Quelle: Couleur (pb)

Im Auszug der Marktbeobachtung von Obst und Gemüse, bereitgestellt von der deutschen Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), erhalten Sie einen kurzen Überblick für die KW 10 mit Zeitraum 02.03. – 06.03.2020. Eine voll umfängliche Marktinformation hinsichtlich der Preise und deren Entwicklung erhalten Sie unter dem nachfolgenden Link.

Äpfel
Weiterhin dominierte Deutschland mit Elstar, Jonagold und Boskoop. Insgesamt gesehen konnte die Qualität meistens überzeugen, sodass sich kein Abgabedruck aufbaute. Die Geschäfte verliefen in ruhigen Bahnen.

Birnen
Die Versorgung verminderte sich augenscheinlich, sie reichte trotzdem aus, um den Bedarf zu decken. Die europäischen Produkte verloren an Bedeutung, ihre Kampagne bog auf ihre Zielgerade ein. Dafür wuchsen die Zuströme aus der südlichen Hemisphäre an.

Tafeltrauben
Das breitgefächerte Sortiment verminderte sich summa summarum etwas. Die Qualität überzeugte oftmals. Das Interesse war durchaus freundlich. Generell gestaltete sich die Unterbringung roter Beeren schwierig.

Orangen
Spanien bestimmte bei den Blondorangen mit Lane Late und Navelate das Geschehen. Die Saison von Navelina endete und Navel waren kaum noch relevant. Die in diesem Jahr nicht besonders üppigen Anlieferungen aus der Türkei trafen speziell in München in Form von Washington Navel ein.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Auch wenn sich die Versorgung augenscheinlich einschränkte, konnte die Nachfrage ohne Probleme gedeckt werden, da sich die Abwicklung merklich entschleunigt hatte. Auf die Notierungen wirkten sich weder die begrenzten Anlieferungen noch der geschmälerte Zuspruch aus.

Zitronen
Spanische Primofiori gab es fast monopolartig. Das Interesse zeigte sich durchaus freundlich. Generell verharrten die Notierungen auf dem Level der 09. KW.

Bananen
Die Vermarktung verlief in der Regel höhepunklos in relativ ruhigen Bahnen. Die Anlieferungen aus den Reifereien wurden für gewöhnlich hinlänglich auf den unaufgeregten Zugriff abgestimmt.

Blumenkohl
Italien und Frankreich dominierten die Szenerie. Generell begrenzte sich die Versorgung. Insbesondere die Abladungen aus Frankreich verknappten sich, weshalb sie sich verteuerten. Letztlich stiegen auch die Notierungen der italienischen Chargen.

Salat
Zu teurer Eissalat aus Spanien generierte kaum Beachtung. Eine Räumung erschien unmöglich und die entstandenen Überhänge beeinträchtigten im Wochenverlauf die Preisentwicklung negativ.

Gurken
Die Anlieferungen aus Spanien und Griechenland schränkten sich ein. Das Interesse konnte nicht immer gestillt werden. Also tendierten die Notierungen nach oben, mitunter auch recht deutlich.

Tomaten
Die Geschäfte verliefen ziemlich uneinheitlich. Eine klare Linie war dabei aber nicht zu erkennen, wobei steigende Preise meist auf einer reduzierten Verfügbarkeit und abbröckelnde Bewertungen oftmals auf einer zu schwachen Nachfrage basierten.

Gemüsepaprika
Spanische Anlieferungen dominierten augenscheinlich vor den Importen aus der Türkei und Marokko. Die Versorgung hatte sich nicht wesentlich verändert. Auch das Interesse verharrte auf seinem bisherigen Niveau. Dennoch tendierten die Notierungen aufwärts, ab und an sogar recht deutlich.

Speisekartoffeln
Die einheimischen Angebote an Lagerware überzeugten fortlaufend mit einer ansehnlichen Qualität. Eine ausreichende Nachfrage sicherte für gewöhnlich stabile Bewertungen. Im Norden hatten Ferien das Interesse entschleunigt. Die Bereitstellung war im Vorfeld darauf abgestimmt worden, sodass die Notierungen konstant bleiben. Verschiedentlich bewirkte der Medien-Hype um Corona einen verstärkten Verkauf, ohne jedoch Engpässe zu verursachen. Italienische Bisestile-Offerten generierten örtlich trotz mengenbedingter Vergünstigungen weiterhin eine zu geringe Abnahme. Die Anfangsforderungen für echte Speisefrühkartoffeln aus Italien konnten die Händler nicht lange halten. Manchen Kunden war wegen der momentanen misslichen Situation die Herkunft Italien durchaus suspekt. Die Präsenz zyprischer Abladungen wuchs an. Eher selten ergaben sich daraus Verbilligungen. Die marokkanische Saison startete mit ersten Anlieferungen von Nicola.

