Bild: Jacqueline Macou (pb)

Im Auszug der Marktbeobachtung von Obst und Gemüse, bereitgestellt von der deutschen Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), erhalten Sie einen kurzen Überblick für die KW 06 mit Zeitraum 03.02 – 07.02.2020. Eine voll umfängliche Marktinformation hinsichtlich der Preise und deren Entwicklung erhalten Sie unter dem nachfolgenden Link.

Äpfel
Einheimische Chargen überwogen vor italienischen und französischen. Die Versorgung genügte, um die Nachfrage zu decken. Die vorherrschenden inländischen Elstar, Jonagold und Braeburn waren billiger als die italienische und französische Konkurrenz, was zu einer positiven Unterbringung führte.

Birnen
Italienische Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ dominierten. Das ruhige Interesse konnte durch die europäischen Erzeugnisse gestillt werden. Hinsichtlich der Preise waren keine besonderen Modifizierungen zu verzeichnen.

Tafeltrauben
Südafrikanische Zuströme dominierten offensichtlich das Geschehen. Es stand eine Vielzahl von Varietäten bereit, vorrangig Thompson Seedless, Sugraone sowie Prime Seedless, deren Präsenz allerdings merklich abnahm.

Orangen
Bei den Blutorangen herrschten italienische Moro und Tarocco vor. Die Erkältungszeit und die schlechte Witterung beschleunigten mancherorts die Abwicklung, was sich aber nicht erheblich auf die Bewertungen auswirkte.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Auf Mandarinen konnte noch in einem umfangreichen Rahmen zugegriffen werden. Spanische Anlieferungen prägten die Szenerie. Insgesamt mehrten sich die konditionellen Mängel. Zudem begrenzte sich punktuell das Interesse.

Zitronen
Spanische Primofiori herrschten augenscheinlich vor. Dank einer freundlichen Vermarktung veränderten sich die Bewertungen nur sehr selten.

Bananen
Das Maß des Angebots harmonierte für gewöhnlich hinlänglich mit der Intensität der eher ruhigen Nachfrage. Daher konnten die Vertreiber die verschiedentlichen Verteuerungen der vorangegangenen Woche meistens halten, zumal sich hier und da die Abnahme witterungsorientiert ein klein wenig verdichtet hatte.

Blumenkohl
Französische und italienische Anlieferungen überwogen vor spanischen und belgischen. Die Verfügbarkeit wuchs an. Das Interesse blieb indes eingeschränkt. Also bildeten sich manchmal Überhänge, die nur mittels Vergünstigungen abgebaut werden konnten.

Salat
Bei Eissalat herrschte Spanien fast monopolartig vor. Zum einen hatte sich die Versorgung ausgedehnt, zum anderen stagnierte die Nachfrage: Die Notierungen konnten ihr Niveau nicht mehr halten.

Gurken
Das äußerst spärliche Interesse stieß auf eine angewachsene Verfügbarkeit. In der Folge bröckelten die Notierungen ab. Aber auch dies belebte die Vermarktung nicht wesentlich, denn die Kunden sahen von einer vermehrten Order ab.

Tomaten
Ein umfangreiches, vielfältiges und ausgedehntes Sortiment stand bereit. Die Nachfrage hatte sich demgegenüber aber nicht sonderlich intensiviert.

Gemüsepaprika
Wie zuvor dominierten die spanischen vor den türkischen Anlieferungen. Generell befanden sich rote Produkte meist im Mittelpunkt der Vermarktung. Der Bedarf konnte mühelos befriedigt werden.

Speisekartoffeln
Das Sortiment an einheimischen Lagerofferten war breit aufgestellt. Deren Qualität vermochte unisono zu überzeugen.Die Zufuhren reichten aus, um den Bedarf hinlänglich zu decken. Die Notierungen bewegten sich für gewöhnlich auf einem unveränderten Niveau. Verschiedentlich hatten sich die Mengen ein wenig verringert. In diesen Fällen konnte häufiger an den unteren, vereinzelt an den oberen Spannengrenzen eine Befestigung der Preise verzeichnet werden. Die inländische Ware wurde kontinuierlich bevorzugt aufgenommen, da sie wesentlich günstiger als die Importe war. Frankreich ergänzte manchmal in einem marginalen Umfang. Die Zuflüsse aus dem Mittelmeerraum hatten nicht an Relevanz gewonnen, vielmehr schränkten sich die Zugänge aus Zypern bedingt durch die schlechte Witterung im Ursprungsland sogar ein. Zum einen konnten die Händler darauf beruhend ihre Forderungen anheben. Zum anderen vermieden sie Verteuerungen, um den schleppenden Verkauf nicht zusätzlich zu bremsen. Italienische Annabelle und Sieglinde, beide aus Bisestile-Anbau, komplettierten die Produktpalette.

