Quelle: LALLF

In dieser Woche werden voraussichtlich die letzten Speisekartoffeln der Ernte 2017 im Berichtsgebiet in heimische Handelsketten geliefert. Nach wie vor sind insbesondere in der Küstenregion Lagerkartoffeln gefragt. Diese laufen diese Woche aus und werden in der kommenden Woche von Frühkartoffeln aus der Region ersetzt. Das Frühkartoffelangebot aus Deutschland nimmt stetig zu. Importware wird kaum noch gepackt. Restbestände aus Spanien, Portugal und Israel laufen aus. Der Bedarf an packfähiger Speiseware wird vor allem aus Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, der Pfalz und dem Breisgau gedeckt. In Thüringen und Sachsen steht ebenfalls schon heimische festschalige Ware zur Verfügung. Die Bezugspreise für Packstationen haben sich im Vergleich zur Vorwoche spürbar ermäßigt. Für Frühkartoffeln aus dem Raum Hannover werden Erzeugerpreise von 26 EUR/dt für vorwiegend festkochende Speiseware genannt. Mehlig kochende und festkochende Knollen kosten 2 EUR/dt mehr. Für Speisekartoffeln aus der Pfalz, dem Breisgau und Sachsen-Anhalt werden vergleichbare Preise gezahlt.

Spätestens Ende Juli wird das Angebot regionaler schalenfester Speisware deutlich zunehmen. Je nach Wasserversorgung und Bodenart werden die Erträge sehr differenziert ausfallen. Auf Standorten ohne Beregnung erwarten insbesondere Landwirte im Raum Sachsen-Anhalt, Mecklenburg – Vorpommern und Brandenburg infolge der enormen Trockenheit und Hitze unterdurchschnittliche Erträge. Auf einigen Standorten in Sachsen – Anhalt hat es 14 Wochen lang nicht geregnet. Das Kraut ist schwach entwickelt, so dass die Dämme frei liegen und Sonne und Wind den Boden austrocknen. Die Knollengröße und Knollenanzahl sind stark reduziert. Auf den schweren Lehmböden kann zum Teil nicht geerntet werde, da der Boden fest wie Beton ist.

Die Preise für geschälte und gedämpfte Schälkartoffeln haben das Niveau der Vorwoche gehalten, Die Schälausbeuten bei der Verwendung alterntiger Kühlhausware gehen deutlich zurück. In den kommenden Wochen stellen Schälkartoffelproduzenten vielerorts auf neuerntige Kartoffeln um. Entsprechend werden die Schälkartoffelpreise anziehen. Durch die Schulferien ist der Umsatz an Schälkartoffeln und auch an Packware wie erwartet zurückgegangen.

Quelle: LALLF