Ganze Kulturen von Artischocken, Spargel, Mangold, Fenchel, Rüben, Rüben, Zichorie und Erbsen, die zur Ernte bereit sind, sowie Wein- und Obstgärten wurden zerstört und durch Frost beschädigt, der wie eine Axt auf die Nahrungsmittelproduktion einwirkt, während die Bauern an vorderster Front stehen und die Versorgung der Speisekammern der italienischen Familien gewährleisten, die durch den Coronavirus-Notstand nach Hause gezwungen wurden.

Dies geht aus einer Coldiretti-Überwachung hervor, die eine schwierige Situation in einem Leopardenfleck auf der gesamten Halbinsel aufzeigt, die auf das Eintreffen der Störungen aus Südosteuropa mit der Rückkehr des Schnees nach einem Winter zurückzuführen ist, der in Italien auf klimatologischer Ebene als der zweit heißeste seit 1800 eingestuft wird und eine Temperatur verzeichnet, die sogar 2,03 Grad über dem Referenzmittelwert liegt.

Die Axt von Frost und Schnee – unterstreicht Coldiretti – fiel auf Pflanzen von Pfirsichen, Aprikosen, Pflaumen, Birnen, Äpfeln und Kiwis in voller Blüte oder bereits mit Knospen oder Früchten, die bereit sind zu wachsen. Diese Temperaturänderungen – erklärt Coldiretti – gefährden den Anbau auf den Feldern mit sehr hohen Kosten für den Produktionsausfall. Auf dem Land – so Coldiretti weiter – versuchen die Bauern, gegen plötzlichen Frost mit alten Praktiken wie dem Anzünden von kontrollierten Feuern zwischen den Reihen, dem Versuch, die Temperatur zwischen den Weinstöcken zu erhöhen oder durch die Öffnung der Hagelschutzplatten eine Art „Treibhauseffekt“ zu erzeugen und die Temperaturen um einige Grad moderat zu erhöhen, zu kämpfen.

Coldiretti Emilia Romagna: In Modena sind die Kirsch- und Pflaumenbäume am stärksten betroffen, gefolgt von Birnen- und Apfelbäumen. In der Gegend von Bolognese – so die Coldiretti Emilia Romagna – gibt es ernsthafte Schäden an Aprikosen, Kirschen, Pfirsichen und Pflaumen und Probleme auch für Frühkarotten. In der Romagna wurden zwischen vorgestern Abend und gestern Morgen schwere Schäden an Aprikosen, Birnen und Apfelbäumen sowie an Nektarinenpfirsichen festgestellt, die bereits fertig geblüht hatten und etwa zehn Stunden lang unter Null blieben. Frost auch für die gelben Kiwis, die bereits bei Null Grad schwere Schäden erleiden. Die Schadenszählung hat bereits begonnen – informiert Coldiretti Emilia Romagna – auch wenn es für eine Schätzung von mehreren Millionen Euro noch zu früh ist.

Aber es ist auch alarmierend für 50 Milliarden Bienen auf dem Staatsgebiet, die von der Hitze getäuscht wurden und aus den Bienenstöcken kamen und nun schwere Verluste riskieren. Auch in Italien sind wir mit den offensichtlichen Folgen des Klimawandels konfrontiert, wo der Ausnahmecharakter von Wetterereignissen heute die Norm ist, mit einer Tendenz zur Tropikalisierung, die sich – so Coldiretti abschließend – in einer höheren Häufigkeit von heftigen Manifestationen, saisonalen Verzögerungen, kurzen und intensiven Niederschlägen und dem raschen Wechsel von Sonne und schlechtem Wetter manifestiert, mit erheblichen Temperaturschwankungen, die die Ernten auf den Feldern mit Kosten von über 14 Milliarden Euro in einem Jahrzehnt gefährden, zwischen Verlusten der nationalen Agrarproduktion und Schäden an Strukturen und Infrastruktur auf dem Land.

Ein schwerer Schlag in einer Zeit, in der – weist Coldiretti darauf hin, die Italiener auf der Jagd nach Vitaminen zur Stärkung des Immunsystems gegen das Virus sind, mit den Ausgaben von Obst und Gemüse der Familien, deren Preise derzeit um 16% gestiegen sind, festgestellt in den nationalen Supermärkten, laut IRI-Daten der letzte Woche.

Um nicht der Täuschung von importierten Produkten zu verfallen, die als Made in Italy“ ausgegeben werden, ist es wichtig, auf dem Etikett stets die nationale Herkunft zu überprüfen, was – so Coldiretti weiter – für Obst und Gemüse obligatorisch ist, und den direkten Kauf bei Bauern auf Bauernhöfen oder auf den Märkten der Amica-Länder zu begünstigen, wo die Produkte noch frischer und haltbarer sind.

Und um diesen neuen Bedürfnissen gerecht zu werden, hat Coldiretti die Kampagne #MangiaItaliano“ gestartet, und von der Val d’Aosta bis nach Sizilien haben die Bauern auf den Märkten, in den Bauernhäusern und auf den Bauernhöfen der Campagna Amica auch Hauslieferdienste aktiviert, um die Vorzüglichkeit des Gebietes mit den auf der Website www.campagnamica.it sichtbaren Initiativen auf die Tische der Italiener zu bringen. Der Kauf von Obst und Gemüse in einer Entfernung von null Kilometern vom Bauern – so Coldiretti abschließend – garantiert nicht nur mehr Frische, sondern hilft auch der Arbeit und der Wirtschaft der Region in einer besonders schwierigen Zeit.