Beiträge von deutschen Großmärkten

Frankfurt
Ananas verbilligten sich aufgrund angestiegener Zuströme. Erdbeeren waren zunächst rar und auch am Freitag gab es nur dosierte Zufuhren aus Italien, Griechenland und Spanien. Erste niederländische Erzeugnisse kosteten 4,- € je 500 g. Grünkohl blieb gesucht und knapp. Da kaum noch regionale Ware bereitstand, komplettierte französische zu 4,- € je kg und spanische zu 3,- bis 3,25 € je kg das Sortiment. Die Bewertungen von Auberginen und Zucchini bröckelten nach langer Zeit wieder ab. Erster einheimischer Rucola aus dem Gewächshaus sollte 6,50 bis 8,- € je 1-kg-Steige einbringen. Bei begrenzt vorrätigen Stangenbohnen kletterten die Notierungen auf 15,- bis 18,- € je 4-kg-Kollo. Die Nachfrage nach Kopfkohl kollidierte mit dem großen Angebot: Zu 0,25 € je kg generierte sich wenigstens etwas Beachtung. Die Abwicklung von günstigem belgischem und niederländischem Lauch beschleunigte sich.

Hamburg
Durch vermehrt auftretende konditionelle Mängel bei den marokkanischen Erdbeeren intensivierte sich der Verkaufsdruck auf die spanischen und griechischen Offerten. Inländischer Wirsing erfüllte immer seltener die geforderte Qualität. Alternativen aus Frankreich kosteten 0,95 € je kg. Wegen massiver Anlieferungen verbilligte sich spanischer Brokkoli. Artischocken aus Spanien vergünstigten sich mengenbedingt. Konkurrenzlose marokkanische Schneidebohnen in gleichmäßiger Sortierung verteuerten sich.

Köln
Der erste weiße Spargel aus den Niederlanden traf ein. Er war aber noch so fest bewertet, dass er kaum platziert werden konnte. Angesichts stolzer Einstandspreise von türkischen Auberginen fiel das Interesse sehr gering aus. Vergünstigungen verstärkten nachhaltig den Absatz von Zucchini

München
Die ausgedehnten Zufuhren von Erdbeeren aus Spanien und Süditalien überzeugten optisch immer häufiger, sie wurden jedoch nicht im erhofften Maße beachtet. Knappe Himbeeren von der iberischen Halbinsel blieben hoch bewertet. Bei Kulturheidelbeeren bestätigte sich die weite Preisspanne bei kleinen chilenischen und ansprechend aufgemachten, größeren marokkanischen Offerten. Südafrikanisches Steinobst und chilenische Süßkirschen hatten bei regnerischem und kaltem Wetter nur eingeschränkte Unterbringungsmöglichkeiten. Für Auberginen und Zucchini aus dem Mittelmeerraum senkten die Vertreiber ihre Forderungen aufgrund vermehrt auftretender Ware. Bundzwiebeln aus Italien und Ägypten wurden etwas billiger veräußert. Auch italienischer Kohlrabi vergünstigte sich. Die Notierungen von italienischer Petersilie stiegen an.

Berlin
Südafrikanische Steinfrüchte generierten ein geringes Interesse. Bei Beerenobst, insbesondere bei Heidelbeeren aus Peru und Chile, trafen umfangreiche Rückläufe aus dem organisierten LEH ein. Infolge schwacher organoleptischer Eigenschaften schlug man diese schon ab 1,- € je 125-g-Schälchen um. Kontinuierlich, aber in einem überschaubaren Rahmen wurde Spargel aus Peru angeliefert. Das Bund Grünspargel mit 410 bzw. 460 g kostete zwischen 4,- und 4,25 € und weißer Spargel ca. 3,20 € je 500 g. Gerade bei letzterem wurden häufig Bestände mit deutlichen Konditionsproblemen gesehen. Spanische Zucchini verbilligten sich sukzessive.