Bild: John Deere
  • Die Umsätze stiegen um 4 % im vierten Quartal und um 5 % im Geschäftsjahr 2019
  • Die Sparte Bau- und Forstmaschinen verzeichnet höhere Umsätze und Gewinne im Geschäftsjahr 2019
  • Die Nettogewinn-Erwartung für 2020 liegt zwischen 2,7 bis 3,1 Milliarden US-$ und spiegelt die Unsicherheit im Maschinengeschäft wider

MOLINE, Illinois –  Deere & Company erwirtschaftet im vierten Quartal des Geschäftsjahres (03. November 2019) einen Nettogewinn von 722 Millionen US-$ bzw. 2,27 US-$ je Aktie. Im Vorjahr lag das Quartalsergebnis zum Stichtag 28. Oktober 2018 bei 785 Millionen US-$ bzw. 2,42 US-$ je Aktie. Im Geschäftsjahr 2019 erreichte der auf Deere & Company entfallende Nettogewinn 3,253 Milliarden US-$ (2,368 Milliarden US-$ in 2018) bzw. 10,15 US-$ (7,24 US-$ in 2018) je Aktie.

Weltweit stiegen die Umsatzerlöse und sonstigen Erträge im vierten Quartal und im Geschäftsjahr um 5 % auf 9,896 Milliarden US-$ bzw. 39,258 Milliarden US-$ in den jeweiligen Perioden. Dabei beliefen sich die Maschinenumsätze auf 8,703 Milliarden US-$ im vierten Quartal (8,343 Milliarden US-$) bzw. auf 34,886 Milliarden US-$ (33,351 Milliarden US-$) im Geschäftsjahr.

„Das Geschäftsergebnis von John Deere ist von der Unsicherheit des Agrarsektors geprägt″, so der CEO von Deere & Company, John C. May. „Die anhaltenden Handelskonflikte und schwierigen Aussaat- und Erntebedingungen haben bei den Landwirten zu verringerten Investitionen in neue Maschinen geführt. Außerdem ist das Finanzierungsgeschäft durch höhere Verluste im Leasinggeschäft unter Druck geraten. Gleichzeitig ist die gesamtwirtschaftliche Lage aber weiterhin positiv. Dies trägt zu höherer Nachfrage bei kleineren Maschinen bei und führte zu soliden Ergebnissen im Bereich der Bau- und Forstmaschinen, der einen Rekord bei Umsatz und Nettogewinn hatte.″

Geschäftsverlauf

Der auf Deere & Company entfallende Nettogewinn für das Geschäftsjahr 2020 wird voraussichtlich zwischen 2,7 und 3,1 Milliarden US-$ liegen.

„Ungeachtet der aktuellen Herausforderungen ist der Ausblick für unser Geschäft weiterhin positiv und die Zukunft für Deere & Company vielversprechend″, erläuterte John C. May. „Wir sind fest davon überzeugt, dass wir durch die Einführung der Präzisionstechnologie gut aufgestellt sind und uns damit zum führenden Anbieter von intelligenten, effizienten und nachhaltigen Lösungen entwickelt haben. Gleichzeitig halten wir an der erfolgreichen Umsetzung unseres Strategieplans fest. Mit zahlreichen Maßnahmen zur Entwicklung einer schlankeren Unternehmensstruktur, können wir schneller und agiler operieren. Wir sind sicher, dass diese Maßnahmen die Effizienz verbessern werden und dem Unternehmen helfen, die Ressourcen und Investitionen in den Bereichen zu bündeln, in denen sie den größten Einfluss auf unsere Leistungsfähigkeit haben.″

Deere & CompanyViertes QuartalGeschäftsjahr
In Mio. US-$20192018Diff.20192018Diff.
Umsatzerlöse und Erträge$ 9.896$ 9.4165%$ 39.258$ 37.3585%
Überschuss$ 722$ 785-8%$ 3.253$ 2.36837%
Ergebnis je Aktie (EPS),verwässert (diluted EPS)$ 2,27$ 2,42$ 10,15$ 7,24
Überschuss – angepasst$ 681$ 748-9%$ 3.185$ 3.0734%
Ergebnis je Aktie (EPS),unverwässert (adjusted)$ 2,14$ 2,30$ 9,94$ 9,39

Der Nettogewinn im vierten Quartal und im Geschäftsjahr 2019 wurde durch leichte Anpassung der Rückstellungen für die Ertragssteuern, inklusive der Anpassungen, die durch die Verabschiedung der US-Steuerreformgesetzgebung entstanden sind beeinflusst. Die auf die Steuerreform bezogenen Anpassungen betrugen 41 Millionen US-$ bzw. 68 Millionen US-$ für die jeweilige Periode. Informationen zu den non-GAAP Finanz-Methoden finden Sie im Anhang der Original Pressemeldung. Die geringfügige Anpassung der Rücklagen für Ertragssteuern im Rahmen der US-Steuerreform wirkten sich im Vorjahr auf das Quartalsergebnis mit 37 Millionen US-$ vorteilhaft und auf das Jahresergebnis mit 705 Millionen US-$ unvorteilhaft aus.

