Alpbach. Quelle: METRO Österreich GmbH

Wiener Mittwochsgesellschaft des Handels – Edition Alpbach: „Konsumentenschutz im Spannungsfeld von Klimakrise und Digitalisierung“

METRO Österreich hat zum dritten Mal in Folge im Rahmen der „Wirtschaftsgespräche“ beim Europäischen Forum Alpbach zur „Wiener Mittwochsgesellschaft des Handels – Edition Alpbach“ geladen. Bei der Diskussionsveranstaltung waren gestern, Mittwoch abend, auf der Bischofer Alm mehr als 250 Gäste aus Wirtschaft und Politik mit dabei. Xavier Plotitza, CEO METRO Österreich begrüßte mit Elisabeth Köstinger, Ernst Ulrich von Weizsäcker und Arno Wohlfahrter ein hochkarätig besetztes Podium. Passend zum EFA-Generalthema „Freiheit und Sicherheit“ wurden die, aus Sicht des Handels, dazu passenden Fragestellungen zum „Konsumentenschutz im Spannungsfeld von Klimakrise und Digitalisierung“ diskutiert. Xavier Plotitza hat in seiner Einleitung darauf verwiesen, dass METRO Kunden neben höchstem Augenmerk auf Qualität, verstärkt auf Herkunft und Regionalität setzen. Gastronome verweisen, dank steigendem Interesse der Konsumenten, in den Menükarten auf die Herkunft der Produkte. „Es ist unerlässlich, dass wir als Großhändler hier auch Technologien einsetzen, die unseren Kunden die Sicherheit und Garantie geben, dass sämtliche Waren unter besten Voraussetzungen in die METRO Regale kommen. Digitalisierung leistet hier einen wesentlichen Beitrag, wenn wir lückenlos Lieferk-und Kühlketten überprüfen. Konsumentenschutz beginnt allerdings schon davor, wenn sich Unternehmen dazu entschließen verantwortungsvoll entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu agieren und das ist möglich.“ Moderiert hat Martina Salomon, Chefredakteurin des „Kurier“.

Ernst Ulrich von Weizsäcker in Alpbach. Quelle: METRO Österreich GmbH

Schafft ein höherer Grad an Digitalisierung mehr Sicherheit für den Konsumenten? Wie weit kann/darf/muss Konsumentenschutz im Handel gehen? Was wollen die Konsumenten? Was kann der Handel tun? Braucht es angesichts des Klimawandels und der Lebensmittelsicherheit ein Umdenken in der Produktion und damit nur mehr regionale und Bio-Sortimente? Sind nachhaltige Geschäftsmodelle und Sortimente profitabel, was darf Nachhaltigkeit kosten? Ist es für ein Unternehmen „verwerflich“, Produkte im Sortiment zu haben, die eine weite Reise hinter sich haben? Müssen wir von jedem Produkt wissen, woher es kommt? „Rettet“ uns Verzicht und wenn ja, kann dieser attraktiv sein?

Die charismatische Keynote hielt der international höchst anerkannt Experte, Ernst Ulrich von Weizsäcker, deutscher Umweltwissenschaftler und Ehrenpräsident des Club of Rome. Sein Thema: „Digitalisierung muss nachhaltig werden. Wie kann die Politik dafür sorgen, dass Nachhaltigkeit profitabel wird?“

Von Weizsäcker’s Plädoyer: „Zukunftsoffen, kooperativ und klimafreundlich für eine neue Zivilisation sein! Wenn eine vernünftige Transparenz bei den Waren gegeben ist, dann kämen Shareholder und Stakeholder Interessen zusammen und dieser Effekt ist zweifelsfrei auch nützlich für das Klima. Zu einer Synergie zwischen Klimaschutz und Digitalisierung kann es aber erst dann kommen, wenn wir uns endlich politisch dazu durchringen, dass Preise für Waren annähernd die ökologische Wahrheit sagen.“

Elisabeth Köstinger, stv. Klubobfrau und Abgeordnete zum Nationalrat (ÖVP), erachtet die Transparenz des „Weges der Produkte“ und in diesem Zusammenhang die Herkunftskennzeichnung „als Schlüssel der Zukunft“ und das gehe mit Digitalisierung einfacher und schneller. „Die Menschen wollen wissen, wo die Lebensmittel herkommen, die sie konsumieren. Das ist inzwischen ein wirklich starkes Bedürfnis in der Bevölkerung. Da geht es um Transparenz, um Nachvollziehbarkeit und um eine gute Kennzeichnung der Lebensmittel, woher sie stammen. Damit stärken wir auch die Verantwortung der Kunden, die selbst mitentscheiden können, wie nachhaltig sie leben wollen. Das ist für den Klimaschutz von hoher Bedeutung, es macht einen Unterschied, ob Lebensmittel tausende Kilometer zu uns gebracht werden müssen oder eben in Österreich, am besten noch in der Region hergestellt und verkauft werden.“

METRO gestaltet die gesamte Wertschöpfungskette nachhaltig und transparent.

Arno Wohlfahrter, Strategieberater der METRO AG zu Eco-Systemen, stellte dar, was Digitalisierung für METRO bedeutet und welche Möglichkeiten sich dadurch für die Konsumenten ergeben: „Die Digitalisierung versteht METRO als einmalige Chance. Sich selbst auch als Dienstleister und Lösungsanbieter. Digitalisierung hilft dabei, die Produkte und ihren Weg transparent zu machen. Für METRO ist diese Transparenz eine Verpflichtung. Die Kunden haben das Recht darauf, zu wissen, woher das Produkt kommt, das sie kaufen. Dieses Konsumentenbedürfnis bringt vermehrt die Digitalisierung ins Spiel und verlangt danach, Lösungen zu finden. Zur besseren Kundenorientierung hat METRO verschiedene Labels und Technologien, die für hohe Nachhaltigkeits-Standards bürgen. Dazu gehören etwa „Regionah“, Fair Trade, und Marine Stewardship Council (MSC). Mittels eigener Pro Trace App können METRO Kunden via Scannen des Barcodes auf den Produkten rückverfolgen, woher Fisch und Fleisch kommen und das bei derzeit mehr als 550 Ultrafrische-Produkten. Das bedeutet vollständige Transparenz entlang der Wertschöpfungskette.“