EU-Delegation in China -Quelle: EEAS - europa.eu

Junglandwirte der EU und China tauschten Ideen für landwirtschaftliche Innovationen aus

Das im April 2017 von Phil Hogan, Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, und dem chinesischen Agrarminister Han Changfu vorgestellte Junglandwirteprogramm EU-China wurde ins Leben gerufen, um die doppelten Herausforderungen des Aufbaus eines nachhaltigen Agrarsektors und der Generationserneuerung im Sektor zu bewältigen. Landwirte aus beiden Regionen der Welt konnten so verschiedene Techniken entdecken, die von ihren Kollegen angewandt wurden, und ein besseres Verständnis darüber erhalten, wie beide Seiten an den gemeinsamen Problemen arbeiten, mit denen sie konfrontiert sind.

Vier Gruppen junger Landwirte, zwei aus der EU und zwei aus China, hatten die Möglichkeit, in die Länder des jeweils anderen Landes zu reisen. Während ihres Besuchs wurde die europäische Gruppe mit den innovativen Arbeiten des Zhuang City Center for Agricultural Sciences vertraut gemacht, das neue und futuristische landwirtschaftliche Techniken entwickelt hat. Monika Linkowska, eine Teilnehmerin aus Polen, sagte: „Ich war beeindruckt von den hochmodernen Demonstrations- und Forschungszentren, Milch- und Schweinefarmen, Tee-, Mango- und Drachenfruchtplantagen sowie Lebensmittel-verarbeitungsunternehmen, die wir besucht haben.“

Die jungen Landwirte untersuchten auch verschiedene Techniken zur Verringerung des Pestizid- und Düngemitteleinsatzes, einschließlich der Verwendung von ökologischen Landbauverfahren.

EU-Delegation in China -Quelle: EEAS – europa.eu

Die Herausforderungen für europäische und chinesische Landwirte betreffen jedoch nicht nur die Umwelt. Die Bereitstellung eines guten Lebensstandards für die Landwirte ist auch eine zentrale Herausforderung. Im Rahmen des Programms wurde auch untersucht, wie neue Lösungen für Marktprobleme den Lebensunterhalt der Landwirtschaft verbessern und die Landwirtschaft für junge Menschen attraktiver machen können.

Zu den Marktproblemen, die sowohl chinesische als auch europäische Junglandwirte betreffen, zählen die Schwierigkeit, Zugang zu Krediten oder Land zu erhalten oder einen angemessenen Preis für ihre Produkte zu erzielen. Junge Landwirte in beiden Ländern sind häufig Mitglieder von Genossenschaften, die zur Abmilderung dieser Probleme beitragen können, und alle Gruppen wollten die Unterschiede zwischen Erzeugerorganisationen in Europa und Genossenschaften in China entdecken.

In Belgien besuchte die chinesische Delegation die Belorta-Genossenschaft und ihr Auktionszentrum. Dort wurde gezeigt, wie Genossenschaften fortschrittliche Technologien einsetzen können, um die Kosten zu senken und den potenziellen Verkaufspreis ihrer Produkte zu erhöhen. Cheng Ziang aus der Provinz Shanxi war beeindruckt von dem, was er sah: „Bei der zukünftigen Entwicklung unserer neuen Genossenschaft werden wir die Anpassung und Integration einiger Ideen und Praktiken der EU durchführen.“

China-Delegation in Europa – Quelle: EEAS – europa.eu

Nach dem Ende des Programms machten beide Gruppen junger Landwirte eine Reihe politischer Vorschläge. Diese Ideen, die auf ihren Erfahrungen während der Studienreise aufbauen, werden sowohl der EU als auch China helfen, junge Landwirte anzuziehen und den Lebensstandard der bestehenden Arbeitnehmer im Agrarsektor zu verbessern. Beide Gruppen äußerten den Wunsch, weiter zusammenzuarbeiten und ihre Ergebnisse an ihre Kollegen in der Heimat weiterzugeben.

 

Anhang / Link