Quelle: Pixabay

(STA) Nach Berichten, dass die Polizei aus Nord-Mazedonien, ein Kilo Kokain in einer Bananensendung von Derby entdeckt hat, sagte der Eigentümer der Marke, die slowenische Firma Rastoder, dass sie das Ziel eines kriminellen Kartells sei.

Laut Medienberichten aus dem Balkan kam die in Derby-Kisten verpackte Lieferung aus Südamerika und war über die Balkanländer nach Italien unterwegs.

Die Bananen kamen aus Südamerika mit einem Schiff nach Montenegro, danach wurde ein Teil der Sendung über Albanien und Nord-Mazedonien transportiert. Die in den Bananen versteckten Drogen waren angeblich für den Verkauf in Nord-Mazedonien bestimmt.

Nach Angaben der mazedonischen Polizei wurde mit der Verhaftung eine wichtige Schmuggelroute zerschlagen, über die etwa 1,3 Tonnen Kokain nach Westeuropa geschmuggelt worden waren.

Rastoder gab eine Erklärung ab, wonach die festgenommenen Verdächtigen nicht mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht werden. Aus zugänglichen Daten gehe hervor, dass gegen Rastoder nicht polizeilich ermittelt werde.

Das Unternehmen sagte, die kriminellen Ringe missbrauchten offensichtlich Lieferwege aus Südamerika für ihre kriminellen Aktivitäten.

Das Unternehmen ist der Ansicht, dass es sich um einen Fall von systemischem Missbrauch handelt, und stellte fest, dass die Lieferung aus Nord-Mazedonien alle Sicherheitskontrollen bestanden habe, zuletzt im Hafen von Bar in Montenegro.

Ein solcher Missbrauch der Lieferkanäle ist weder in Südamerika noch in Europa selten; allein im Jahr 2020 wurden in Dänemark, Costa Rica, Ecuador, Bulgarien und Nord-Mazedonien mehr als eine Tonne illegaler Substanzen beschlagnahmt.

Rastoder sagte, er habe seine Zusammenarbeit mit dem Bananenlieferanten vorsorglich ausgesetzt, sobald die kokainhaltige Lieferung in Nord-Mazedonien entdeckt worden sei.

Ende Januar fand zudem wegen anderer „Ungereimtheiten“ bereits eine polizeiliche Untersuchung in einem der Derby-Lagerhäuser des „Bananenkönigs“, Izet Rastoder, statt.