Quelle: Pexel

Die Vermarktung an heimischen Tafeläpfeln schritt auch im Jänner zügig voran. Die überdurchschnittlichen Temperaturen zu Jahresbeginn beschleunigten den Abverkauf zusätzlich. Begrenzte Mengen und die progressive Nachfrage bieten den Produzenten und Erzeugerorganisationen heuer die Chance auf faire Konditionen. Die Marktpreise hatten sich im Großhandel im Laufe des Jänners weiter verfestigt.

Die Sorte Gala notierte mit 0,71 EUR/kg ab Rampe, sortiert und verpackt, 4,5 % über Vormonatsniveau. Über sämtliche Absatzkanäle hinweg wurden bei Golden Delicious durchschnittlich 0,66 EUR/kg, +13 % zum Vormonat realisiert. Die höchste Dotierung seit 12 Monaten. Traditionell darf in den kommenden Monaten mit einer weiteren Intensivierung der Geschäfte, insbesondere Richtung Export, gerechnet werden. Deutschland, Skandinavien, aber auch der nordafrikanische Raum, stehen bereits offen. Spanien dürfte ab Februar verstärkt nachfragen.

Auch der europäische Großhandelspreis für Tafeläpfel wertete zuletzt mit 0,64 EUR/dt,15 % über dem langjährigen Durchschnitt. Ein weiteres Anziehen der Preise ist, hinsichtlich der aktuellen Marktlage, sowohl auf nationaler- als auch europäischer Ebene durchaus möglich.

Der monatlich erhobene Lagerbestand der Agrarmarkt Austria (bio & konv.) weist mit Stichtag 01.01.2020, 86.495 t auf und liegt damit rund 30 % unter dem Jännerwert 2018. Bei einigen Sorten haben sich die Bestände gegenüber dem letzten Jahr so gut wie halbiert. Die Versorgung mit heimischer Ware ist, bei durchschnittlichen Abverkauf, bis zur neuen Ernte, dennoch gegeben.

Auch auf europäischer Ebene ist der Gesamtbestand der vier größten Apfelproduzenten (PL, FR, DE, IT) mit Stichtag 01.01.2020 rund 17 % unter Vorjahresniveau und 5 % unter dem langjährigen Schnitt angesiedelt. FR bildet hier, dank einer relativen „Normalernte“ 2018/19, mit + 19 % zum Vorjahr die Ausnahme.