Bild: Hans Braxmeier

In unserem Auszug der Marktbeobachtung von Obst und Gemüse, bereitgestellt von der deutschen Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), erhalten Sie einen kurzen Überblick für die KW 03 mit Zeitraum 13.01. – 17.01.2020 . Eine voll umfängliche Marktinformation hinsichtlich der Preise und deren Entwicklung erhalten Sie unter dem nachfolgenden Link.

Äpfel
Die Geschäfte verliefen augenscheinlich ohne Höhepunkte. Der Verkauf beschleunigte sich örtlich erst ab Donnerstag. Wie zu dieser Jahreszeit üblich prägten einheimische Artikel die Szenerie: insbesondere Elstar, Jonagold, Boskoop und Braeburn.

Birnen
Die Bedeutung der europäischen Chargen schränkte sich manchmal gehörig ein. Damit einhergehend stiegen die Bewertungen für einige Sorten an.

Tafeltrauben
Südafrika stellte zahlreiche Varietäten bereit. Bezüglich der Güte hatten die Käufer nur selten etwas zu bemängeln. Das ziemlich positive Interesse konnte ohne Anstrengungen gestillt werden, da sich die Abladungen verdichteten.

Orangen
Die zu hohen Temperaturen förderten nicht gerade die Vermarktung. Zudem war eine gewisse Sättigung der Kunden nicht zu verleugnen; die Unterbringung gelang nicht mehr so glatt wie zuvor.

Zitronen
Spanische Primofiori dominierten. Der Bedarf wurde ohne Schwierigkeiten befriedigt. Die Bewertungen blieben meistens auf dem Level der Vorwoche.

Bananen
Wie gewohnt passte die Bereitstellung ganz gut zu den Verkaufsmöglichkeiten. Das unaufgeregte, nur selten etwas lebhaftere Interesse konnte problemlos gestillt werden. In vielen Fällen verharrten die Notierungen daher auf ihrem bisherigen Niveau.

Blumenkohl
Italien und Frankreich prägten das Geschehen. Die Verfügbarkeit begrenzte sich. Der Bedarf konnte daraufhin nicht durchgängig befriedigt werden. Darum tendierten die Notierungen insgesamt nach oben.

Salat
Kopfsalat stammte aus Belgien und Italien. Die Nachfrage konnte problemlos gedeckt werden. Durch niedrigere Forderungen wurde der Umschlag meist intensiviert.

Gurken
Die Notierungen kannten nur eine Richtung: Bergauf. Nachtfröste schränkten die Ernte in den spanischen Anbaugebieten ein, sodass sich die Verfügbarkeit eher begrenzte als wie erwartet ausdehnte.

Tomaten
Die Versorgung reichte aus, um das Interesse zu stillen. Allerdings hatte sie sich vermindert, sodass die Kunden ab und zu tiefer in die Tasche greifen mussten. Jedoch waren auch Vergünstigungen zu erkennen, etwa dann, wenn die Qualität nicht zu überzeugen wusste.

Gemüsepaprika
Spanien dominierte augenscheinlich vor der Türkei und Marokko. Die Verfügbarkeit hatte sich ausgedehnt und genügte, um den Bedarf zu decken. Dieser war nicht besonders ausgeprägt. Die Preise bröckelten daraufhin meistens ab.

Speisekartoffeln
Die Märkte waren ausreichend mit qualitativ ansprechender einheimischer Lagerware ausgestattet. Obwohl sich die Nachfrage wegen des Ferienendes verschiedentlich verbessert hatte, berichtete man für gewöhnlich über gänzlich unaufgeregte Geschäfte. Gleichwohl war ein kontinuierlicher Warenabfluss zu beobachten. Das Maß der Versorgung und die Unterbringungsmöglichkeiten korrelierten genügend miteinander. In der Folge brauchten die Händler ihre Forderungen nicht zu modifizieren. Gern genommen wurden festkochende Varietäten. Örtlich gingen auch großfallende Knollen von Gala, Milva und Melody sehr gut.

