohl Interfel als auch das Ctifl (Interprofessionelles Technisches Zentrum für Obst und Gemüse) bereits zahlreiche Arbeiten, einschließlich Verbraucherstudien, durchgeführt hatten, um die Abschaffung von Kunststoffverpackungen innerhalb technisch und wirtschaftlich vertretbarer Fristen vorwegzunehmen, fand keine Konsultation mit dem anerkannten Branchenverband und dem technischen Zentrum statt, an denen die Behörden stark beteiligt sind.

Warum sollten wir unseren ohnehin schon sehr zerbrechlichen Obst- und Gemüsesektor erneut auf dem Altar der Kommunikation opfern? Der Geltungsbereich des Gesetzes macht weniger als 1% der Kunststoffverpackungen im Lebensmittelsektor aus.

Frisches Obst und Gemüse, einer der größten Massenabsatzsektoren, ist verpflichtet, Verpackungen für bestimmte empfindliche Produkte und für spezifische Identifizierungsverfahren (Label Rouge, g.U., g.g.A., ORGANISCH, hoher Umweltwert…) zu verwenden. Darüber hinaus garantiert die Verpackung auch die Rückverfolgbarkeit einer großen Anzahl von privaten kollektiven Verfahren, die eine bessere Valorisierung der Produkte ermöglichen.

Der dem Präsidenten der Republik vorgelegte strategische Plan für den Sektor wird durch diese Entscheidung weitgehend in Frage gestellt. Mit der Unterstützung des Technischen Zentrums hat sich die Branchenorganisation verpflichtet, Alternativen zu Kunststoffverpackungen zu finden, obwohl 70 bis 80% der Schalen wiederverwertbar sind. Wir prangern das Fehlen einer vorherigen Konsultation und die Verzögerungen bei der Umsetzung an, die sowohl den Sektor als auch den Verbrauch von frischem Obst und Gemüse schwächen, wenn die Ziele der öffentlichen Gesundheit eine Steigerung des Verbrauchs vorsehen.

Die Interprofession fordert, dass dieses Gesetz und seine Anwendungsdekrete mit Fristen vereinbar sind, die der technischen Machbarkeit für alle Produkte und Märkte, den Realitäten des Verbrauchs, den wirtschaftlichen Realitäten und den allgemeinen Gesundheits- und Umweltzielen angepasst sind.