Bild: Renee Olmsted (pb)

Im Auszug der Marktbeobachtung von Obst und Gemüse, bereitgestellt von der deutschen Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), erhalten Sie einen kurzen Überblick für die KW 05 mit Zeitraum 27.01 – 31.01.2020. Eine voll umfängliche Marktinformation hinsichtlich der Preise und deren Entwicklung erhalten Sie unter dem nachfolgenden Link.

Äpfel
Inländische Früchte dominierten. Die Unterbringung gestaltete sich generell recht ruhig. Das Interesse konnte ohne Probleme gestillt werden.

Birnen
Italien herrschte mit Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ vor. Die nicht sonderlich stark ausgeprägte Nachfrage wurde ohne Schwierigkeiten befriedigt. Die Qualität ließ kaum Wünsche offen.

Tafeltrauben
Südafrikanische Importe dominierten: Vorrangig gab es Prime Seedless, Thompson Seedless und Sugraone. Die organoleptischen Eigenschaften überzeugten meist. Der Umschlag beschleunigte sich mancherorts erst zum Wochenende hin.

Orangen
Bei den Blondorangen bestimmten spanische Anlieferungen das Geschehen. Generell ließ die Qualität nur selten Wünsche offen. Die Nachfrage enttäuschte ab und zu, was indes keinen gravierenden Einfluss auf die Bewertungen hatte.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Die Präsenz von Clementinen schränkte sich kontinuierlich ein. Nur noch wenige spanische, italienische und marokkanische Partien suchten Käufer; ihre Kondition überzeugte nicht durchgängig.

Zitronen
Spanische Primofiori dominierten vor türkischen Enterdonato. Die Anlieferungen hatten sich generell zwar begrenzt, sie genügten aber, um den steten Bedarf zu befriedigen.

Bananen
Im Großen und Ganzen korrelierte die Versorgung weitgehend mit den Unterbringungsmöglichkeiten. Dennoch bewegten sich die Bewertungen mehrheitlich nach oben.

Blumenkohl
Es konnte vorrangig auf italienische und französische Zuströme zugegriffen werden. Außerdem gab es spanische und belgische Zufuhren, die hinsichtlich ihrer Qualität aber nicht immer überzeugten.

Salat
Kopfsalat stammte aus Belgien und Italien. Die Geschäfte verliefen reibungslos und die Bewertungen blieben meist stabil. Punktuell kletterten sie auch aufwärts, was auf einem intensivierten Interesse beruhte.

Gurken
Bei den Schlangengurken überwogen die spanischen vor den griechischen Partien. Die Verfügbarkeit hatte sich marginal ausgedehnt. Durch die in der Vorwoche angestiegenen Bewertungen griffen die Kunden ab Montag eher spärlich zu.

Tomaten
Ein breitgefächertes Sortiment stand bereit. Die Versorgung hatte sich ausgedehnt. Die Qualität ließ manchmal Wünsche offen; zu weiches Fleisch oder eine ungenügende Ausfärbung waren zu bemängeln. So etablierte sich mitunter eine weite Preisspanne.

Gemüsepaprika
Die spanischen Anlieferungen wuchsen augenscheinlich an und dominierten die Szenerie. Angebot und Nachfrage hielten sich in der Regel die Waage, sodass die Vertreiber nur selten dazu gezwungen wurden, ihre bisherigen Aufrufe zu modifizieren.

Speisekartoffeln
Mit einer breiten Produktpalette stand inländische Lagerware in guter Qualität ausreichend zur Verfügung. Man verzeichnete in der Regel eine unaufgeregte Nachfrage, manchen war sie zu ruhig. Da das Angebot aber genügend damit korrelierte, verharrten die Bewertungen unisono auf dem bisherigen Niveau. Verschiedentlich tendierten sie innerhalb ihrer bisherigen Spannen leicht nach oben. Hatte sich das Interesse jedoch etwas zu sehr abgeschwächt, ging der Trend der Notierungen graduell nach unten. Großfallende Erzeugnisse waren örtlich zwar begehrt, doch das zog keine Preissteigerungen nach sich. Die Speisefrühkartoffelimporte von Annabelle und Spunta aus Zypern blieben fortwährend überschaubar. Neben Annabelle gab es inzwischen auch Bisestile-Offerten von Sieglinde aus Italien. Da die Abladungen aus der Mittelmeerregion keinen Druck aufbauten, sahen sich die Händler nicht gezwungen ihre Forderungen zu modifizieren. Im Gegenzug hielten sich die Kunden zurück, da ihnen die Artikel recht teuer erschienen.