Maschinenumsätze

Viertes QuartalGeschäftsjahr
In Mio. US-$20192018Diff.20192018Diff.
Umsatzerlöse$ 8.703$ 8.3434%$ 34.886$ 33.3515%
Betriebsgewinn$ 788$ 862 -9%$ 3.721$ 3.6841%
Überschuss$ 631$ 51423%$ 2.698$ 1.40492%
Ungünstige (günstige)
Anpassungen d. Steuerreform(41)72(65)1.045
Überschuss o. Steuerreform$ 590$ 5861%$ 2.633$ 2.4498%

Für die Beurteilung der Umsätze und Gewinne werden die Sparten Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege sowie Bau- und Forstmaschinen nachfolgend dargestellt. Die Wirtgen Group ist mit den kompletten zwölf Monaten berücksichtigt, während im Vorjahr nur zehn Monate erfasst wurden. Die beiden zusätzlichen Monate haben 2019 mit 1 % zu den Umsätzen des Unternehmens beigetragen. Der Nettogewinn des vierten Quartals und des Geschäftsjahrs 2019 wurde durch geringfügige Anpassungen bei den Rückstellungen für die Ertragssteuern positiv beeinflusst.

Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege

Viertes QuartalGeschäftsjahr
In Mio. US-$20192018Diff.20192018Diff.
Umsatzerlöse$ 5.756$ 5.6053%$ 23.666$ 23.1912%
Betriebsgewinn$ 527$ 567-7%$ 2.506$ 2.816-11%
Umsatzrendite9,2%10,1%10,6%12,1%

Die Umsätze mit Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege sind im vierten Quartal und im Geschäftsjahr 2019 gestiegen. Gründe waren bessere Preise und größere Liefermengen. Der positive Effekt wurde teilweise durch ungünstige Umrechnungskurse ausgeglichen. Das Ergebnis der Sparte sank in beiden Perioden. Das Quartalsergebnis wurde vor allem durch höhere Produktions- und Vertriebskosten sowie gestiegene Administrations- und Gemeinkosten beeinflusst. Darüber hinaus wirkten sich ungünstige Umrechnungskurse sowie höhere Kosten für Forschung und Entwicklung nachteilig aus. Das Jahresergebnis sank vor allem aufgrund höherer Produktionskosten, ungünstige Umrechnungskurse und verstärkten Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung. Weitere Faktoren sind höhere Ausgaben im Bereich Vertrieb, Administration und Gemeinkosten. Ferner wirkte sich der ungünstige Produktmix aus. Höhere Liefermengen konnten die Effekte teilweise ausgleichen. Außerdem wirkten sich in beiden Perioden höhere Preise positiv aus.

Bau- und Forstmaschinen

Viertes QuartalGeschäftsjahr
In Mio. US-$20192018Diff.20192018Diff.
Umsatzerlöse$ 2.947$ 2.7388%$ 11.220$ 10.16010%
Betriebsgewinn$ 261$ 295-12%$ 1.215$ 86840%
Umsatzrendite8,9%10,8%10,8%8,5%

Die Umsätze im Bau- und Forstmaschinenbereich stiegen im vierten Quartal und im Geschäftsjahr. Gründe dafür waren vor allem größere Liefermengen und höhere Preise, wobei der Effekt durch ungünstige Umrechnungskurse teilweise ausgeglichen wurde. Die Einbeziehung der Wirtgen Group Umsätze aus den zusätzlichen zwei Monaten im Jahr 2019 trug mit 4 % zum Anstieg der Jahresumsätze bei. Der Wirtgen Group Betriebsgewinn lag bei 67 Millionen US$ im Quartal und 343 Millionen US-$ im Geschäftsjahr 2019, im den Vorjahreszeiträumen waren es 79 Millionen US-$ bzw. 116 Millionen US-$. Lässt man Wirtgen außer Betracht, wurde das schwächere Ergebnis der Bau- und Forstmaschinen Sparte im vierten Quartal durch höhere Produktions- und Vertriebskosten sowie gestiegen Ausgaben im Bereich Administrations- und Gemeinkosten verursacht. Außerdem war der Produktmix ungünstiger. Insgesamt wurden die Effekte durch höhere Liefermengen und bessere Preise teilweise ausgeglichen. Das Jahresergebnis (ohne Wirtgen Group) ist gestiegen, wobei sich höhere Preise und größere Liefermengen positiv auswirkten. Das Ergebnis wurde teilweise durch höhere Produktionskosten und einen ungünstigen Produktmix kompensiert.

