Ja! Natürlich Geschäftsführerin Martina Hörmer mit Energy Globe Award Gründer Wolfgang Neumann - Bildrechte: WKÖ DMC Leithner

Energy Globe World Award 2018:
Ja! Natürlich Green Packaging erhält weltweit bedeutendsten Umweltpreis

Wiener Neudorf, Januar 2019. Bei der in Yazed im Iran stattgefundenen diesjährigen Verleihung des Energy Globe World Awards, am 29.01., wurde Ja! Natürlich für die Erfolge im Bereich Green Packaging unter insgesamt 2.300 Einreichungen aus 182 Ländern mit dem Ehrenpreis der Jury ausgezeichnet. Der vom österreichischen Umwelt-Pionier Wolfgang Neumann vor 20 Jahren ins Leben gerufene Energy Globe Award gilt als weltweit bedeutendster Umweltpreis, mit dem jährlich national wie international herausragende, nachhaltige Projekte mit Fokus auf Ressourcenschonung, Energieeffizienz und Einsatz erneuerbarer Energien in fünf Kategorien gewürdigt werden. Ziel der Jury unter Vorsitz der indischen Ministerin Maneka Gandhi ist es, innovative und nachhaltige Projekte einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

„Wir freuen uns sehr und danken der Jury für die Anerkennung unserer schon acht Jahre andauernden, intensiven Bemühungen zur Reduktion von Plastik. Seit 2011 setzt Ja! Natürlich auf umweltfreundliche Verpackungen und auch heuer haben wir unser Ziel fest im Blick:Verpackungen vermindern und wo möglich vermeiden, Verpackungsmaterialien verbessern und  Plastikanteil deutlich reduzieren, sowie Verpackungsstoffe wieder-verwenden bzw. wiederverwertbarer machen“, erläutert Ja! Natürlich Geschäftsführerin Martina Hörmer im Rahmen der Verleihung des Energy Globe World Awards im Iran, bei der sie persönlich die Auszeichnung entgegennehmen konnte.
Erst kürzlich erklärte Ja! Natürlich öffentlich, bis Ende 2019 sein Bio-Obst und -Gemüse bei BILLA, MERKUR und ADEG nur noch lose oder umweltfreundlich verpackt anzubieten. Auch wo ein gänzlicher Verzicht auf Verpackungen nicht möglich ist, bekennt sich Ja! Natürlich zu intensiven Bemühungen, um den Rohstoffeinsatz – insbesondere aus fossilem Ursprung – zu minimieren und die Materialien im Sinne der Nachhaltigkeit in Bezug auf Energie-verbrauch, Umweltauswirkungen, aber auch im Hinblick auf soziale Kriterien zu optimieren.

Energy Globe World 2018 Verleihung – Bildmitte: Martina Hörmer (REWE International AG) Pressebild: ENERGY GLOBE Foundation GmbH

Green Packaging: Ein langer, herausfordernder Weg

Ja! Natürlich ist Vorreiter bei nachhaltigen Verpackungen und kann bereits auf umfangreiche Erfahrungswerte zurückgreifen. Denn seit 2011 stellt Österreichs größte Bio-Marke Verpackungen schrittweise von Plastik auf Green Packaging um: mit Zellulose-Folie oder -Netzen aus FSC zertifiziertem Holz, durch „Natural Branding“, durch den Einsatz von Graspapier und Distelölfolie. Die Bilanz dieser Maßnahmen kann sich sehen lassen: Ende 2018 wurden bereits 75 % der Ja! Natürlich Obst- und Gemüse-Produkte lose oder umweltfreundlich verpackt angeboten. „Doch es ist wie beim Marathon – die letzten Meter sind die härtesten! Um alle Reduktionspotenziale bei Verpackungsmaterialien voll auszuschöpfen, werden noch weitere intensive Anstrengungen und Testläufe nötig sein“, betont Martina Hörmer heute im Rahmen der Präsentation der Nominierung zum Energy Globe World Award in Wien. Die Herausforderung: Verpackungen erfüllen natürlich stets einen Zweck – durch den Verzicht bzw. Einsatz nachhaltigerer Verpackungen darf es nicht zur Minderung der Produktqualität, -haltbarkeit oder -hygiene kommen. Außerdem muss die Verpackung ihre wichtigen Schutzfunktionen verlässlich erfüllen. Eine Minimierung von Verpackungsmaterialien darf keinesfalls zu vermehrter Lebensmittelverschwendung führen.

