Holzpackmittelindustrie mit Umsatz- und Produktionsplus

    Die HPE-Branche entwickelt sich gut. Foto: HPE

    Holzpackmittelindustrie mit Umsatz- und Produktionsplus: Umsatzentwicklung 2017: +6,1 Prozent Palettenherstellung 2017: +7,3 Prozent

    Bonn. Es sieht aktuell gut aus in der Verpackungsbranche. Sowohl die Umsätze, als auch die Produktionsmenge bei Paletten steigen kontinuierlich. „Die aktuellen Entwicklungen sind hocherfreulich und wir können damit in jeder Hinsicht zufrieden sein. Das gilt übrigens auch für die stetig zunehmende Mitarbeiterzahl in unserer Branche“, so der Geschäftsführer des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE), Marcus Kirschner.

    Umsätze steigen 2017 um 6,1 Prozent

    Nach Angaben der amtlichen Statistik ist der Umsatz der Hersteller von Holzverpackungen im vergangenen Jahr um ordentliche 6,1 Prozent auf 731 Millionen Euro gestiegen. Auch im ersten Quartal 2018 legten die Umsätze zu, wenn auch statistisch überzeichnet: So stiegen sie im Vergleich zum Vorjahresquartal um 27,3 Prozent auf 228 Millionen Euro. Der Grund: Die Zahl der in der amtlichen Statistik erfassten Betriebe – es werden nur die größeren Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten gezählt – nahm zu Jahresbeginn um 9,6 Prozent auf 50 Betriebe zu, die Zahl der Beschäftigten stieg sogar um 20,2 Prozent auf 4.511 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Die Ursache für die Zunahme der Zahl der erfassten Betriebe liegt neben der guten Branchenkonjunktur auch in der Überschreitung der Meldeschwelle von 50 Beschäftigten sowie in der Verschiebung des Schwerpunktes der wirtschaftlichen Tätigkeit der bislang in anderen Branchen erfassten Unternehmen“, so Kirschner. Aus seiner Sicht zeige diese Entwicklung auch, dass die Bedeutung der Branche als Arbeitgeber weiter wachse und sie für neue Mitarbeiter immer attraktiver werde. „Das bestätigt in besonders positiver Form unsere Entscheidung vom Februar dieses Jahres, uns mit der Verbandsbroschüre ‚Azubis, Fachkräfte & Co. – Personalentwicklung in der HPE-Branche‘ im Bereich der Ausbildungsplätze und Fachkräfte verstärkt für die Unternehmen einzusetzen“, erklärt Kirschner weiter.

    Produktionsmenge an Paletten legt um 7,3 Prozent zu

    Neben der guten Umsatzentwicklung konnten die Hersteller von Paletten im vergangenen Jahr ihre Produktionsmengen weiter steigern. Die Fertigung von Paletten aus Holz legte bei den HPE-Betrieben mit mindestens 20 Beschäftigten um 7,3 Prozent zu. Der korrespondierende Produktionswert kletterte dabei nur um 5,3 Prozent, was auf einen leichten Rückgang der Durchschnittspreise schließen lässt. In Stückzahlen ausgedrückt: Während 2016 mit fast 103 Millionen Stück erstmals die 100 Millionen-Grenze überschritten wurde, betrug die Produktionsmenge im Jahr 2017 bereits rund 110 Millionen Paletten. Auch bei den Kisten ging es mit der Nachfrage ordentlich aufwärts: Hier legte die Menge des verarbeiteten Holzes von 2016 auf 2017 um gute 14,6 Prozent auf rund 1,6 Millionen Kubikmeter zu. Leicht rückläufig war bei den Kisten lediglich der Produktionswert, der 2017 um 2,2 Prozent sank. „Insgesamt spiegelt sich in den deutlich gestiegenen Fertigungsmengen die gute konjunkturelle Lage, die sowohl im Inland als auch zunehmend im Ausland zu einer erhöhten Nachfrage nach Ladungsträgern und Verpackungen aus Holz geführt hat“, erläutert Kirschner abschließend.

    Palettenproduktion 2017. Quelle: HPE/Statistisches Bundesamt
    Zum HPE: Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. ist ein Fachverband mit mehr als 400 überwiegend inhabergeführten Unternehmen aus allen Bereichen der Holzpackmittelindustrie, die etwa 80 Prozent des Branchenumsatzes von rund 2,3 Milliarden Euro repräsentieren. Die Mitglieder des HPE sind Anbieter von Paletten, Packmitteln, Kabeltrommeln, Steigen und Spankörben aus Holz sowie Dienstleister aus den Bereichen Verpacken, Containerstau und Logistik. Der hochgerechnete Holzbedarf der Branche liegt – inklusive der Kleinbetriebe unter 20 Mitarbeitern – bei rund sechs Millionen Kubikmetern.