Bild: Moos-Media (pb)

Im Auszug der Marktbeobachtung von Obst und Gemüse, bereitgestellt von der deutschen Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), erhalten Sie einen kurzen Überblick für die KW 11 mit Zeitraum 09.03. – 13.03.2020. Eine voll umfängliche Marktinformation hinsichtlich der Preise und deren Entwicklung erhalten Sie unter dem nachfolgenden Link.

Äpfel
Die Unterbringungsmöglichkeiten schränkten sich lokal ein, da weniger Kunden am Markt waren. Die Händler hatten jedoch kaum Grund, ihre bisherigen Forderungen zu modifizieren.

Birnen
Die Zufuhren aus Übersee gewannen an Bedeutung: Aus Südafrika stammten neben Bon Chretien und Rosemarie auch Cheeky, deren Präsenz sich merklich ausweitete. Flamingo trafen bislang einzig in Hamburg ein.

Tafeltrauben
Südafrikanische Thompson Seedless und Crimson Seedless dominierten. Der Bedarf war nicht sehr stark ausgeprägt, die Kunden konzentrierten sich mal auf helle und mal auf dunkle Beeren.

Orangen
Spanien bestimmte im Bereich der Blondorangen kontinuierlich das Geschehen und stellte vorrangig Lane Late und Navelate bereit. Aus Ägypten kamen Valencia Late, aus der Türkei Washington Navel.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Generell verminderte sich die Verfügbarkeit. Israelische Orri, wie gewohnt in einer exklusiven Qualität, spielten von der Wichtigkeit her eine bedeutende Rolle.

Zitronen
Spanische Primofiori herrschten vor. Türkische Abladungen beteiligten sich nur mancherorts am Geschehen. Das Interesse zeigte sich durchaus freundlich.

Bananen
Zum einen verzeichnete man witterungs- und ferienbedingt eine ruhige Nachfrage. Zum anderen verbesserte sich der Absatz ein wenig.

Blumenkohl
Es war ein freundliches Interesse zu erkennen. Angesichts der verminderten Verfügbarkeit und der angehobenen Einstandspreise kam es zu, zum Teil auch ziemlich kräftigen, Verteuerungen.

Salat
Kopfsalat stammte aus Belgien und Italien. Italienische Ware suchte man punktuell vergebens. Summa summarum dehnten sich die belgischen Zugänge aus. Da die Erzeugnisse aber einen eher kleinen Durchmesser hatten, sanken die Notierungen sukzessive ab.

Gurken
Je nach Markt dominierten die Niederlande, Belgien oder Spanien das Geschehen. Das Interesse war nicht besonders stark ausgeprägt, was Vergünstigungen initiierte.

Tomaten
Das Angebot war wie gewohnt breit gefächert. Der Handel verlief uneinheitlich. So verzeichnete man einerseits Vergünstigungen aufgrund einer zu schwachen Nachfrage und andererseits Verteuerungen wegen eingeschränkter Abladungen.

Gemüsepaprika
Spanische Anlieferungen dominierten vor türkischen. Das Interesse war durchaus freundlich und konnte aber ohne Schwierigkeiten gestillt werden.

Speisekartoffeln
Das Angebot an einheimischer Lagerware blieb fortlaufend breit aufgestellt, drängte aber nicht und vermochte mit einer befriedigenden Qualität zu punkten. Die Bewertungen verharrten dank einer kontinuierlichen Aufnahme auf ihrem bisherigen Niveau. Bloß vereinzelt konnten sie sich örtlich für einige Varietäten ein wenig befestigen. Ungeachtet dessen verzeichnete man wegen der angespannten Corona-Situation eine Verunsicherung bei den Kunden. Gerade Großkantinen und Restaurants orderten etwas übersichtlicher als gewohnt. Die Präsenz von Speisefrühkartoffeln wuchs allmählich an. Das Interesse dehnte sich jedoch nicht in dem erwarteten Umfang aus und fiel damit zu zögerlich aus. Verschiedentlich baute sich daher sukzessive ein Verkaufsdruck auf. Die Händler gewährten in der Folge nur manchmal leichte Vergünstigungen.