Die Ja! Natürlich Green Packaging Meilensteine im Detail

Nachhaltige Zellulosefolie auf Holzbasis und kompostierbare Zellulosenetze

Nach langer und aufwendiger Forschungs- und Entwicklungsphase konnte Ja! Natürlich ab 2011 für Produkte, die verpackt werden müssen, ein Verpackungsmaterial präsentieren, das zu mindestens 90% aus biologischen Rohstoffen besteht: Zellulosefolie. Das verarbeitete Holz stammt aus garantiert FSC (Forest Stewardship Council) zertifizierter Produktion. Das bedeutet, dass der Wald, aus dem das Holz stammt, nach hohen ökologischen und sozialen Standards bewirtschaftet wird. Konkret heißt das: naturnahe Waldwirtschaft (Verzicht von chemischen Pestiziden, Schützen von Wildbeständen), Naturschutz im Wald (Rücksichtnahme auf gefährdete Tier- und Pflanzenarten), soziale Bewirtschaftung (lokale Arbeitskräfte). Im Dezember 2012 hat Ja! Natürlich dann als erste Marke das nachhaltige Zellulosenetz eingeführt. Rote Rüben, Salaterdäpfel und Zwiebel werden seitdem im Zellulosenetz verpackt. Es folgte die schrittweise Umstellung der Zitrusfrüchte auf das Zellulosenetz aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz.

Umweltfreundlichere Variante zum Plastik-Beutel:
Sticker und Natural Branding mit Laser-Logo

Bio-Obst und -Gemüse muss als solches gekennzeichnet und von konventioneller Ware klar getrennt werden. Bei den Bio-Bananen wurde dies gewährleistet, indem die Plastik-Verpackung durch Sticker ersetzt werden konnte. Im März 2017 startete dann ein Pilotprojekt mit rund 7.000 Stück Ja! Natürlich Bio-Avocados: das „Natural Branding“, eine Methode, bei der Obst und Gemüse per Laser durch vorsichtiges Abtragen der äußersten Schalenschicht mit einem Logo versehen werden, ist umweltschonend, gewährleistet die gesetzlich notwendige Deklaration und hat keinerlei negativen Einfluss auf das Produkt. Seitdem wurde das Natural Branding an 14 weiteren Produkten aus dem Obst- und Gemüsesortiment getestet – so z.B. bei Brot und Gebäck.

Ja! Natürlich Green Packaging / Bildrechte: Ja! Natürlich

Ja! Natürlich Graspapier

Neben dem Einsatz von Kartontassen statt Kunststofftassen, hat Ja! Natürlich mit dem Einsatz von Tassen aus Graspapier einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung nachhaltigere Verpackungen gemacht. Graspapier besteht zu 40% aus sonnen-getrocknetem Gras und zu 60% aus FSC zertifiziertem Zellstoff, das heißt aus 100% nachwachsenden und recyclebaren natürlich gewachsenen Rohstoffen. Das Gras wird von extensiv bewirtschafteten Ausgleichsflächen gewonnen, die bisher nicht genutzt und für die Gewinnung von Graspapier nun sinnvoll eingesetzt werden können. Die Grünflächen werden nicht gedüngt oder chemisch behandelt und müssen für möglichst kurze Transportwege in einem Umkreis von maximal 50 km zur Papierfabrik liegen. Die
FSC-Zertifizierung des verwendeten Holzes stellt außerdem sicher, dass der Wald vor übermäßiger Ausbeutung geschützt wird. Das Gras wird hierbei getrocknet und unverändert eingesetzt. Dadurch benötigt der schnell nachwachsende Rohstoff bei der Verarbeitung erheblich weniger Wasser und Energie pro Tonne. Chemie kommt bei der Verarbeitung gar nicht zum Einsatz. Eingesetzt werden die Graspapiertassen bei den heimischen Ja! Natürlich Tomaten seit Juli 2017, sowie bei den Ja! Natürlich Äpfeln Topaz ab Oktober 2017. Zudem werden die bereits eingesetzten Graspapiertassen für Obst und Gemüse weiterhin forciert und auf zusätzliche Artikel ausgeweitet.

Ja! Natürlich Karotten in Distelölfolie

Auch Ja! Natürlich Bio-Karotten wurden ab Mitte Jänner 2018 in einem biologisch abbaubaren Beutel auf Basis nachwachsender Rohstoffe (Pflanzenöle, z.B. Distel- und Sonnenblumenöl) verpackt. Der neue Beutel der Ja! Natürlich Karotten besteht zu ca. 40% aus nachwachsenden Bestandteilen wie z.B. Distel- und Sonnenblumenöl. Die Disteln für den biologisch abbaubaren Beutel stammen aus dem Gebiet um Porto Torres auf Sardinien. Die mehrjährige, heimische Pflanze ist vollständig an die mediterranen Klimabedingungen angepasst und gedeiht sogar in trockenem und heißem Klima ohne zusätzliche Bewässerung und Düngung. Durch den lokalen Anbau der Ölpflanze werden nachhaltige Projekte (sozial und ökologisch) gemeinsam mit den Bauern auf Sardinien ermöglicht. Vor allem wird aber die Haltbarkeit der Bio-Karotten durch die Verwendung des neuen Verpackungsmaterials deutlich verbessert, was wiederum zu weniger Food Waste führt und somit auch nachhaltiger ist.

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