Quelle: Pixabay

In unserem Auszug der Marktbeobachtung von Obst und Gemüse, bereitgestellt von der deutschen Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), erhalten Sie einen kurzen Überblick für die KW 02 mit Zeitraum 06.01. – 10.01.2020 . Eine voll umfängliche Marktinformation hinsichtlich der Preise und deren Entwicklung erhalten Sie unter dem nachfolgenden Link.

Äpfel
Deutsche Offerten dominierten kontinuierlich. Die Bereitstellung harmonierte häufig mit dem Bedarf. Der Kundenzuspruch zeigte sich dabei unterschiedlich: mal war er positiv, mal eingeschränkt. Summa summarum veränderten sich die Notierungen nicht wesentlich.

Birnen
Italien herrschte mit Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ vor. Generell konnte das oftmals ruhige Interesse ohne Schwierigkeiten gestillt werden. Mengeninduziert hoben die Händler ihre Forderungen punktuell an.

Tafeltrauben
Südafrika stellte eine Vielzahl von Kultivaren bereit. Brasilianische Chargen fehlten mancherorts und hatten insgesamt einen ergänzenden Charakter. Dasselbe war auch über die peruanischen Partien zu berichten.

Orangen
Von der Menge her überragten spanische Navelina die anderen Sorten bei Weitem. Ihre Kondition ließ allerdings punktuell zu wünschen übrig, weshalb sie sich ab und an vergünstigten.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Bei den Clementinen intensivierte sich der Übergang von Clemenules hin zu Clemenvilla. Die Qualität divergierte ab und an und die Bewertungen drifteten daraufhin punktuell auseinander.

Zitronen
Spanische Primofiori dominierten. Von südafrikanischen und türkischen Anlieferungen wurde das Sortiment ergänzt. Insgesamt veränderten sich die Notierungen nicht wesentlich.

Bananen
Zum Anfang des neuen Jahres verlief die Vermarktung überwiegend in unaufgeregten Bahnen. Teilweise bremsten die Weihnachtsferien noch den Abverkauf. Für gewöhnlich hatte man den Zufluss aus den Reifereien jedoch hinlänglich auf die eher begrenzten Absatzmöglichkeiten abgestimmt.

Blumenkohl
Italienische Abladungen herrschten vor. Summa summarum tendierten die Bewertungen aufwärts, da sich das Interesse ausgedehnt hatte und die Verfügbarkeit nicht zu üppig ausfiel.

Salat
Bei Kopfsalat dominierte Belgien vor Italien. Die Nachfrage konnte ohne Probleme gedeckt werden. Die Bewertungen zeigten insgesamt einen nach unten gerichteten Trend.

Gurken
Spanien bestimmte die Szenerie. Die Verfügbarkeit genügte, um den Bedarf zu befriedigen. Dennoch zogen die Bewertungen an, da sich zum einen die Güte der Chargen verbessert und zum anderen das Angebot eingeschränkt hatte.

Tomaten
Die Qualität überzeugte meist. Die durchaus freundliche Nachfrage, verschiedentlich wuchs sie kräftig an, konnte in der Regel ohne Schwierigkeiten gedeckt werden. Die Notierungen zeigten sich recht uneinheitlich und tendierten in beide Richtungen.

Gemüsepaprika
Spanien dominierte, die Türkei folgte von der Wichtigkeit her. Insgesamt verzeichnete man ein höhepunktloses Handelsgeschehen. Das Interesse konnte ohne Mühen gestillt werden.

Speisekartoffeln
Inländische Lagerware stand reichlich, aber nicht drängend bereit. Das Sortenspektrum blieb nahezu unverändert. Lediglich in Frankfurt wurde es mit Regina erweitert. Die Qualität vermochte durchweg zu überzeugen. Nach den ganzen Feiertagen verliefen die Geschäfte unisono in ruhigen Bahnen, gleichwohl sie sich nach den Ferien normalisiert und ein wenig verbessert hatten. Die Bewertungen verharrten für gewöhnlich auf einem recht konstanten Niveau. Die Importe an Speisefrühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum fielen fortwährend sehr überschaubar aus. Infolge der andauernd hohen Notierungen hielten sich die Kunden zurück. Bloß hier und da versuchten die Händler mittels leichter Vergünstigungen mehr Schwung in den Verkauf zu bringen. Ansonsten sah man sich zu diesem frühen Zeitpunkt der Kampagne kaum gezwungen, die Forderungen nach unten zu schrauben.