Beiträge von deutschen Großmärkten

Frankfurt
Das Interesse an südafrikanischem Steinobst blieb hinter den Erwartungen zurück. Erste chilenische Paraguayos tauchten zum Wochenbeginn auf. Erdbeeren aus Spanien, Griechenland und Italien waren inzwischen fast ausschließlich in 500-g-Schalen gepackt. Trotz eines insgesamt zu zögerlichen Zugriffs beteiligten sich ab Donnerstag marokkanische 8×250-g-Chargen an den Geschäften. Eingeschränkt vorrätige Ananas machten einen riesigen Preissprung auf bis zu 24,- € je 5/6er-Aufbereitung. Einstandsbedingt mussten die Forderungen für rote Zwiebeln nach oben angepasst werden. Auch spanische Gemüsezwiebeln verteuerten sich leicht. Die Bewertungen von Auberginen und Zucchini veränderten sich nicht. Einheimischer Grünkohl war knapp und kostete daher bis zu 2,10 € je kg. Für französische Alternativen sollte man stolze 2,40 bis 2,50 € je kg bezahlen. Steinpilze aus Südafrika wurden zu 42,- € je kg abgewickelt.

Hamburg
Süßkirschen mit Durchmesser 30 bis 32 mm+ aus Australien starteten zu 50,- € je 2-kg-Karton und in der Größe 32 bis 34 mm+ zu 56,- € je 2 kg. Erdbeeren aus Spanien trafen in 500-g-Schalen zu 2,20 € und in 1-kg-Steigen zu 4,50 € ein. Griechische Früchte in 500-g-Schälchen kosteten 2,- €. Ananas aus Costa Rica verteuerten sich. Für rote Pitahayas aus Indonesien forderten die Händler 18,- € je 2-kgKollo mit 5 oder 6 Stück. Mit dem Auftreten italienischer Zucchini gehörten die hohen Preise für spanische Partien der Vergangenheit an.

München
Die Anlieferungen von Erdbeeren aus Süditalien nahmen nur sehr moderat zu. Die Reifestadien der Artikel ließen weiterhin noch zu wünschen übrig; am gefälligsten zeigten sich griechische Produkte. Portugiesische Himbeeren präsentierten sich von der Qualität her besser als spanische, was sich auch in den Bewertungen niederschlug. Südafrikanisches Steinobst generierte weniger Zuspruch. Für chilenische Süßkirschen mussten die Forderungen daher nach unten korrigiert werden. Radicchio interessierte bezogen auf die Angebotsmenge zu selten. Die Notierungen von Zucchini und Auberginen blieben auf festem Niveau. Bei verstärkt zugeführtem Kohlrabi aus Italien öffnete sich die Preisspanne nach unten.

Berlin
Lauch kam aus Deutschland und inzwischen vermehrt aus den Niederlanden. Er überzeugte hinsichtlich seiner Güte. Türkische Chargen wurden nur vereinzelt abgewickelt. Zucchini aus Spanien litten unter dem Wintereinbruch in den Anbauregionen, was die Bewertungen auf bis zu 16,- € je 5-kgAbpackung trieb. Gleichzeitig erschienen zahlreiche konditionsschwache Rückläufer aus dem organisierten LEH, welche zu 1,- € je kg regelrecht in den Markt gedrückt wurden. Aus Italien gab es größere Offerten an Johannisbrot zu 15,- € je 5 kg.