Bildunterschrift: Warenvielfalt im Frankfurter Frischezentrum. (Bildnachweis: GMH/ Ghomri Wolf-Khosrowi)

Warenvielfalt im Frankfurter Frischezentrum. Archivbild: GMH/ Ghomri Wolf-Khosrowi

Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin

KW 26 / 17 vom 05.07.2017 für den Zeitraum 26.06. – 30.06.2017

Frankfurt

Bei den inländischen Pflaumen traten neben Ruth Gerstetter in 10-kg-Holzsteigen schon erste Herman auf. Die Verfügbarkeit fiel insgesamt sehr gering aus. Goccia d´Oro aus Italien wurden zu 1,80 € je kg gerne gekauft; Ruth Gerstetter waren zu unreif und stießen kaum auf Zuspruch. Die Kurse für hinreichend an die Unterbringungsmöglichkeiten angepasste Abladungen von Heidelbeeren aus deutschem Tunnelanbau blieben stabil. Die üppigen Mengen von Himbeeren mussten mit massiven Vergünstigungen abgesetzt werden. Die Abwicklung von Wassermelonen stockte, sodass die Händler ihre Aufrufe senkten. Südafrika stellte ab Donnerstag wieder Orangen, Navel, aus neuer Ernte bereit. Stangenbohnen aus Marokko und Spanien verteuerten sich, belgische waren mit 6,- bis 7,- € je 4 kg hingegen recht billig. Der Bedarf an grünen und gelben Zucchini konnte mit einheimischen Chargen gedeckt werden. Wegen eingeschränkter Zufuhren aus der Pfalz stillten bei Auberginen belgische und niederländische Offerten das Interesse. Deutscher Rucola war ab der Wochenmitte knapp und gesucht. Serbische Pfifferlinge wurden je nach Sortierung zu 7,- bis 10,50 € je kg platziert. Die Bewertungen von Steinpilzen zogen leicht auf 21,- bis 23,- € je kg an.

Hamburg

Polnische Walderdbeeren starteten zu 4,75 € je 500-g-Korb in die Saison. Aufgrund einer kontinuierlichen Versorgung mit losen und gelegten dunkel- und gelbschaligen Pflaumen aus Spanien und Italien tendierten die Notierungen abwärts. Die Preise für Melonen aus Südeuropa bröckelten oftmals ab, was den anschließenden Kundenzugriff merklich verbesserte. Die Nachfrage nach niederländischen Auberginen konnte mit den Anlieferungen nicht Schritt halten, weshalb die Forderungen nach unten korrigiert werden mussten. Dies betraf letztlich auch Partien aus dem Inland und der Türkei.

Köln

Der Bedarf an Pflaumen wurden durch spanische Produkte befriedigt. Zum Ende der Woche traten vermehrt italienische Erzeugnisse auf, was auf spanischer Seite zu Verbilligungen führte. München Der Absatz von Melonen gestaltete sich infolge der hohen Temperaturen freundlicher. Der Handel mit Beeren wurde vom sommerlichen Wetter weiterhin positiv beeinflusst: Das Interesse an Himbeeren, Kulturheidelbeeren, Brombeeren, roten und schwarzen Johannisbeeren sowie an Stachelbeeren aus Deutschland und Polen stieg an. Trotz des immer umfangreicheren Angebotes an italienischen frischen Feigen konnten sich brasilianische Früchte am Markt behaupten. Die Unterbringungsmöglichkeiten von Rhabarber zeigten sich parallel zu den Abladungen stark rückläufig. Zucchini aus diversen Ländern waren sehr üppig verfügbar, weshalb die Kurse absackten. Für zunehmende inländische Mengen an Buschbohnen und Stangenbohnen musste man die Forderungen senken. Nach der traditionell zum Johannitag zu Ende gehenden Saison von Spargel wurden vereinzelt noch von aufzugebenden Flächen stammende Offerten abgewickelt, wobei grüne Stangen bloß einen geringen Anteil am Geschäft innehatten. Pfifferlinge aus Rumänien, Bulgarien, Serbien und dem Kosovo vergünstigten sich. Eher knappe Steinpilze verteuerten sich dagegen.

Berlin

In Zusammenhang mit dem muslimischen Ramadan wurden vermehrt ansprechende Datteln bereitgestellt. Es gab zum einen preiswerte getrocknete tunesische Produkte, die nur 0,60 € je 200 g kosteten, und zum anderen frische südafrikanische Erzeugnisse, für die man 58,- € je 5 kg zahlen musste. Ab Wochenbeginn wuchs die Präsenz von einheimischen Kulturheidelbeeren an. Die Notierungen lagen bei stolzen 3,30 bis 3,60 € je 250 g. Die Versorgung mit Limetten, Brokkoli und Chinakohl schränkte sich augenscheinlich ein.

Quelle:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident: Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn