Kartoffelmarkt-Ostdeutschland KW 02/2019

Mecklenburg – Vorpommern

Die Erzeugerpreise für Speiseware haben sich im Vergleich zur Vorwoche nicht geändert. Das wird sich auch in der kommenden Woche, teils bis zur 4. Kalenderwoche, nicht ändern. Die Absprachen mit dem Lebensmitteleinzelhandel und den Discountern sind bereits gelaufen. Entsprechend der Entwicklung am deutschlandweiten Kartoffelmarkt werden die Preise zum Ende des Monats möglicherweise angepasst. Die Meinungen am Markt sind dazu sehr unterschiedlich, da die Qualität der verfügbaren Ware gegenüber dem Endkunden längst nicht immer höhere Preise rechtfertigt. Der Absatz hat sich zu Beginn des Jahres etwas beruhigt, ist aber zufriedenstellend. Mit dem Beginn der Schulzeit erhöhte sich die Nachfrage nach Schälkartoffeln wie üblich schlagartig. Das Preisniveau für Schälware bleibt stabil.

Brandenburg

Mit Wochenbeginn ist die Nachfrage nach Packware wie erwartet deutlich zurückgegangen. Das Preisniveau für Speisekartoffeln wird sich in den kommenden 14 Tagen nicht ändern. Die Verhandlungen mit den Handelsketten sind bereits abgeschlossen. Preiserhöhungen werden bei der teils schwierigen Qualität der Kartoffeln aus der Ernte 2018 kritisch gesehen. Bei mangelhafter Qualität, die sich oft erst nach längerer Liegezeit bei wärmeren Temperaturen als im Kartoffellager bemerkbar macht und hohen Preisen, steigt die Reklamationsquote der Endkunden erfahrungsgemäß sprunghaft an. Packer berichten aktuell von Beschwerden direkt vom Kunden über blaufleckige mehlig kochende Kartoffeln. Die Preise für Schälkartoffeln haben das Vorwochenniveau gehalten.

Sachsen

Wie bereits in der Vorwoche angekündigt, wurden die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln in allen drei Sortengruppen, gute Qualität vorausgesetzt, zum Teil bis zu 4 EUR/ dt angehoben. In Absprache mit den Handelsketten sind die Preiserhöhung bereits diese Woche, teils erst ab kommende Woche durchgesetzt worden. Die Nachfrage nach Packware läuft zu Beginn des neuen Jahres ruhig an. Der Handel plant bereits Werbungen mit 7,5 kg Gebinden, welche aufgrund der geringen Warenverfügbarkeit seitens der Packer auf Unverständnis stoßen. Die Preise für Schälkartoffeln bleiben noch auf dem Niveau der Vorwoche. Preiserhöhungen sind jedoch in Kürze zu erwarten.

Sachsen – Anhalt

Nach den absatzstarken Feiertagswochen beginnt das neue Jahr gewohnt ruhig. Die Kunden verbrauchen zunächst ihre Vorräte. Das Preisniveau für Speiseware hält überwiegend das Vorwochenniveau. Zum Teil sind die Preise mit den Handelsketten schon bis zur 4. Kalenderwoche festgezurrt worden. Preiserhöhungen sind zunächst nicht angesagt. Sollten die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln weiter steigen, droht der Versandhandel nach Tschechien und Polen einzubrechen. Hohe Preise und die häufig erntebedingt schwachen Qualitäten passen nicht. Lagerhalter berichten von in der Dimension ungewöhnlich auffälliger Trockenfäule bei bestimmten Sorten. Mit zunehmender Lagerzeit nimmt die Problematik zu. Die Schälkartoffelpreise verharren auf Vorwochenniveau.

Thüringen

Wie üblich mit Jahresbeginn, ist die Nachfrage nach Speisekartoffeln nach den Feiertagen spürbar abgeflaut. Die Erzeugerpreise bleiben unverändert auf dem Niveau der Vorwoche. Das könnte sich mit der kommenden Woche ändern. Der Markt ist zweigeteilt. In einigen deutschlandweiten Regionen sind Preiserhöhungen durchgesetzt worden. Diese werden hierzulande sehr konträr diskutiert. Während die einen höhere Entlohnung für Lagerhaltung fordern und höhere Warenverfügbarkeit erhoffen, fürchten die anderen Kundenverlust. Die vorhandenen Qualitäten aus der schwierigen Saison 2018 passen häufig nicht zu hohen Preisen. Der Imageverlust für die Kartoffel könnte das Absatzgeschehen langfristig prägen. Importware findet schneller Zugang auf dem heimischen Markt. Die Schälkartoffelpreise verharren auf dem bisherigen Niveau.

Aktuelle Preise / Preisentwicklung entnehmen Sie bitte aus dem Quellen-Link