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AgrarMarkt Austria | Großhandelspreise österreichischer Tafeläpfel stabil, Konstante Inlandsnachfrage bei Karotten, Zwiebelexporte nehmen Fahrt auf, Ausgeglichener Kartoffelmarkt

Großhandelspreise österreichischer Tafeläpfel stabil

Der Einstieg in die neue Vermarktungssaison war soweit gelungen. Den Festtagen entsprechend erhöhte sich im Dezember auch der Bedarf. Alles in allem präsentierte sich der Absatz zufriedenstellend auf gutem Vorjahresniveau. Die Großhandelspreise österreichischer Tafeläpfel, sortiert und verpackt, befanden sich im Großen und Ganzen stabil auf Vormonatsniveau. Signifikante Wertzuwächse gab es, bis auf einzelne Ausreißer, nicht. So wurde die Sorte Gala mit durchschnittlich 0,68 EUR/kg ab Rampe bestätigt. Golden Delicious verzeichnete mit 0,58 EUR/kg und -5 % einen leichten Rückgang. Durchschnittlich 0,50 EUR/kg brachte der Kilo Jonagold ein und notierte damit so gut wie unverändert.

Die seit August andauernde positive Preisentwicklung scheint mit Dezember vorerst zum Erliegen gekommen zu sein. Im Hinblick zunehmender rot-weiß-roter Exporte in der zweiten Saisonhälfte und fester internationaler Apfelpreise könnten, bei entsprechenden Fruchtgrößen, auch die heimischen Forderungen mittelfristig wieder angehoben werden.

Der von der AMA bundesweit erhobene Lagerstand für Tafeläpfel (konv. und bio.) betrug mit Stichtag 01.12. 94.099 Tonnen. Zuflüsse fanden noch bei Spätsorten statt.

13,5 % weniger als 2018 meldeten europäische Lagerhalter für den Dezember. Unter den größten Produzentenländern verzeichnete einzig Frankreich, dank einer überdurchschnittlichen Produktion mit +13,0 % zum Vorjahr, eine positive Lagerstandsentwicklung.

Konstante Inlandsnachfrage bei Karotten

Der österreichische Karottenmarkt präsentierte sich im Dezember einmal mehr ausgeglichen und preisstabil. Der von der AMA erhobene Großhandelspreis für Karotten, gewaschen, sortiert und verpackt wurde mit durchschnittlich 0,58 EUR/kg zum Vormonat um 8,5 % leicht nachgebessert. Vor den Feiertagen verdichtete sich die Andienung zusehends und auch Exporte wurden in kleinerem Umfang getätigt.

Zwiebelexporte nehmen Fahrt auf

Heimische Speisezwiebelpreise knüpften im Dezember nahtlos an das Niveau des Vormonats an. Mit durchschnittlich 0,34 EUR/kg wurde österreichischer Sommerzwiebel, sortiert und verpackt, im Großhandel bepreist und notierte damit ziemlich exakt im Mittel der letzten 5 Monate. Nach dem Höhenflug des vergangenen Wirtschaftsjahres hatte sich der heimische Zwiebelmarkt mit Jahresende endgültig abgekühlt. Offeriert werden in der laufenden Saison witterungsbedingt in erster Linie klein- bis mittelfallende Zwiebeln. Große Partien sind Mangelware und werden bevorzugt für den Export herangezogen. Dieser intensivierte sich zuletzt in Richtung Ost- und Südeuropa.

Europaweit stehen spürbar mehr Zwiebel als im vergangenen Jahr zur Verfügung. Hier könnten, indischer Ausfuhrbeschränkungen geschuldet, Exporte nach Asien einen Ausgleich schaffen, von dem auch der österreichische Zwiebelexport indirekt profitiert.

Ausgeglichener Kartoffelmarkt

Die niederösterreichischen Erzeugerpreise für Kartoffeln festkochend werteten im Dezember unverändert bei durchschnittlich 25,00 EUR/dt und damit 14 % über dem korrespondierendem Vorjahreswert. Laufende Anlieferungen gewährleisteten eine zügige Abwicklung der Geschäfte. Die Landwirte streben heuer zügige Auslagerungen an, da auch in der zweiten Saisonhälfte ein Anziehen der Preise nicht erwartet wird.

Ein Versorgungsengpass wie im letzten Frühjahr, ist nicht absehbar. Nennenswerte Mengen an nordafrikanischer Importware werden seitens der Handelsketten erfahrungsgemäß ab Mitte Februar eingetaktet.

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