Beiträge von deutschen Großmärkten

Frankfurt
Erste spanische Erdbeeren in 250-g- und 400-g-Deckelschalen erreichten den Platz. Auch die Saison der portugiesischen Früchte startete am Donnerstag mit offenen 250-g-Schälchen. Die anfänglichen Aufrufe von 2,70 bis 2,80 € waren jedoch nicht zu halten und mussten auf ca. 2,- € je 250 g reduziert werden. Chilenische Süßkirschen in 32/34 mm kosteten 20,- € je kg, für kleinere Artikel sollte man 11,- € je kg bezahlen. Die Einstandspreise von grünen Zucchini und Auberginen kletterten fast täglich nach oben, was die Abwicklung entschleunigte. Besondere italienische Gemüseraritäten wie Catalogna (Blattzichorie) und Puntarelle (Spargelchicorée) und die beiden Salate Radicchio Rosso di Treviso Tardivo und Radicchio Variegato di Castelfranco trafen auf einen aufnahmefähigen Markt. Chinakohl, Grünkohl und Rosenkohl waren gesucht. Spanische Gemüsezwiebeln verteuerten sich aufgrund angestiegener Eingangsforderungen.

Hamburg
Erste Süßkirschen aus Chile, Lapins in der Größe 30 mm+, kosteten 18,- € je kg. Neben Erdbeeren aus Ägypten stand seit Jahresbeginn Ware aus Spanien und Marokko bereit. Geschmacklich war noch Raum nach oben, sodass Forderungen von 1,20 bis 1,50 € je 250g-Schale kaum realisiert werden konnten. Für ergänzende griechische Partien musste man 2,70 € je 500-g-Verpackung bezahlen. Französische Walnüsse aus Grenoble in verschiedenen Kalibern wurden zu 4,- € je kg umgeschlagen. Haselnüsse mit Durchmesser 24 mm+ waren für 5,90 € je kg zu haben. Die kaltnasse Jahreszeit machte Appetit auf deutschen Grünkohl. Die Preise von spanischen Auberginen und Zucchini wurden sukzessive nach oben korrigiert, da sich durch die ungünstigen Witterungsbedingungen die Mengen deutlich verringerten. Als Alternative boten sich Zucchini aus Marokko an, die zu niedrigeren Notierungen zu haben waren.

München
Das Sortiment von Erdbeeren setzte sich lediglich aus ersten spanischen und nicht zu umfangreichen ägyptischen Zuströmen zusammen. Die langsam auslaufende Saison von Kakis führte zu dosierten Anlieferungen und sich stabilisierenden Preisen. Belgischer Chicorée verbilligte sich. Lauch wurde teurer. Die Notierungen von Auberginen und Zucchini veränderten sich zunächst nicht, erst zum Wochenende hin tendierten sie aufwärts. Die Bewertungen von Hokkaidokürbissen verfestigten sich. Die Verkäufer konnten die Aufrufe für Buschbohnen anheben. Stangenbohnen und Brokkoli vergünstigten sich.

Berlin
Grapefruits trafen in einem verstärkten Rahmen aus der Türkei ein. Die Händlervorstellungen lagen bei 11,- € je 15-kg-Steige mit 36 Stück und bei 15,50 € je 40 Stück. Die südafrikanischen Partien kosteten 15,- € je 35 Stück. Für weiße Früchte aus Florida sollten bis zu 44,- € je 17-kg-Steige und für spanische Erzeugnisse 20,- € je 14 kg bezahlt werden. Zu 20,- € je kg wurden kalifornische Kirschen eher zögernd aufgenommen. Auch mit Preissenkungen auf 16,- € je kg gab es kaum Interessenten.