Jordanische Gemüseanbauer produzieren immer nachhaltiger

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Bild: WUR

In Jordanien wird Gemüse hauptsächlich in Plastiktunnelgewächshäusern angebaut. Eine kostengünstige Lösung. Aber die Produktion pro Quadratmeter ist gering, vor allem wenn man den Wasserverbrauch berücksichtigt. Und Wasser, Jordan braucht das. Die Business Unit Greenhouse Horticulture der Wageningen University & Research unterstützte zwei jordanische Gemüseanbauer erfolgreich bei der Umstellung auf eine modernere Anbauform.

An dem Projekt nahmen zwei Erzeuger teil: einer im Jordantal und einer im Hochland in der Nähe der Hauptstadt Amman. Auf den Höfen der beiden Erzeuger wurde ein Gewächshaus von rund 7.000 Quadratmetern installiert, das unter anderem moderne Geräte für die Bewässerung enthielt. Bei der Gestaltung der Gewächshäuser standen unter anderem die Witterungsbedingungen und die finanzielle Leistungsfähigkeit der Erzeuger im Vordergrund: Sie mussten jeweils 50% der Kosten tragen.

Höhere Erträge im ersten Jahr
Die Kosten im Jordantal waren mit Sicherheit höher als im ersten Jahr (die Ergebnisse des anderen Anbaus sind noch nicht bekannt). Der Wasserverbrauch sank um 40 bis 50%, die Produktion pro Quadratmeter stieg um 30 bis 40%. Auf der anderen Seite sind die Kosten pro Quadratmeter höher: Beim alten Gewächshaus lagen sie über einen Zeitraum von 10 Jahren bei 7 € pro Quadratmeter, beim neuen Gewächshaus über einen Zeitraum von 20 Jahren bei 50 €.

Mehr Einsicht und Bewusstsein
Die positiven Ergebnisse waren nicht nur das Ergebnis moderner Techniken. Die Erzeuger und ihre Angestellten erhielten eine gute Ausbildung. Außerdem wurden die Erzeuger unter anderem gebeten, die Bewässerung zu registrieren. Dies führte nicht nur zu Einsichten in den Verbrauch, sondern sorgte auch dafür, dass die Erzeuger sich der Geschäftstätigkeit bewusster wurden und sich mit dem System der Pflanzenregistrierung vertraut machten.

Das jordanische Projekt endete Ende 2019. Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch nicht bekannt, ob es eine Nachuntersuchung geben wird. Wenn das Projekt verlängert wird, wird in jedem Fall die Verbreitung von Wissen unter anderen Landwirten, beispielsweise durch Demonstrationsunternehmen, berücksichtigt.