Quelle: Pixabay

Österreichische Apfelpreise leicht gestiegen

Die Großhandelspreise der Hauptsorten Golden Delicious und Gala konnten sich zum Vormonat weitgehend behaupten. Konventionelle Ware ab Rampe, ohne USt., KL I, unabhängig von Größensortierung und Verpackung, verzeichneten einen Wertzuwachs. Golden Deliscious kostete 0,52 EUR/kg (+ 8,3 % zu Feb.), Gala 0,59 EUR/kg (+ 5,3 % zu Feb.). Zum Monatsletzten hin standen unter anderem die Preise der Sorten Elstar und Idared leicht unter Druck. Meldungen Marktbeteiligter zufolge könnten einerseits Probleme bei der Vermarktung, andererseits punktuelle Qualitätsmängel hinsichtlich Druckfestigkeit, Einfluss auf diese Entwicklung genommen haben. Über den gesamten Monat hinweg wurden aber auch diese Sorten stabil bewertet. Alles in allem lässt sich für den März ein klarer Aufwärtstrend festmachen. Der von der AMA ermittelte Großhandelspreis, gewichtet für Tafeläpfel KL I konventionelle Produktion, über alle erhobenen Sorten, steigerte sich im Vormonatsvergleich von 0,56 EUR/kg auf 0,59 EUR/kg.

Gala und Golden Delicious räumten zufriedenstellend

Die österreichischen Läger für Tafeläpfel konventionell wiesen zum 1. März mit 95.191 Tonnen einen überdurchschnittlichen Bestand auf. Dieser lag 38 % über dem fünfjährigen Schnitt.
Der Abbau* fiel dabei sortenspezifisch durchaus unterschiedlich aus. Während Topaz, Granny Smith, Gala und Golden Delicious von Februar bis März flott räumten, stießen Evelina und Jonagold im Verhältnis dazu auf weniger Interesse. Bei biologisch produzierten Erzeugnissen hatte Topaz mit einem Abgang von 10,2 % die Nase vorne, gefolgt von Gala. Der Lagerbestand von Idared bewegte sich minimal und startete aufgrund dessen auf Vormonatsniveau in den März.

*Der Abbau kann in Abverkäufen begründet sein, aber auch in Lagerschwund bzw. Ausfall

Österreich – Jahresvergleich Lagerbestand
Tafeläpfel konventionell Klasse I aus Erwerbsanlagen in Tonnen

Quelle: AMA (Stand 01.03.2019)

Europäischer Apfelmarkt nach wie vor angespannt

International blieb der Großhandelspreis der größten europäischen Produzenten (IT, PL, DE, FR) unverändert auf 55,00 EUR/dt. Laut europäischer Kommission* meldete Frankreich, mit einer letztjährigen Normalernte im Gepäck, respektable 88,00 EUR/dt, während deutsche Produzenten und Vermarkter mit 45 EUR/dt für Tafeläpfel das achte Monat in Folge ein Minus vor dem Komma hinnehmen mussten. Nach wie vor sind die Apfelläger in der EU gut gefüllt. Der Lagerbestand war mit 3,1 Mio. Tonnen im März 18,6 % über dem fünfjährigen Durchschnitt angesiedelt. Exportaktivitäten der Mitgliedsstaaten innerhalb des EU- Raumes sind, aus Mangel an Abnehmermärkten, entsprechend eingeschränkt.

* Stand 02.04.2019

Karottenangebot übersichtlich aber ausreichend

Der Inlandsmarkt für Speisekarotten präsentierte sich auch im März ausgeglichen. Niederösterreichische Karotten, gewaschen und im 5 kg Sack gepackt wechselten unverändert, mit einem durchschnittlichen Erzeugerpreis von 47,50 Euro/dt. ab Rampe, den Besitzer. Dies entspricht einer Steigerung von 58 % gegenüber dem korrespondierenden Vorjahresniveau. So Ware verfügbar, wurde diese auch bevorzugt am europäischen Binnenmarkt abgesetzt.

Zwiebel weiterhin hoch im Kurs

Der Handel mit niederösterreichischen Zwiebeln läuft nach wie vor wie geschmiert. Die starken Preise konnten sich auch im März unvermindert durchsetzen. Und sie wurden im Laufe des Monats noch fester. Während niederösterreichischer Zwiebel lose, geputzt und sortiert in Kisten vorerst um 50 EUR/dt gehandelt wurde, konnten die Verkäufer gegen Ende zu noch etwas draufpacken. 50,00 – 54,00 EUR/dt wurden, durch hohe Exportpreise befeuert, auch im Inland gelöhnt.

Heimische Kartoffeln werden knapper

Rot-weiß-rote Erzeugnisse verschwanden im Laufe des März zunehmend aus den Filialen und die freien Regalmeter besetzte Importware. Abgepackt wurde und wird teilweise auch in Österreich und dementsprechend schwierig ist die Differenzierung zu heimischen Produkten. Aufgrund der immer schlechteren Konditionen und phänotypischen Schwächen der heimischen Lagerware, war eine Preisberichtigung seitens der Vermarkter nicht zu realisieren. Also wurden die Erzeugerpreise für niederösterreichische Speisekartoffeln mittelfallend weiterhin mit 25 EUR/dt angeschrieben. Die Auszahlung für kleinpackungsfähige, drahtwurmfreie Premiumware mit AMA- Gütesiegel belief sich auf 30 EUR/dt. Wie könnte es weitergehen? Insbesondere der Kochtyp „festkochend“ dürfte kurz vor dem Aus stehen. Etwas besser ist es um die Bestände bei „vorwiegend festkochend“ und „mehlig“ bestellt. Laut niederösterreichischer Landwirtschaftskammer könnten Letztgenannte, als auch Biokartoffeln, bis nach Ostern reichen.

AMA-Blühreport Bereits

Mitte bis Ende März, drei Wochen früher als üblich, blühten die vielzähligen Marillenbäume in der Wachau und im Burgenland.
In Oberösterreich wurden ebenfalls die Marillenblüten, als auch die ersten Knospen der Frühkirschen, zwei Wochen früher, als in einem Normaljahr dokumentiert. Aufgrund dieses frühzeitigen Blühens könnten frostige Nächte in den laufenden Wochen problematisch werden, da auch die kleine Frucht sehr empfindlich auf Minusgrade reagiert. Dieses Ereignis ereilte in der Nacht zum 21.03.2019 Marillenproduzenten in der Steiermark. Erfreulicherweise nur kleinräumig und ohne erheblichen Einfluss auf die Gesamternte. Im Mostviertel hingegen wartet man unterdessen schon gespannt auf den Höhepunkt der Birnbaumblüte Mitte April. Das weiße Blütenmeer wird dann kurze Zeit später von der Apfelblüte abgelöst, vorausgesetzt es erfolgt auch hier keine frühzeitige Blühphase.

Agrarmarkt Austria
Dresdner Straße 70
A – 1200 Wien

Telefon: +43 1 33151-379
Fax: +43 1 33151-396
E-Mail: marktinformation@ama.gv.at