Financial Services

Viertes QuartalGeschäftsjahr
In Mio. US-$20192018Diff.20192018Diff.
Überschuss$ 90$ 261-66%$ 539$ 942-43%
Ungünstige (günstige) Anpassungen
d. Steuerreform(109)(3)(341)-99%
Überschuss ohne Steuerreform$ 90$ 152-41%$ 536$ 601-11%

Ohne die Anpassungen im Rahmen der US-Steuerreform ist das gesunkene Ergebnis im Finanzierungsgeschäft im Quartal und Geschäftsjahr 2019 vor allem auf Beeinträchtigungen und höhere Verluste bei den der Abschreibung von Leasing-Restwerten und ungünstigen Zinsspannen zurückzuführen. Das Ergebnis profitierte von einem höheren durchschnittlichen Finanzierungsbestand. Auf das Quartalsergebnis wirkte sich außerdem geringere Rückstellungen für Verluste im Kreditgeschäft aus.

Marktlage und Ausblick (jährlich)

In Mio. US-$UmsatzerlöseUmrechnungskursePreisrealisierung
Landmaschinen / Maschinen für
die Rasen- und Grundstückspflege  -5 bis -10% -1% +2%
Bau- & Forstmaschinen-10 bis -15%-1%+1%
John Deere FinancialÜberschuss $ 600

Marktlage und Ausblick

Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege. Die weltweiten Umsätze des Unternehmens mit Landmaschinen sowie Maschinen für die Rasen- und Grundstückpflege werden 2020 voraussichtlich um 5 bis 10 % sinken, wobei ungünstige Umrechnungskurse mit 1 % berücksichtigt sind. In den Vereinigten Staaten und Kanada werden die Landmaschinenumsätze der Branche 2020 voraussichtlich um ca. 5 % niedriger ausfallen. Dieser Rückgang ist vor allem auf eine geringere Nachfrage nach leistungsstarken Maschinen zurückzuführen. In den EU28-Märkten werden die Branchenumsätze in 2020 voraussichtlich gleich bleiben. In Südamerika wird bei Traktoren und Mähdreschern ein ähnlicher Umsatz wie im vergangenen Geschäftsjahr erwartet. In Asien werden die Umsätze etwa gleich hoch ausfallen wie im Vorjahr. Die Umsätze der Branche mit Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege werden in den Vereinigten Staaten und Kanada 2020 voraussichtlich stabil bleiben.

Bau- und Forstmaschinen. Die weltweiten John Deere Umsätze mit Bau- und Forstmaschinen werden 2020 voraussichtlich um 10 bis 15 % niedriger ausfallen, wobei ungünstige Umrechnungskurse mit 1 % zu Buche schlagen dürften. Der Ausblick beruht auf einer nachlassenden Baukonjunktur und der Anpassung der Maschinenbestände bei den Vertriebspartnern. Im Forstmaschinenbereich wird für die Branche weltweit ein vergleichbarer Umsatz wie im Vorjahr erwartet.

Finanzierungsgeschäft. Im Geschäftsjahr 2020 wird der auf Deere & Company entfallende Nettogewinn voraussichtlich von niedrigeren Verlusten im Kreditgeschäft und dem höheren durchschnittlichen Finanzierungsbestand profitieren. Es wird eine teilweise Kompensation durch höhere Risikovorsorge im Kreditgeschäft sowie niedrigere Zinsspannen und steigende Vertriebs- und Verwaltungskosten erwartet.

Wichtiger Hinweis: Dies ist eine auszugsweise Übersetzung der Pressemitteilung von Deere & Company, Moline, USA. Verbindlich ist ausschließlich die Original-Pressemitteilung einschließlich des darin enthaltenen „Safe Harbor Statement‟ in englischer Sprache.

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