Flandern ruft wegen anhaltender Dürre „Code Orange“ aus

    Quelle: (CIW)

    Belgien, Flandern | Das Dürrekomitee hat beschlossen, die Stufe 2 (Code orange) auszurufen, und die Provinzgouverneure angewiesen, die Erfassung aller Einzugsgebiete ökologisch sensibler Wasserläufe zu verbieten, es sei denn, es gibt Gründe (wie Wasserstandsmessungen oder örtliche Maßnahmen oder …), die dies belegen das es nicht notwendig ist, um – ein Verbot zu verhängen.

    In den letzten vier Wochen gab es in ganz Flandern wenig oder gar keinen Niederschlag. Nur zwischen dem 11. und 14. Juli kam es in Flandern zu größeren Niederschlägen. Für die nächsten zwei Wochen wird jedoch kaum Niederschlag prognostiziert.

    Auf den schiffbaren Wasserläufen des IJzer, Leie, Boven-Schelde und Dender sind neue Minima für die Jahreszeit verzeichnet. Die Einleitungen an der Maas sind derzeit niedriger als 2018 zur gleichen Zeit und vergleichbar mit der Ableitung 2017. Auch die Werte an allen nicht schiffbaren Fließgewässern sinken und an vielen Stellen werden sehr niedrige Werte erreicht, unter den bisher gemessenen Jahreswerten. An mehr als der Hälfte der gemessenen Standorte ist der aktuelle Grundwasserstand für die Jahreszeit niedrig bis sehr niedrig. Darüber hinaus sinkt der Grundwasserspiegel an fast allen Standorten.

    Die Behörden des Wassermanagements ergreifen Maßnahmen, um die Folgen der Wasserknappheit so gering wie möglich zu halten.

    In allen Bundesländern wurde in einer Vielzahl von Einzugsgebieten ökologisch gefährdeter Wasserläufe ein Verbot verhängt. In Westflandern gibt es sogar ein Stau- und Entnahmeverbot für alle Wasserläufe im IJzer-Becken. Das Wasserstraßenmanagment begrenzt den Schutzverlust in Schleusen und pumpt Wasser an Schleusen nach Möglichkeit zurück in das höher gelegene Becken. Trotzdem ist das Niveau auf einigen Wasserstraßen so stark gesunken, dass für die allgemeine Schifffahrt ein Limit festgelegt wurde, einschließlich für den IJzer und den Dender.

    An verschiedenen Schleusen der Region kommt es zu längeren Wartezeiten. Am Albertkanal und am Kempenkanal sind die Wasserbecken für Natur und Landwirtschaft zu 50% geschlossen. Die Trinkwasserversorgung ist derzeit nicht beeinträchtigt.