Beiträge von deutschen Großmärkten

Frankfurt
Bis Donnerstag waren niederländische Erdbeeren aus dem Treibhaus mit 4,50 bis 4,80 € je 500 g richtig teuer; bei einer guten Marktversorgung verminderten sich am Freitag die Bewertungen auf ca. 3,50 € je 500 g. Bei den spanischen Produkten bildeten sich Überhänge, die man mit Vergünstigungen auf 1,- € je 500-g-Schale abzubauen versuchte. Nisperos standen aus Spanien und verstärkt in 1-kg Abpackungen aus Marokko zu 4,50 € bereit. Die Notierungen von Rhabarber stiegen um 10 bis 15 %. Bleichspargel stieß nur auf eine geringe Beachtung, zum Wochenende hin intensivierten sich jedoch die Unterbringungsmöglichkeiten der knappen einheimischen und der üppigen niederländischen Partien. Grünspargel generierte durchgängig kaum Zuspruch. Die Preise von Kohl zogen an. Der Absatz von Lauch befriedigte meist. Möhren wurden am Freitag flotter umgeschlagen.

Hamburg
Erste Erdbeeren aus der niederländischen Ernte kosteten 3,90 € je 500-g-Schale. Wegen eines ausgedehnten Angebotes senkten die Vertreiber ihre Aufrufe für spanische und marokkanische Himbeeren: Diese konnten zu 1,12 bis 1,60 € je 125-g-Schale schnell abgewickelt werden. Für niederländischen Rhabarber sollte man 4,- € je kg bezahlen. Violetter Spargel aus den Niederlanden eröffnete die Saison zu 12,- € je kg und vergünstigte sich sukzessive auf 9,50 € je kg. Violette Stangen aus Spanien waren schon zu 6,75 € je kg zu bekommen. Aus dem süddeutschen Raum trafen gleichmäßig aufgemachte weiße Offerten ein: 14/18 mm wurde zu 10,50 € und 18/22 mm zu 15,50 € je kg verkauft. Zucchini aus Spanien und Marokko waren bei einem nicht sehr umfangreichen Sortiment recht beliebt.

Köln
Das Corona-Virus breitete sich aus und die Verunsicherung am Platz nahm zu. Die Händler mussten genau den Grad der Disponierung abwägen, um Überhänge zu vermeiden.

München
Die Präsenz von spanischen Erdbeeren dehnte sich aus; der Großteil des Vertriebs wurde aber mit italienischer Ware aus der Basilikata bestritten. Die Vermarktung gestaltete sich eher durchwachsen. Himbeeren aus Spanien standen über Bedarf bereit; erst in der zweiten Wochenhälfte verbesserten sich die Unterbringungsmöglichkeiten leicht. Mangos und Ananas wurden weiterhin gesucht. Die Vermarktung von inländischem Spargel von beheizten Flächen verlief zu ruhig: Aufgrund fester Preisvorgaben der Erzeuger sowie einer schwachen Nachfrage konnten auch griechische und norditalienische grüne Stangen nur schleppend abgesetzt werden. Nach dem Ende der Saison von deutschen Hokkaidokürbissen wurde ausschließlich westafrikanische Ware offeriert. Bärlauch und Lauchzwiebeln vergünstigten sich. Die übersichtlicheren Mengen an Rosenkohl aus den Niederlanden und Belgien verteuerten sich. Krause Petersilie blieb knapp. Italien machte sich mit frisch geerntetem Spitzkohl, Weisskohl und Palmkohl stärker bemerkbar.

Berlin
Das Interesse an marokkanischen Wollmispeln, Nisperos, war zu 4,- € je 1-kg-Steige gering. Einheimischer weißer Spargel kostete zwischen 12,- und 18,- € je kg, je nach Durchmesser. Der Umschlag erfolgte langsam und auch griechische und niederländische Produkte wurden recht wenig beachtet. Ab Wochenbeginn boten mehrere Händler sehr umfangreich italienische Gewürzkräuter im Topf an. Allerdings war der Zuspruch bei Forderungen von 1,30 bis 1,50 € je Topf verhalten.