Beiträge von deutschen Großmärkten

Frankfurt
Die Notierungen von Erdbeeren verfestigten sich bis zum Wochenende. So kostete niederländische Treibhausware zwischen 4,40 und 4,60 € je 500 g. Trotz Preisen von maximal 3,15 € je Bund wurde spanischer Grünspargel kaum beachtet. Ersten einheimischen weißen Spargel in Sortierung 14-18 mm wickelte man zu 18,- € je kg ab. Für dünne Stangen sollte man 12,- € je kg bezahlen. Qualitativ exklusive niederländische Stangen in 20-28 mm konnten problemlos vermarktet werden. Buschbohnen und Stangenbohnen vergünstigten sich. Auberginen und Zucchini suchten selbst zu gemäßigten Bewertungen Käufer. Die Präsenz von Bärlauch wuchs an, die Forderungen der Händler lagen bei 12,- bis 14,- € je Kiste mit 10 Bunde. Italienischer Barba di Frate, auch Mönchsbart genannt, konnte zu 18,- € je 12 Bund rasch umgeschlagen werden. Knappe krause Petersilie verteuerte sich auf 20,- € je 5-kgSteige. Italien stellte vermehrt Topfkräuter wie Thymian, Salbei und Rosmarin bereit.

Hamburg
Die Anlieferungen von spanischen Erdbeeren verminderten sich, wodurch belastende Überhänge schneller eliminiert werden konnten und die Notierungen anschließend anzogen. Begrenzter Rosenkohl aus den Niederlanden und Spinat aus Italien wurden teurer. Die Bewertungen von Buschbohnen aus dem Senegal stiegen infolge ausbleibender marokkanischer Importe an. Stangenbohnen vergünstigten sich dagegen. Niedrige Preise ermöglichten Auberginen und Zucchini mit konditionellen Mängeln eine flottere Platzierung. Das Corona-Virus zeigte Auswirkungen, denn sehr viel Obst und Gemüse aus Norditalien wurde von den Kunden verstärkt gemieden.

München
Es waren tageweise keine spanischen Erdbeeren zu bekommen, sodass italienische Chargen den Bedarf befriedigten. Spanische Kulturheidelbeeren gewannen an Bedeutung und verdrängten schon die südamerikanischen Partien. Die Versorgung mit Ananas, Mangos und Papayas reichte weiterhin kaum aus und die bisherigen Notierungen hatten Gültigkeit. Melonen aus Südamerika wurden bei fast frühlingshaften Temperaturen gute aufgenommen. Der Start von inländischem Spargel aus beheizten Anlagen gestaltete sich unaufgeregt. Die griechischen und italienischen Abladungen waren ebenso nur schwierig unterzubringen. Grüne Offerten stammte neben den praktisch ganzjährig verfügbare Überseeherkünften mittlerweile wieder aus Spanien, Italien und Griechenland. Erstmalig trafen Lauchzwiebeln und Bärlauch aus der Südpfalz ein. Buschbohnen und Stangenbohnen waren recht knapp und ihre hohen Preise hatten Bestand. Spitzkohl aus Spanien und Portugal verteuerte sich. Die Präsenz von einheimischem Wirsing verringerte sich. Auch Rosenkohl und Lauch aus dem Inland konnten nicht wie im bisherigen Umfang bereitgestellt werden. Erbsen aus Italien komplettierten das Sortiment.

Berlin
Bei spanischen Erdbeeren waren die Mengen, nachdem man sich in der Vorwoche mit vielen Handelsrückläufern geplagt hatte, merklich reduziert. Jedoch gab es verstärkt Artikel aus Italien, die auch qualitativ überzeugen konnten und angemessene Preise erzielten. Ein breites Angebot an Ananas, vorrangig aus Costa Rica, fand durchaus Käufer. Hier waren vor allem große Kaliber in der 5/6er Aufmachung zu 3,30 € je Stück gefragt. Bei Spargel verzeichnete man selten Interesse: Zwischen 10,- und 12,- € je kg sollten weißen Stangen kosten. Griechische Bundware generierte zu 3,20 € je kg spärliche Beachtung. Erster französischer Bärlauch stieß zu stolzen 18,- € je kg nur auf wenig Zuspruch.