Quelle: LALLF

Mecklenburg – Vorpommern
Die Himmelfahrtswoche hat das Absatzgeschehen im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern deutlich angekurbelt. Einige Werbeaktionen sind in den Handelsketten
gelaufen. Das schöne sonnige Wetter lockte viele Urlauber an die Küste, so dass auch der Bedarf an Schälkartoffeln in der Gastronomie massiv anzog. Die Preise für die
alterntige Kühlhausware und für die Schälkartoffeln bleiben unverändert auf dem Vorwochenwert. Der Mengenanteil der ägyptischen Frühkartoffeln im Packgeschäft liegt bei
knapp 20%. Der Preis für diese Importware beträgt zwischen 38 und 40 EUR/dt. Noch sind keine spanischen Frühkartoffeln im Angebot. In der Vorwoche hat es hier und da
etwas geregnet. Auf den leichten sandigen Böden werden die Kartoffelbestände bereits beregnet.

Brandenburg
Die Erzeugerpreise für alterntige Speisekartoffeln bleiben wiederholt auf Vorwochenniveau. Die ägyptischen Frühkartoffeln, welche hierzulande schon in der Packung einen
Mengenanteil von ungefähr 50% einnehmen, werden knapp. Das betrifft insbesondere die mehlig kochenden Knollen. Die Lieferung der spanischen Frühkartoffeln, welche
ursprünglich bereits zu Pfingsten eintreffen sollten, verzögert sich um 1 bis 2 Wochen. Das Preisniveau für die Schälkartoffeln verharrt ebenfalls fest auf dem Niveau der
vergangenen Woche. Wenn es keine gravierenden Qualitätsprobleme gibt, werden die alterntigen Kartoffelmengen für die Schälung voraussichtlich bis zum Beginn der
Sommerferien reichen. Insbesondere auf den Sandböden werden dringend Niederschläge für die Pflanzenentwicklung benötigt.

Sachsen
Nach wie vor sind ausreichend Kartoffeln aus der Ernte 2017 in zufriedenstellender Qualität verfügbar. Das Preisniveau für diese Ware hat sich nicht verändert. Einen
Lagerzuschlag für Kühlhausware gibt es nach wie vor nicht. Das Angebot an ägyptischen Frühkartoffeln nimmt ab. Die Ankunft der spanischen Importe verzögert sich.
Israelische Frühkartoffeln sind auch noch nicht üppig am Markt verfügbar. So kommt etwas Musik in das Kartoffelgeschäft. Während die Ägypter zuletzt um die 40 EUR/dt
gehandelt wurden, müssen für die israelischen Frühen zwischen 50 und 52 EUR/dt gezahlt werden. Die Schälkartoffelpreise sind stabil. Die Feldbestände entwickeln sich gut,
benötigen jedoch für einen guten Ertrag Niederschlag.

Sachsen – Anhalt
Das Feiertagsgeschehen bringt Belebung in das Kartoffelgeschäft. Packer berichten von erhöhter Nachfrage durch die Handelsketten. Das Versandhandelsgeschäft im Inland
hat davon hier und da auch etwas profitiert, die heimischen Mengen bleiben aber überschaubar. Der Absatz von Speiseware nach Polen und Tschechien läuft stetig weiter.
Das Preisniveau für regionale alterntige Speiseware bleibt unverändert auf Vorwochenniveau. Die Preise für Schälkartoffeln verharren ebenfalls auf dem Vorwochenwert.
Preisveränderungen werden erst erwartet, wenn die ersten Frühkartoffeln geschält werden. Die Verarbeitungssorte Agria wurde diese Woche für 10 bis 11 EUR/dt ab Station
verkauft. Die Nachfrage für den Export nach Süd – und Osteuropa hatte sich zuletzt etwas belebt. Die angekündigten Regenfälle zum Herrentag blieben vielerorts aus, so dass
dringend Wasser für die Pflanzenentwicklung benötigt wird.

Thüringen
Der Anteil der importierten Frühkartoffeln im Packgeschäft nimmt zu. Teils beträgt der Mengenanteil der ägyptischen Frühkartoffeln zwischen 20 und 25%, teils werden
zugunsten der israelischen Frühen derzeit nur noch die Reste der ägyptischen Frühen verpackt. Für die Ägypter werden Preise um die 40 EUR/dt genannt. Für die israelische
Importware werden bis zu 52 EUR/dt verlangt. In der Vorwoche wurden durch den Feiertag höhere Absatzzahlen im Packgeschäft erreicht. Für das Pfingstfest wird weiterhin
ein höherer Bedarf im LEH erhofft. Die Schälkartoffelpreise sind stabil. Die Kartoffeln sind gut aufgelaufen auf dem Feld. Während es vor allem in den westlichen Landesteilen
zum Teil reichlich geregnet hat, fehlt andernorts Wasser.

Quelle: LALLF