Österreich: Karotten-, Zwiebel- und Kartoffelmarkt für Juni 2019

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Quelle: Pixabay

Neue Ernte entlastet Karottenmarkt

Ende Juni startete das Marchfeld in die neue Verkaufssaison. Mit der Intensivierung der Zuflüsse entspannte sich der Markt und die Erzeugerpreise reagierten umgehend. Nach Monaten des Anstiegs verzeichneten Karotten erstmals einen Wertverlust. Der durchschnittliche Erzeugerpreis von KW 26 hatte gegenüber den Vorwochen um 9,5 % abgebaut und lag zu Monatsende hin bei 47,50 EUR/dt.

Die Außenhandelszahlen des ersten Quartals 2019 zeigen zum korrespondierenden Vorjahreszeitraum einen Zuwachs an Ausfuhren von 132 % und Mehreinnahmen von 77 %. Die positive Entwicklung konnte somit auch in das neue Jahr mitgenommen werden und beweist auch jenseits der Landesgrenzen eine hohe Akzeptanz rot-weiß-roter Erzeugnisse.

Preisrally von Zwiebeln mit Juni vorbei

Nachdem ein Großteil der Läger schon geräumt war, wurden im Juni die letzten gebundenen Partien österreichischen Ursprungs ihrer Bestimmung zugeführt. Mitte des Monats konnten bereits die ersten Abladungen der Winterzwiebelernte 2019 getätigt werden. Der heimische Zwiebelmarkt startete dennoch fest in das neue Wirtschaftsjahr, da die geernteten Mengen noch recht überschaubar waren. Erst in der zweiten Monatshälfte hatte der niederösterreichische Erzeugerpreis für Zwiebel lose, sortiert in Kisten, spürbar nachgegeben. Waren zunächst durchschnittlich 72,00 EUR/dt fällig, korrigierte sich der Preis zu Monatsende hin und gab um 20 % nach. Zuletzt wurde für die Dezitonne 57,50 EUR verrechnet. Mit der neuen Ernte hatte die monatelange Preisrally damit ein jähes Ende gefunden.

Frühkartoffelmarkt bleibt angespannt

Zu guter Letzt war im Juni die Durststrecke bei den Kartoffeln vorbei. In fast allen Bundesländern hatte die heimische Frühkartoffelsaison Einzug gehalten. Während unter Vlies Hektarerträge von 20-25 t möglich waren, fehlte es im ungeschützten Freiland witterungsbedingt noch an Größe. Hier hat das Ertragsniveau mit 15-20 t/ha noch einiges an Potential. Der heißeste Juni der Temperaturaufzeichnungen ließ ein kontinuierliches Wachstum der Knollen nicht zu und so blieb der erwartete Mengenzuwachs aus. Zusätzlich unterbrachen, ob der trockenen Bedingungen, viele Landwirte die Rodearbeiten um Beschädigungen der weichschaligen Feldfrüchte zu vermeiden.

Das knappe Angebot an vorwiegend kleinfallender Ware konnte die lebendige Nachfrage nur unzureichend befriedigen und so blieb der Erzeugerpreis für niederösterreichische Kartoffeln das gesamte Monat auf gleichbleibenden Niveau von 40,00 – 45,00 EUR/dt.