Wo die Pflaume aufhört und die Zwetschke beginnt ist für Normalverbraucher auf den ersten Blick nicht unmittelbar ersichtlich. Zwetschken sind in der Regel etwas dunkler, bläulich-violett gefärbt und von der Form kleiner, eher länglich, zu den Enden spitz zulaufend. Das Fruchtfleisch ist fester, trockener und lässt sich anders als bei der Pflaume leichter vom Stein lösen. Sowohl Pflaumen als auch Zwetschken gehören zu den Rosengewächsen. Zwetschken, oder im deutschen Sprachraum auch Zwetschgen genannt, werden in Österreich zu einem großen Anteil (80-90 % schwankend) extensiv kultiviert. Die Hauptsorten sind Cazak´s Schöne gefolgt von Toptaste und die, gegen die ScharkaKrankheit resistente, Jojo.

Im Erwerb 2017 wurden Pflaume und Zwetschke bundesweit auf 260 ha von 776 Betrieben angebaut. Die Ernte des Vorjahres war mit 1.300 Tonnen bei intensiv- und 8.500 Tonnen bei extensiv geführten Anlagen, aufgrund Spätfrösten in der Blühphase, unter dem langjährigen Durchschnitt.

2018 hatte sich mit dem überaus wüchsigen Frühjahr das Zwetschkenblatt zum Positiven gewendet. August und September konnten Fans der uralten Streuobstkultur endlich wieder aus dem Vollen schöpfen. Die Erzeugerpreise ab Hof waren mit durchschnittlich 1,75 EUR/kg, 9 % unter dem Vorjahresniveau. Baumgereifte Zwetschken können vorzüglich zu Mehlspeisen, zu Powidl oder Destillaten veredelt werden. Sortenspezifisch, je nach Reifegrad halten die schwach konditionierten, klimakterischen Früchte gekühlt maximal eine Woche.

AMA – Marktbericht Obst und Gemüse, 05. Ausgabe 2018 (PDF, 1,2 MB)