Generaldirektor der FAO, José Graziano da Silva, bei der Vertragsunterzeichnung mit dem Rektor der Universität von Chile, Ennio Vivaldi. Quelle: FAO

FAO und die Universität von Chile werden die nachhaltige Entwicklung im Agrar- und Ernährungssektor fördern

Eine neue Vereinbarung wird den Wissensaustausch und den Technologietransfer zur Bekämpfung des Klimawandels und der Ernährungssicherheit fördern

Santiago, Chile. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und die Universität von Chile werden sich in den Bereichen Forschung, Ausbildung und Technologietransfer zusammenschließen.

Die Vereinbarung wurde am 08.01.2019 vom Generaldirektor der FAO, José Graziano da Silva, und dem Rektor der Universität von Chile, Ennio Vivaldi, unterzeichnet.

„Die Welt der akademischen Forschung spielt eine wichtige Rolle bei der Erreichung der Ziele der FAO im Kampf gegen Hunger und Unterernährung, bei der Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft und der Beseitigung der Armut in ländlichen Gebieten“, sagte Graziano da Silva während der Zeremonie. „Dank dieser Allianz können wir auf die Unterstützung herausragender Forscher zählen, Wissen mobilisieren und Kapazitäten stärken.“

Die Partnerschaft wird die öffentliche Gesundheitspolitik fördern, um Übergewicht und Fettleibigkeit abzubauen, den Konsum von gesunden Lebensmitteln zu fördern und die Teilnahme an lokalen Märkten zu fördern.

Ein weiterer Arbeitsbereich wird die territoriale ländliche Entwicklung durch Familienlandwirtschaft, die Erhaltung der Biodiversität und die Erholung der vielfältigen kulinarischen Traditionen Chiles sein. Darüber hinaus wird sich die Vereinbarung auf die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen, die Anpassung an den Klimawandel und das Katastrophenrisikomanagement beziehen.

„Die Vereinbarung umfasst Bereiche der Zusammenarbeit im Rahmen der Agenda 2030 und der Ziele für nachhaltige Entwicklung. Für FAO ist SDG 2, auch bekannt als Zero Hunger, eine unserer Prioritäten, die die Ernährungssicherheit und die Bekämpfung der Unterernährung betreffen. Die Universität von Chile, hat durch seine Wissenschaftler einen wichtigen Beitrag geleistet, indem er das neue Lebensmittelkennzeichnungsgesetz in Chile unterstützt und eine weltweite Diskussion über Maßnahmen zur Bekämpfung von Fettleibigkeit eröffnet hat“, sagte der Generaldirektor der FAO.

„Die Unterzeichnung dieser Vereinbarung ist für uns eine große Zufriedenheit, da nachhaltige Nahrungsmittelproduktion ein wichtiges Thema für die ganze Welt und insbesondere für Lateinamerika ist“, sagte der Universitätsrektor Vivaldi.

Eine historische Allianz stärken

Die Partnerschaft zwischen der FAO und der Universität wird durch die Süd-Süd-Zusammenarbeit auch einen stärkeren Wissensaustausch und Maßnahmen in angewandter Forschung, Ausbildung und Technologietransfer in Chile sowie in Lateinamerika und der Karibik ermöglichen.

Die FAO hat mit der Universität von Chile an zahlreichen Forschungsinitiativen und Kooperationsprojekten zur Bekämpfung von Unterernährung und zur Förderung wichtiger öffentlicher Maßnahmen im Agrarsektor gearbeitet.

Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Institutionen hat eine fruchtbare Geschichte, die mehr als sechs Jahrzehnte zurückreicht. Beispiele sind die Einrichtung der Forest Engineering School, technische Unterstützung für die Nahrungsmittelindustrie mit der Fakultät für Agronomie und Unterstützung der Agricultural Sciences School bei der Durchführung von Schulungsprogrammen, Analyse und Interpretation von Informationen in Bezug auf landwirtschaftliche Kleinbetriebe.