Quelle: (pb)

Im Auszug der Marktbeobachtung von Obst und Gemüse, bereitgestellt von der deutschen Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), erhalten Sie einen kurzen Überblick für die KW 07 mit Zeitraum 10.02 – 14.02.2020. Eine voll umfängliche Marktinformation hinsichtlich der Preise und deren Entwicklung erhalten Sie unter dem nachfolgenden Link.

Äpfel
Deutsche Offerten bildeten die Basis der Warenpalette. Die Kondition überzeugte in der Regel, bloß punktuell ließ sie zu wünschen übrig. Bei den Früchten mit organoleptischen Mängeln waren Vergünstigungen selbstredend nicht zu vermeiden.

Birnen
Italienische Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ dominierten das Geschehen. Die Zufuhren aus Übersee dehnten sich augenscheinlich aus. Die Chargen aus Übersee konnten hinsichtlich ihrer Ausfärbung nicht befriedigen.

Tafeltrauben
Südafrikanische Offerten prägten die Geschäfte. Das Interesse war nicht besonders lebhaft. Eine reduzierte Bereitstellung sicherte in der Regel jedoch konstante Notierungen.

Orangen
Bei den Blondorangen konnte vorrangig auf Navelina aus Spanien zugegriffen werden. Bei den Blutorangen gab es hauptsächlich Moro und Tarocco aus Italien. Das schlechte Wetter wirkte sich positiv auf den Absatz aus.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Die regnerische und stürmische Witterung intensivierte die Verkäufe der überwiegenden spanischen Clemenvilla und israelischen Orri. Ein breitgefächertes Sortiment stand bereit, in dem spanische Nadorcott, Hernandina, Murcott und Tango das Fundament bildeten.

Zitronen
Spanische Primofiori herrschten wie zu diesem Saisonzeitpunkt gewohnt vor. Die Qualität ließ kaum Wünsche offen. Ein unaufgeregter Verkauf und ein ohne Probleme gestilltes Interesse sorgten für konstante Bewertungen.

Bananen
Die Unterbringung verlief fortwährend in ruhigen Bahnen. Die Zufuhren aus den Reifereien hatte man aber ganz gut auf die halbwegs passablen Absatzmöglichkeiten abgestimmt.

Blumenkohl
Italienische und französische Offerten prägten das Geschehen. Die Präsenz der spanischen Abladungen wuchs summa summarum an. Durch die verschärfte Konkurrenz konnten sich die Notierungen der französischen und italienischen Partien nicht auf ihrem Level der 06. KW halten.

Salat
Eissalat stammte ausschließlich aus Spanien. Die Verfügbarkeit hatte sich verstärkt, das Interesse hingegen nicht wesentlich. Also sackten die Notierungen ab. Eine Räumung gelang dennoch nicht immer.

Gurken
Bei den Schlangengurken prägten spanische und griechische Partien das Geschehen. Die Niederlande und Belgien beteiligten sich in einem größeren Rahmen an den Geschäften. Dies hatte unmittelbar Auswirkungen auf die Notierungen, denn diese bröckelten auf breiter Front ab.

Tomaten
Das Geschehen verlief uneinheitlich: Eine zu mächtige Verfügbarkeit, ein zu geringes Interesse, zu hohe Eingangsforderungen oder eine ungenügende Güte waren zu beobachten.

Gemüsepaprika
Spanische Partien dominierten vor türkischen und marokkanischen. Der Abverkauf gestaltete sich ohne besondere Vorkommnisse. Die Qualität ließ hier und da Wünsche offen, sodass sich eine weite Preisspanne etablierte.

