Foto: Erich Westendarp

Die Niederlande und Deutschland arbeiten zusammen, um die Attraktivität und Effizienz des Schienengüterverkehrs weiter zu steigern. Die niederländische Staatssekretärin Stientje van Veldhoven (Infrastruktur und Wasserwirtschaft) und ihr deutscher Amtskollege Enak Ferlemann haben am 09.04.2019 in Berlin entsprechende Vereinbarungen getroffen.

Staatssekretär Van Veldhoven: „Deutschland ist unser wichtigster Handelspartner. Angesichts der Tatsache, dass die Transportkapazität eines einzelnen Zuges der von 56 Lastwagen entspricht, kann der Schienengüterverkehr eine wichtige Rolle in unserer nachhaltigen Zukunft spielen. Deshalb wollen mein Kollege Enak Ferlemann und ich diesen zukunftssicheren Sektor gemeinsam weiter vorantreiben. “

Staatssekretär Enak Ferlemann: „Deutschland und die Niederlande streben an, den Anteil der Schienengüterverlader im Transportsektor auszubauen. Wir freuen uns, dass unsere grenzüberschreitende Zusammenarbeit jetzt intensiviert wird, und wir möchten die Bedingungen für die Spediteure optimieren. Daran werden wir gemeinsam arbeiten. “

Über eine gemeinsame Arbeitsgruppe werden die Niederlande und Deutschland verstärkt gemeinsame Anstrengungen in Bereichen wie Digitalisierung und Automatisierung der Branche unternehmen. In der nahen Zukunft werden zum Beispiel grenzüberschreitende Feldtests mit Innovationen wie Selbstfahrzügen durchgeführt. Gezielte Investitionen, eine effizientere Nutzung des Schienennetzes und eine bessere Abstimmung der Arbeitsprozesse müssen die Möglichkeit schaffen, auch längere Züge (740 Meter Länge) zu fahren. Das spart Kosten und ist daher für Versender eine attraktive Option. Auf bilateraler und europäischer Ebene arbeiten die beiden Länder bereits an der Verbesserung der grenzüberschreitenden Eisenbahnverbindungen.

Im vergangenen Jahr haben sowohl die Niederlande als auch Deutschland ehrgeizige Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsposition des Schienengüterverkehrs entwickelt. Die Niederlande haben auch die Beförderung von Frachttransportern zur Pflicht gemacht, eine Reihe von Vibrations- und Geräuschminderungsmaßnahmen zu ergreifen, um die Belästigung der Anwohner zu verringern.