MIO – Marktinformation Ost

Mecklenburg – Vorpommern

Diese Woche werden voraussichtlich die letzten Speisekartoffeln der Ernte 2018 gerodet. So wird noch etwas Feldware gepackt. Der überwiegende Teil der Packware kommt aber inzwischen aus dem Lager. Für diese Lagerware werden Aufschläge von 2 bis 4 EUR/ dt gezahlt. Zumindest teilweise tragen die Handelsketten diese Preiserhöhungen mit. Der Absatz im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern plätschert soeben weg, immer wieder von Werbeaktionen aufgepeppt. Wie lange diese Saison Speiseware für die Regionalprogramme in ausreichender Qualität zur Verfügung stehen wird, ist noch ungewiss. Menge und Qualität können dieses Jahr nicht zufrieden stellen. Das Geschäft in der Ab- Hofvermarktung ist gut angelaufen. Es wird nicht übermäßig bevorratet, aber die Nachfrage ist besser als gedacht. Die Schälkartoffelpreise bleiben auf dem Vorwochenniveau, Preiserhöhungen wurden für die kommenden Wochen bereits angekündigt.

Brandenburg

Nach wie vor wird Feldware aus der Börde (Sachsen-Anhalt) verpackt. Die Versorgungssituation mit mehlig kochenden und festkochenden Knollen ist äußerst angespannt. Lagerware ist knapp. Packware kann zum Teil nicht sortengerecht geliefert werden. Die Erzeugerpreise für Lagerkartoffeln wurden kräftig angehoben. Die höheren Preise wurden größtenteils im Handel durchgesetzt. Qualitativ sehr gute Ware ist nur zu hohen Preisen zu bekommen. Trotz unzureichender Verfügbarkeit laufen hier und da Werbeaktionen in den Handelsketten, meist in kleineren Gebindegrößen. Discounter punkten mit neuen Verpackungen. Die Schälkartoffelpreise verharren auf Vorwochenniveau.

Sachsen

Die Erzeugerpreise für Speiseware, sowie die Preise für Schälkartoffeln bleiben unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche. Unverändert bleibt auch die knappe Versorgungslage mit Speisekartoffeln aus der Region. Übergebietlicher Zukauf ist schwierig. So kommt der anhaltend ruhige Absatz im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern den Packern derzeit entgegen. Angebot und Nachfrage decken sich. Große Gebindegrößen zu ungewohnt hohen Preisen werden zurzeit im LEH kaum abgesetzt. In der Direktvermarktung ab Hof wurden die Preise zum Teil angehoben.

Sachsen – Anhalt

Die Kartoffelernte ist hierzulande nach wie vor nicht abgeschlossen. Die große Trockenheit der vergangenen Monate bedarf für bessere Rodebedingungen teils Regenmengen von bis zu 30 Litern, möglichst gleichmäßig verteilt. Um Rodebeschädigungen und Klutenanteil etwas zu reduzieren, wird sehr langsam gerodet. Im Vergleich zur Vorwoche haben sich die Erzeugerpreise nicht geändert. Die Preisanhebungen der vergangenen Woche für Lagerware wurden größtenteils vom Lebensmitteleinzelhandel akzeptiert. Im Versandhandel haben die erhöhte Preise das Exportgeschehen in die östlichen Nachbarländer lahmgelegt. Die Schälkartoffelpreise verharren auf Vorwochenniveau. Für Anfang November sind seitens der Schälkartoffelproduzenten Preiserhöhungen angedacht. Rohware ist teurer geworden bei teils unzureichender Qualität.

Thüringen

Es wird weiterhin frische Feldware direkt vom Feld zu den Packern geliefert. Durch die langanhaltende Trockenheit ist das Rodetempo sehr gering, um die Kartoffelbeschädigungen und den Klutenanteil im Erntegut in Maßen zu halten. Lagerware gelangt bislang kaum in die Abpackung. Entsprechend unverändert ist das Niveau der Erzeugerpreise für Speiseware im Vergleich zur Vorwoche geblieben. Der Absatz von Speiseware in den Handelsketten verläuft unverändert ruhig. Die Preise für rohe und gedämpfte Schälware sind stabil auf dem Niveau der vergangenen Woche.

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