Die Anlieferungen von Speisefrühkartoffeln blieben weiterhin in einem begrenzten Rahmen. Zypern sendete Annabelle und Spunta. Aus Italien trafen Bisestile-Offerten unter anderem aus der Gegend um Galatina ein. Sie waren in 12,5-kg-Holzsteigen abgepackt. Wegen der überschaubaren Mengen verharrten die Notierungen der Erzeugnisse aus dem Mittelmeerraum fortlaufend auf einem hohen Niveau. Daher verwunderte es nicht, dass es dem Absatz an Schwung mangelte. Dennoch sah sich niemand gezwungen, Vergünstigungen zu gewähren.

Beiträge von deutschen Großmärkten

Frankfurt
Die Bewertungen von spanischen Kakis stiegen leicht an. Italienische grüne Kiwis vergünstigten sich. Neben den schon etablierten peruanischen Heidelbeeren in 125-g-Schalen trafen mittlerweile chilenische Früchte in 3,8-kg-Steigen ein: Große Duke kosteten 4,75 € je kg. Frische italienische Erbsen und Dicke Bohnen wurden nach einer kurzen Pause wieder ins Sortiment aufgenommen. Einheimischer Grünkohl, ohne Strunk aufgemacht, konnte zu 6,50 bis 7,- € je 4-kg-Kiste flott platziert werden. Italien stellte Schwarzkohl bereit. Am Donnerstag tauchten kleinfallende billige Artischocken aus Ägypten auf. Die Verteuerungen bei den Auberginen und Zucchini kannten kein Ende, die Preise kletterten um ca. 25 % aufwärts. Auch im neuen Jahr blieb das Interesse an schwarzen und weißen Trüffeln erhalten. Für ab Mittwoch angelieferte sehr schöne Austernpilze aus Italien musste man 4,- € je kg bezahlen.

Hamburg
Spanische Himbeeren kosteten 1,85 € je 125-g-Schale. Auberginen aus Spanien mussten nochmals höher bewertet werden: Je 5-kg-Kiste sollte man zwischen 11,- und 13,25 € bezahlen. Avocados wurden nicht ausreichend nachgefragt. Der Abgabedruck schlug sich auf die Notierungen nieder, denn durch Vergünstigungen versuchten die Händler, Überhänge zu vermeiden. Spanische Zucchini verteuerten sich aufgrund eines eingeschränkten Angebotes auf maximal 13,75 € je 5 kg.

Köln
Bis einschließlich Mittwoch zeigte sich die Aufnahme generell sehr zähflüssig, auch das restliche Wochengeschäft konnte bei Weitem nicht zufriedenstellen. Selbst eine standweise modifizierte Produktpalette änderte daran nichts. So trafen etwa erste südafrikanische Aprikosen sowie italienische Zucchini ein. Nicht zuletzt witterungsbedingt verlief der Umschlag von Grünkohl und Rosenkohl ziemlich schleppend.

München
Erdbeeren aus der Mittelmeerregion wurden knapp ausreichend beachtet. Neben chilenischen Kirschen tauchten inzwischen Aprikosen, Pfirsiche, Nektarinen und Pflaumen aus der südlichen Hemisphäre auf. Bei den Beerenfrüchten spielten Importe aus Marokko und Zuströme aus Übersee eine gewichtige Rolle. Aus Spanien und Portugal kamen Himbeeren. Die Preise von Chicorée hatten sich auf einem niedrigeren Niveau eingependelt. Spanische Gemüsezwiebeln verteuerten sich leicht; Haushaltsware aus Österreich vergünstigte sich. Die Bewertungen von Zucchini und Auberginen stiegen recht deutlich, die von Lauch weniger an.

Berlin
Die Nachfrage nach Erdbeeren brach massiv ein und die spärlichen Offerten aus Griechenland konnten nur sehr langsam geräumt werden. Praktisch tonangebend waren die spanischen, marokkanischen und ägyptischen Rückläufer aus dem deutschen und niederländischen LEH, welche je nach Kondition höchstens 30 Cent je 250-g-Schale kosteten. Auberginen und Zucchini aus Spanien, Griechenland und der Türkei verteuerten sich infolge des Wintereinbruches in einigen Anbaugebieten merklich, was ihre Abwicklung augenscheinlich bremste.