Fotorechte: © HOFER
Die Zukunft im Blick: HOFER forciert nachhaltige Verpackungen und Verpackungsreduktion

Im September 2018 fiel der Startschuss zur „HOFER Verpackungsmission“. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsinitiative „Projekt 2020“ setzt sich der Diskonter intensiv damit auseinander, wie Verpackungen reduziert, vermieden oder durch nachhaltigere Alternativen ersetzt werden können.

Verpackungen sind ein Thema, das Kontinuität und den Willen zur Veränderung voraussetzt, denn nur durch weitreichende, durchdachte Maßnahmen können langfristige Erfolge erzielt werden. HOFER hat sich diesem Thema bereits vor langer Zeit angenommen und laufend Optimierungen und Anpassungen vorgenommen. Mit dem Projekt „Die HOFER Verpackungsmission: Vermeiden. Wiederverwenden. Recyceln.“, das der Diskonter im September 2018 ins Leben gerufen hat, geht HOFER das Thema Verpackungen auf drei Ebenen der Abfallhierarchie an. Insgesamt soll bis zum Jahr 2025 der Materialeinsatz der Eigenmarken-Verpackungen um 30 Prozent reduziert werden. Bis 2022 sollen zudem 100 Prozent der Eigenmarken-Verpackungen recyclingfähig sein. Als weiteres deutliches Zeichen werden Einwegplastikprodukte – wie Becher, Geschirr, Besteck sowie Wattestäbchen mit Plastikschaft – bis spätestens Ende 2019 aus dem Sortiment genommen und durch nachhaltigere Alternativen ersetzt.

Daniela Knieling, Geschäftsführerin von respACT- austrian business council for sustainable development, hebt die erfolgreiche Entwicklung von HOFER im Umgang mit dem Thema Verpackungen hervor: „Seit 20 Jahren unterstützt respACT seine Mitglieder dabei, ihre unternehmerische Verantwortung erfolgreich wahrzunehmen. Dabei fördern wir durch Informationsaustausch und Vernetzung wichtiger AkteurInnen die gemeinsame Weiterentwicklung von Lösungsansätzen wie der Kreislaufwirtschaft. Das respACT-Mitglied HOFER setzt mit seiner ‚Verpackungsmission‘ konkrete Schritte und arbeitet intensiv an neuen Möglichkeiten, um große Mengen Plastik einzusparen und alternative Verpackungslösungen zu etablieren.“

Schritt für Schritt in eine grünere Zukunft

HOFER plant die Verpackungsmenge mit besonderem Fokus auf Obst und Gemüse – unter Berücksichtigung der Produktqualität und der Lebensmittelverluste – größtmöglich zu reduzieren. Daher wird das Angebot an unverpacktem Obst und Gemüse stetig erweitert. Durch Natural Branding, die Verwendung von Mehrwegkisten und die Umstellung auf alternative Verpackungen statt konventionellem Plastik werden pro Jahr über 100 Tonnen konventioneller Kunststoff und knapp 4.800 Tonnen Karton eingespart. Wenn Verpackungen nicht gänzlich vermieden werden können, kommen bei HOFER alternative Materialien zum Einsatz, z. B. biogene Netze bei einigen Bio-Produkten wie Kartoffeln oder Zwiebel. Das natürliche Ausgangsmaterial für diese Zellulosenetze ist Buchenholz, welches wenn möglich aus österreichischen Wäldern stammt. Zusätzlich wird Obst und Gemüse der Bio-Marken „Zurück zum Ursprung“ und „Natur aktiv“, wo immer möglich, in kompostierbarer Folie abgepackt. Diese wird ebenfalls aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz hergestellt, ist 100 % gentechnikfrei und weitgehend CO2-neutral.

Weitere Beispiele für die Reduktion von Plastikmüll bei HOFER-Artikeln sind etwa der Verzicht auf Verpackungsfolie bei Bananen –  dadurch können jährlich knapp 50 Tonnen Verpackungsfolie alleine bei Bio-Bananen eingespart werden – sowie die Vermeidung von Plastikbeuteln bei Schuhen oder optimierte PET-Flaschen-Verschlüsse mit geringerem Materialeinsatz. Außerdem werden nur durch den Wegfall der Plastikschäfte bei Wattestäbchen zukünftig noch einmal mehr als 50 Tonnen Plastik im Jahr eingespart. Doch nicht nur die Reduktion von Verpackungen ist HOFER ein Anliegen, sondern auch grundsätzlich der Umgang mit Plastikmüll. Seit 2015 haben sich bereits über 1.000 HOFER-Mitarbeiter im Rahmen von über 120 Flurreinigungsaktionen für eine saubere Umwelt eingesetzt.

Innovative Lösungen sind gefragt

Das Thema Verpackungen erfordert weitreichende Überlegungen und Strategien, daher hat sich HOFER im Zuge der Verpackungsmission mit ALDI SÜD und ALDI Nord zusammengeschlossen. Um die ambitionierten Ziele erreichen zu können, sind innovative Lösungen und neue Ansätze gefragt. Die beiden deutschen Unternehmensgruppen kooperieren daher mit dem Startup Accelerator Programm TechFounders und unterstützen junge Gründer, um mit ihnen gemeinsam nachhaltige Verpackungen sowie Ansätze zur Vermeidung von Verpackungen zu entwickeln. In diesem Sinne profitiert auch HOFER von der Zusammenarbeit, denn neu entwickelte Verpackungslösungen sind nicht nur bei ALDI SÜD und ALDI Nord relevant, sondern auch für den österreichischen Diskonter.