Speisekartoffeln
Das unveränderte inländische Sortiment an Lagerware reichte fortwährend aus, um den Bedarf hinlänglich zu decken. Die Qualität konnte in der Regel durchweg überzeugen. Das Interesse stellte für gewöhnlich zufrieden. Allerdings hatte der Sturm lokal die Geschäfte etwas beeinträchtigt. Teilweise blieb der mobile Handel für ein bis zwei Tage geschlossen, was das Absatzvolumen verringerte. Die Notierungen oszillierten dabei recht konstant in ihren bisherigen Spannen. Die Importe an Speisefrühkartoffeln aus Zypern trafen zwar immer noch in einem begrenzten Rahmen ein, sie hatten sich aber im Laufe der Tage ein wenig verdichtet. Doch bloß vereinzelt mündete diese angestiegene Verfügbarkeit von Annabelle und Spunta in leichte Vergünstigungen. Generell sahen sich die Vertreiber wegen der übersichtlichen Versorgung nämlich nicht veranlasst, ihre Forderungen in diesem Sektor zu reduzieren. Neben italienischen Zuflüssen tauchten erstmals tunesische Spunta auf, die in 13,5-kg-Kunststoffsteigen 13,- € kosteten.

Beiträge von deutschen Großmärkten

Frankfurt
Per Flugzeug eingeführte australische Kirschen mit 32 mm+ sollten 28,- bis 30,- € je kg kosten. Für neuseeländische Aprikosen verlangte man 40,- € je 3-kg-Karton. Exklusive Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren konnten im Preis zulegen. Am Donnerstag startete die Saison von weißem Spargel mit 20 bis 28 mm aus niederländischen Glashäusern zu 14,- € je kg. Am Freitag gab es zudem griechische violette Produkte zu 7,50 bis 8,- € je kg. Erster niederländischer Rhabarber wurde zu 18,- bis 22,- € je 6-kg-Karton umgeschlagen. Die Notierungen von grünen Zucchini sanken deutlich. Für niederländische Auberginen mit 175 bis 225 g sollte man maximal 11,50 € je 5-kg-Karton bezahlen. Belgische Importe traten ab Donnerstag zu 10,- € je 5 kg auf. Bei Haushaltszwiebeln tauchten erste niederländische Offerten zu mindestens 10,- € je 25-kg-Sack auf. Bei spanischen Gemüsezwiebeln verhinderten innere Mängel teilweise bessere Absätze.

Hamburg
Kiwis aus dem Mittelmeerraum trafen nachfragegerecht ein und ihre Preise blieben konstant. Lose deutsche Speisemöhren verteuerten sich im oberen Markenbereich. Gemüsezwiebeln aus Spanien und Haushaltsware aus dem Inland mit äußerlich einwandfreier Beschaffenheit kosteten so viel wie zuvor. Die Notierungen von Ingwer aus Brasilien und Thailand kletterten aufwärts. Ersten weißen Spargel aus Griechenland brachte man zu 10,- € je 5-kg-Körben unter.

Köln
Das bisher dominierende spanische Angebot an Erdbeeren ergänzten in einem geringen Umfang niederländische Offerten. Das gesamte Obst- und Gemüsesortiment wurde eher in einem begrenzten Rahmen beachtet.

München
Aus Italien und Spanien flossen üppige Mengen an Erdbeeren zu. Die vor dem Valentinstag verbesserte Nachfrage sorgte für stabile bis leicht festere Notierungen. Bei Himbeeren blieb die große Preisdifferenz zwischen portugiesischen und kleinfallenden spanischen Artikel bestehen. Für südafrikanisches Steinobst intensivierte sich das Interesse nur marginal; chilenische Süßkirschen liefen bereits aus. Marokkanische Buschbohnen und Stangenbohnen sowie ägyptische Buschbohnen wurden mit konstanten Bewertungen umgeschlagen. Kürbisse verteuerten sich zum Kampagnenende. Auberginen und Zucchini vergünstigten sich kontinuierlich. Erster Spargel aus Griechenland traf ein.

Berlin
Aufgrund von den Gefährdungen durch das Sturmtief Sabine wurden zahlreiche Wochenmärkte zum Teil bis zum Mittwoch geschlossen. Das wirkte sich insbesondere auf die Absätze am Dienstag recht extrem aus, da kaum Kunden am Markt erschienen. Das Geschäft reduzierte sich damit auf die Gastronomie, die ihrerseits auch nicht viele Besucher erwartete. Erstaunlicherweise kamen am Montag doch noch ziemlich viele Käufer, um sich mit frischer Ware zu bevorraten. Vermutlich hatte man mit Lieferengpässen in den folgenden Tagen gerechnet, die indes nicht eintraten.