Quelle: LALFF

Nach wie vor werden in einigen wenigen Regionen im Erfassungsgebiet heimische Speisekartoffeln aus der Ernte 2017 abgepackt. Teils wird diese qualitativ gute Kühlhausware in 5 kg Gebinden in Discountern der Küstenregion angeboten. Restbestände aus der alten Ernte bleiben ebenfalls noch für die Schälung verfügbar. Ein Teil dieser Ware wird als Futterkartoffeln für die Kleintierproduzenten ab Hof vermarktet. Kleinstmengen alterntiger Ware fließen diese Woche noch in den Export.

Die Versorgung des ostdeutschen Speisekartoffelmarktes mit Frühkartoffeln aus dem Ausland neigt sich dem Ende zu. In dieser Kalenderwoche werden vielerorts die letzten diesjährigen Frühkartoffeln aus Spanien und Israel abgepackt. Das Preisniveau für die Importware ist zuletzt stark unter Druck geraten, was sich letztendlich auch auf die Preise für deutsche Frühkartoffeln ausgewirkt hat. Diese kommen größtenteils aus der Pfalz, dem Breisgau und zunehmend aus Niedersachsen. Der Fokus der Handelsketten liegt jetzt auf den deutschen Frühkartoffeln, welche vielerorts eine gute Qualität und Größe aufweisen. Für frühe Speiseware aus Niedersachsen werden Erzeugerpreise Mitte 30 EUR/dt genannt. Pfälzer Ware und Ware aus dem Breisgau ist bis zu 5 EUR/dt teurer. Aber auch eigene vor Ort angebaute Kartoffeln werden abgepackt. Der Absatz der Packware im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern ist vielerorts zufriedenstellend. Während an der Küste bedingt durchviele Urlauber der mengenmäßige Absatz von Pack-und Schälware sehr gut ist, sind in anderen südlichen Bundesländern der Region ferienbedingt die Absatzzahlen der Packer und Schäler gesunken.

In dieser Woche haben vereinzelt erste Schälbetriebe auf neuerntige Kartoffeln umgestellt. Viele Schäler haben jedoch noch alterntige Knollen zur Verfügung, welche noch sehr gutes Kochverhalten und Geschmack aufweisen. Einige Schälkartoffelproduzenten haben eine Umstellung auf Frühkartoffeln ab Mitte Juli angekündigt. Noch verharren die Schälkartoffelpreise überwiegend auf dem Preisniveau der Vorwoche.

Aus vielen Gebieten im Erfassungsgebiet werden inzwischen auch Auswirkungen der anhaltenden Trockenheit auf die Kartoffelbestände gemeldet. Auf den leichten sandigen Böden im Land Brandenburg zeichnen sich Totalausfälle auf nicht beregneten Flächen ab. Andernorts wird trotz Beregnung von unterdurchschnittlichen Erträgen berichtet. Der Knollenansatz ist zu gering. Je nach Bodenart, Niederschlagsmenge, Beregnungsmöglichkeit und Pflanzzeitpunkt werden die Kartoffelerträge voraussichtlich stark streuen.

Quelle: LALLF