Quelle: Pixabay
Nach Informationen des Schweizer Bundesamt für Landwirtschaft (BLW), sind Karotten das mit Abstand wichtigste Schweizer Bio-Gemüse. 19 % des mengenmäßigen Bio-Gemüseabsatzes im Detailhandel ging von 2016-18 auf ihr Konto, wobei der Absatz letztes Jahr leicht zurückging. Der Preis stieg in den letzten Jahren tendenziell an.

(Auszug des Marktbericht Bio für das 4. Quartal 2018)

Karottenabsatz nimmt ab
Betrachtet man den Karottenabsatz im Detailhandel in den letzten drei Jahren, so stellt man einen leichten Rückgang fest. Im Jahr 2016 wurden 43.494 t Karotten verkauft. In den folgenden Jahren sank der Absatz um 1.1 % bzw. 1.5 % auf 42.353 t im Jahr 2018. Bei den Bio-Karotten stieg der Absatz 2017 im Vergleich zum Vorjahr noch um 3.2 % auf 8.736 t. 2018 sank er allerdings wieder um 3.6 % auf 8.425 t. Ein Grund für diese Entwicklung dürfte das immer vielfältigere Gemüseangebot im Detailhandel sein. So hat man mit gelben Pfälzerkarotten, Pastinaken oder Süßkartoffeln immer mehr Alternativen zu den Karotten bei den Wurzel- und Knollengemüsen.

Bio-Preis steigt leicht
Anhand der Jahresmittelwerte der monatlichen Bio-Karottenpreise seit 2008 wird deutlich, dass diese von 2011 bis 2016 kontinuierlich stiegen und in den letzten beiden Jahren relativ konstant waren.

Anders sieht es beim Preis für konventionelle Karotten aus. Dieser hat über den gesamten Betrachtungszeitraum gesehen einen leicht negativen Trend, blieb aber über die letzten drei Jahre nahezu konstant. Folglich stieg die Differenz zwischen dem biologischen und dem konventionellen Preis an. In den Jahren 200812 lag sie bei durchschnittlich 1.18 Fr. und von 2013-18 bei 1.84 Fr. Das entspricht einem Anstieg um 55%.

Je höher der Wohlstand, desto weniger Karotten, dafür Bio
Betrachtet man das Einkaufsverhalten von Haushalten in der Schweiz anhand des Konsumentenpanels von Nielsen, so wird deutlich, dass die im Detailhandel eingekaufte Menge Karotten mit zunehmendem Wohlstand des Haushalts abnimmt. Der Wohlstand dürfte allerdings negativ mit der Haushaltsgröße korrelieren. Single-Haushalte sind tendenziell wohlhabender als kinderreiche Haushalte, die häufig preisbewusster einkaufen müssen. Mit steigendem Wohlstand nimmt hingegen der Bio-Anteil am Karotteneinkauf zu. Der Bio-Karottenanteil beläuft sich bei Haushalten mit geringem Wohlstand auf 16 % und bei Haushalten mit hohem Wohlstand auf 27 %. Karotten auf dem Land beliebt Weiter zeigen die Paneldaten, dass in ländlichen Haushalten 30 % mehr Karotten konsumiert werden als in städtischen Haushalten. Ein möglicher Erklärungsfaktor könnte sein, dass ländliche Haushalte tendenziell größer sind als städtische Haushalte.

Karotten auf dem Land beliebt

Weiter zeigen die Paneldaten, dass in ländlichen Haushalten 30 % mehr Karotten konsumiert werden als in städtischen Haushalten. Ein möglicher Erklärungsfaktor könnte sein, dass ländliche Haushalte tendenziell größer sind als städtische Haushalte.

Allerdings liegt der Bio-Anteil am Karotteneinkauf in städtischen Haushalten mit 20 % deutlich höher als in ländlichen Haushalten (16 %). Die Analyse macht deutlich, dass traditionelle Gemüse wie Karotten den Gemüsemarkt weiter deutlich dominieren, der Konsum jedoch je nach Haushalts- und Einkommensstruktur variiert.

 

Anhang / Download