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Wie die Regierung Österreichs heute bekannt gab, werden drei weitere Maßnahmen eingeführt. Das wäre zum ersten ein verstärkter Schutz für gefährdete Gruppen, zweitens die Einhaltung der Maßnahmen konsequent sicherzustellen. Und zum dritten werde es verpflichtend sein, künftig Schutzmasken im Supermarkt zu tragen. Voraussichtlich würden ab Mittwoch genügend Masken vorhanden sein, dass diese Mund-Nasen-Schutzmasken (NMS) an die Kundschaft gegeben würden.

Zitat Bundeskanzler Sebastian Kurz: „Ich bitte Sie daher sehr intensiv, die beschlossenen Maßnahmen zu befolgen und die sozialen Kontakte weiterhin auf ein Minimum zu beschränken. Zusätzlich werden wir 3 weitere Schritte setzen“, so der Kanzler. Dies umfasse einen verstärkten Schutz für besonders gefährdete Gruppen, die Sicherstellung der konsequenten Einhaltung der gesetzten Maßnahmen durch Nachschärfungen sowie das Tragen von Schutzmasken.

„Ich bin mir vollkommen bewusst, dass Masken für unsere Kultur etwas Fremdes sind und eine große Umstellung bedeuten. Aber dieser Schritt ist notwendig, um die weitere Ausbreitung stärker zu reduzieren. Es handelt sich hierbei um einen Mund-Nasen-Schutz. Durch diese Masken kann sichergestellt werden, dass es nicht so leicht zu einer Übertragung über die Luft kommt. Das ist jedoch kein Ersatz für das Abstand halten, sondern eine zusätzlich verschärfte Maßnahme“, bekräftigte Bundeskanzler Kurz. Er bedankte sich bei den Supermarktketten in Österreich, die die Verteilung der Masken am Eingang schrittweise voraussichtlich ab Mittwoch übernehmen werden. „Ab dem Zeitpunkt der Masken-Aushändigung ist das Tragen der Masken während des Einkaufs Pflicht.“ Dies werde eine Lernphase sein, wie man richtig damit umgehe und wie die Logistik solch große Mengen bewerkstellige. „Zielsetzung ist es mittelfristig, die Masken nicht mehr nur im Supermarkt, sondern auch darüber hinaus zu tragen, überall dort, wo ein Kontakt zwischen Menschen stattfindet.“

Diese Zeit verlange jedem viel ab, es seien herausfordernde Zeiten, so der Bundeskanzler. „Es liegen schwere Wochen vor uns, aber das Ziel ist ganz klar: Gemeinsam als Team Österreich müssen wir alles tun, damit die Situation nicht so schlimm wie etwa in Italien wird und wir schnell wieder aus dieser Krise herausfinden, hin zur Normalität und zu einem erfolgreichen Wirtschaften. Das ist der richtige Weg, um Leben zu retten und um schnell wieder diese starke Volkswirtschaft zu werden, die Österreich immer war und auch in Zukunft sein muss“, bekräftigte Bundeskanzler Sebastian Kurz. (Zitat-Ende)

Auch der österreichische Handelsverband trägt die Entscheidung der Bundesregierung mit – Gesundheit steht über allem – Beschaffung der NMS-Masken logistisch herausfordernd wegen Lieferengpässen

„Die Gesundheit der Bevölkerung steht über allem, daher haben wir vollstes Verständnis, dass es ehestmöglich eine Schutzmaskenpflicht braucht. Die heimischen Händler werden weiterhin alles tun, um den bestmöglichen Schutz der Konsumenten sicherstellen zu können. Allerdings stellt die Beschaffung der NMS-Masken die gesamte Branche vor eine große Herausforderung, da es vielerorts weiterhin Lieferengpässe und -verzögerungen gibt, gerade bei derartigen Mengen für die Gesamtbevölkerung. Unseren Schätzungen zufolge benötigen wir mindestens 4 Millionen Masken pro Tag, wenn man von einer einmaligen Verwendung und einem unveränderten Kaufverhalten ausgeht“, so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will im Namen des Präsidiums des Handelsverbandes in einer ersten Stellungnahme.

Damit diese Maßnahme die gewünschte Wirkung zeigt, sind jedoch auch die Konsumentinnen und Konsumenten gefordert. „Wir appellieren an alle Verbraucher, dieses Maskengebot beim Einkauf ernst zu nehmen und auch möglichst sparsam mit den Masken umzugehen bzw. diese wiederzuverwenden. So sollten beispielsweise Einkäufe in Gruppen oder als Familie möglichst vermieden werden. Auch das Prinzip ‚Jüngere für Ältere‘ statt ‚Jüngere mit Älteren‘ sollte noch besser gelebt werden“, ist Rainer Will überzeugt.

Der Handelsverband steht hierzu mit der Bundesregierung im laufenden Austausch, um die Maßnahmen im Sinne der Möglichkeiten für alle Händler zu koordinieren.