Bild: K+S AKTIENGESELLSCHAFT
  • Abbau der Verschuldung um deutlich mehr als 2 Mrd. € bis Ende 2021
  • Verkaufsprozess der Operativen Einheit Americas gestartet
  • Umfassende Neuausrichtung und Restrukturierung von K+S
  • Fokus auf Düngemittelgeschäft und Spezialitäten
  • Solide finanzielle Basis für zukünftiges Wachstum
  • Geschäftsjahr 2019: Moderater Anstieg des EBITDA und positiver freier Cashflow
  • Dividendenvorschlag für 2019: 0,15 Euro/Aktie (2018: 0,25 Euro/Aktie)
  • Ausblick 2020: EBITDA zwischen 500 und 620 Mio. € erwartet (2019: 640 Mio. €)

K+S wird die Operative Einheit Americas, in der das nord- und südamerikanische Salzgeschäft gebündelt ist, vollständig verkaufen. Mit einer Verkaufsvereinbarung (Signing) wird noch in diesem Jahr gerechnet. Bei der damit einhergehenden Fokussierung auf das Kerngeschäft mit mineralischen Düngemitteln und Spezialitäten wird das Unternehmen die laufenden Effizienz- und Produktivitätssteigerungen konsequent fortsetzen. Zukunftsorientierte Lösungen im Umweltbereich stehen dabei genauso im Mittelpunkt der Arbeit.

„Der Verkauf unseres starken amerikanischen Salzgeschäfts ist eine entscheidende Weichenstellung für die zukünftige Entwicklung von K+S. Nach intensiver Prüfung ist das die beste Option, um die zwingend erforderliche Entschuldung des Unternehmens zu erreichen.“ sagt Dr. Burkhard Lohr, Vorstandsvorsitzender von K+S.

Mit dem Verkauf erfolgt eine umfassende Neuausrichtung von K+S. Alle Standorte müssen nachhaltig einen positiven freien Cashflow erzielen. Hinzu kommt eine umfangreiche Restrukturierung der Organisationsstrukturen sowie eine neue Dimensionierung der Verwaltungsfunktionen mit dem Ziel einer spürbaren Kostensenkung.

Nach Abschluss der Transaktion wird K+S auf Basis einer soliden Finanzausstattung zum schlanken, performanceorientierten Anbieter von Düngemitteln und Spezialitäten weiterentwickelt. Ein Anteilsverkauf am neuen Kaliwerk Bethune in Kanada ist nicht geplant.

„Nach der Neuaufstellung von K+S richten wir in der sich anschließenden Wachstumsphase unseren Fokus auf den Ausbau des ertragsstarken Geschäfts mit Düngemittelspezialitäten“, so Dr. Lohr weiter.

K+S wird nach dem Signing über Einzelheiten zur Transaktion, zur notwendigen Restrukturierung sowie zu mittelfristigen Optionen für die Entwicklung des neu aufgestellten Geschäfts informieren.

Abbau der Verschuldung

Mit der Umsetzung aller Maßnahmen wird ein Abbau der Verschuldung in den nächsten zwei Jahren um deutlich mehr als 2 Mrd. € möglich. Zugleich werden die Voraussetzungen für ein stabiles Cross Over Rating geschaffen.

Geschäftsjahr 2019
Moderater Anstieg des operativen Ergebnisses

K+S hat das operative Ergebnis (EBITDA) im Geschäftsjahr 2019 moderat um 6 % auf 640 Mio. € gesteigert. Der Konzernumsatz blieb 2019 bei knapp über 4 Mrd. € nahezu stabil. Trotz eingetrübter Rahmenbedingungen im zweiten Halbjahr erzielte das Unternehmen 2019 mit 140 Mio. € (2018: -206 Mio. €) erstmals seit 2013 wieder einen positiven bereinigten freien Cashflow. Der Verschuldungsgrad (Nettofinanzver-bindlichkeiten/EBITDA) verringerte sich zum Jahresende 2019 auf das 4,9-fache (31.12.2018: 5,3-fache). Höhere Durchschnittspreise für Kalidüngemittel im Vergleich zum Vorjahr wirkten sich insbesondere in der ersten Jahreshälfte positiv auf die Ergebnisentwicklung aus. Dem standen Produktionskürzungen und insgesamt gestiegene Kosten gegenüber.

„2019 war für uns erneut ein sehr herausforderndes Jahr. Nach einem guten Start im ersten Halbjahr haben die Abschwächung des Kalimarktes sowie der milde Winter in Europa im weiteren Jahresverlauf unsere Geschäftsentwicklung beeinträchtigt“, sagt Dr. Lohr. „Trotz dieser widrigen Umstände ist es uns dennoch gelungen, im Jahr 2019 unser Ergebnis zu steigern und wie versprochen erstmals seit sechs Jahren wieder einen positiven freien Cashflow zu erzielen. Gleichzeitig haben wir unsere Hausaufgaben erledigt und wichtige Meilensteine erreicht.“

Produktqualität in Bethune verbessert

Durch weitere Verbesserungen im Herstellungsprozess erlangt die Produktqualität mittlerweile das von den Kunden und dem Unternehmen selbst erwartete, hohe Niveau.

Keine abwasserbedingten Stillstände

Das Abwassermanagement am Werk Werra wurde unter anderem durch einen untertägigen, temporären Zwischenspeicher für salzhaltige Produktionsabwässer im Jahr 2019 weiter optimiert. So konnten im Jahr 2019 trotz erneut langanhaltender Trockenheit witterungsbedingte Stillstände in der Produktion vermieden werden.

Mehr als 100 Mio. € Synergien erreicht

Mit der Realisierung von Synergien ist K+S sehr gut voran gekommen. Mehr als 100 Mio. Euro wurden in der Verwaltung, im Einkauf, in der Logistik, der Produktion sowie bei Vertrieb und Marketing bereits realisiert. Das sind gut zwei Drittel der Zielsetzung, ab Ende 2020 mehr als 150 Mio. Euro Synergien pro Jahr zu erreichen.

Ergebnisprognose für 2020

Der Ausblick für das laufende Jahr wird durch zahlreiche Unsicherheiten erschwert. Noch fehlt bei den Kalimärkten in Übersee die Orientierung, insbesondere weil der wichtige Vertragsabschluss in China weiter auf sich warten lässt. Hinzu kommt, dass Auswirkungen mit der weiteren Ausbreitung des Coronavirus nicht prognostizierbar sind. Aus heutiger Sicht ist erst im zweiten Halbjahr 2020 mit einer Stabilisierung der Preise für Kaliumchlorid auf einem spürbar höheren Niveau zu rechnen. Vor diesem Hintergrund wird das EBITDA in einer Bandbreite zwischen 500 und 620 Mio. € erwartet (2019: 640 Mio. €). Dabei stehen im Kundensegment Landwirtschaft negative Preiseffekte einem höheren Absatz nach den Produktionskürzungen im Vorjahr gegenüber. Nach dem schwachen Start des Auftausalzgeschäfts im ersten Quartal 2020 ist im Kundensegment Gemeinden mit einer insgesamt geringeren Absatzmenge als im Vorjahr zu rechnen.

Weitere Informationen zum Geschäftsjahr 2019 und dem Ausblick entnehmen Sie bitte aus dem Link zum K+S Geschäftsbericht 2019 .

Zukunftsbezogene Aussagen
Diese Presseinformation enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der K+S Gruppe und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken – wie sie beispielsweise im Risikobericht des aktuellen Geschäftsberichtes genannt werden – eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in dieser Presseinformation enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.