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Afrika-Europa-Bündnis: Europäische Kommission verpflichtet sich zu einem nachhaltigen afrikanischen Lebensmittelsektor

Die Task Force für das ländliche Afrika hat am 07.März ihren Abschlussbericht vorgelegt, eine Agenda für Agrarerzeugnisse und ländliche Räume für die von Präsident Jean-Claude Juncker im EU-Staat 2018 vorgestellte neue Allianz „Afrika-Europa für nachhaltige Investitionen und Arbeitsplätze“.

Nach den Empfehlungen dieser Gruppe afrikanischer und europäischer Experten sollten Afrika und die EU eine auf drei Ebenen operierende Partnerschaft aufbauen: Menschen zu Menschen, Unternehmen zu Unternehmen und Regierungen zu Regierungen. Es würde auf allen Ebenen einen Multi-Stakeholder-Dialog auf lokaler Ebene einführen und eine engere Verbindung zwischen afrikanischen und europäischen Gesellschaften, Unternehmen und Regierungen ermöglichen.

Der für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zuständige Kommissar Phil Hogan erklärte: „Die Politik der Landwirtschaft und der ländlichen Entwicklung ist wegweisend für die politische Zusammenarbeit zwischen der EU und Afrika. Die Task Force“ Ländliches Afrika „steht im Mittelpunkt dieser Arbeit: In ihren Empfehlungen werden Möglichkeiten zur Förderung öffentlicher und privater Investitionen untersucht. Best Practice auszutauschen und Wissen auszutauschen und die politische Zusammenarbeit auf breiter Front zu vertiefen. “

Der Kommissar für internationale Entwicklung und Zusammenarbeit, Neven Mimica, sagte: „Dies ist ein sehr wichtiger Tag für das Afrika-Europa-Bündnis. Heute haben wir gesehen, wie die harte Arbeit der Task Force für ländliches Afrika in konkreten Empfehlungen gipfelt. Jetzt müssen wir kommen Nehmen Sie gemeinsam diese wertvollen Empfehlungen auf und erarbeiten Sie Lösungen, die das bieten, was wir alle wollen: eine positive Transformation des ländlichen Raums und einen inklusiven und nachhaltigen Agrar- und Nahrungsmittelsektor. “

Josefa Sacko, EU-Kommissarin der Afrikanischen Union (AU), erklärte: „Der Bericht der Task Force erkennt die neue Realität Afrikas und Europas als gleichberechtigte globale Partner an. Dies zeigt, dass Landwirte und die Lebensmittelindustrie Hand in Hand arbeiten müssen Nutzen Sie die neuen Möglichkeiten der kontinentalen Freihandelszone Afrikas und bauen Sie die regionalen Märkte auf, die für die langfristige Ernährungssicherheit Afrikas erforderlich sind. “

Die Task Force wurde im Mai 2018 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen und sollte Ratschläge zur Stärkung der Partnerschaft zwischen Afrika und Europa in den Bereichen Ernährung und Landwirtschaft geben. Die Europäische Kommission wird sicherstellen, dass mehrere von dieser Expertengruppe empfohlene Maßnahmen zur Unterstützung der Entwicklung des afrikanischen Agrar- und Ernährungssektors und der ländlichen Wirtschaft weiter verfolgt und umgesetzt werden.

Aufbauend auf einigen kurzfristigen Empfehlungen der Task Force wird die Europäische Kommission mit der Umsetzung folgender Projekte beginnen:

Twinning- und Austauschprogramme zwischen afrikanischen und europäischen landwirtschaftlichen Körperschaften: Die Kommission hat vor kurzem eine Pilotinitiative für die Berufsbildung mit Afrika in Höhe von 5 Mio. EUR gestartet. Zusätzliche Mittel aus dem EU-Haushalt werden für andere Partnerschaftsprogramme für ländliche Frauenorganisationen, Bauernorganisationen und Genossenschaften, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen mit Gleichgestellten zur Verfügung gestellt.

AU-EU-Agribusiness-Plattform: Die Kommission erkennt die Schlüsselrolle des privaten Sektors für den Strukturwandel in Afrika an und schlägt vor, eine Plattform für die Verknüpfung europäischer und afrikanischer Unternehmen zu schaffen. Diese Plattform soll dazu beitragen, Herausforderungen und Möglichkeiten für private Investitionen und Handel zwischen den beiden Kontinenten zu erkennen.

Innovationszentren: Zur Unterstützung von „Agripreneurs“ und des afrikanischen Agrar- und Ernährungssektors können Innovationszentren eingerichtet oder gestärkt werden, um praktisches Wissen anzuwenden. Diese Zentren würden nationale Forschung, Hochschulsysteme, Landwirte, ihre Organisationen und den privaten Sektor zusammenbringen, um unter anderem digitale Innovation und Kompetenzentwicklung zu fördern.

Der übermittelte Bericht ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen der EU und Afrika im Agrar- und Ernährungssektor. Dabei werden vier strategische Handlungsfelder für mittel- bis langfristig identifiziert: Schaffung von Arbeitsplätzen, Klimaschutzmaßnahmen und nachhaltige Transformation der afrikanischen Landwirtschaft und Entwicklung der afrikanischen Lebensmittelindustrie und der Märkte.

Um dies zu einem offenen und inklusiven Prozess zu machen, wird die Kommission eine Online-Konsultation einleiten, um direkt von afrikanischen Interessengruppen Feedback zum strategischen Ansatz der Task Force sowie zum Stand des Lebensmittelhandels und der Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Kontinenten zu erhalten. Zusammen mit dem heutigen Bericht wird das Ergebnis dieser Konsultation in die dritte Agrarministerkonferenz der AU-EU in Rom einfließen, die für Juni 2019 geplant ist.

Wirksame Folgemaßnahmen werden auch durch die Einsetzung einer Umsetzungsgruppe sichergestellt, die sich aus Vertretern von Ministerien und Privatpersonen aus Afrika und der EU zusammensetzt. Die Gruppe wird auf der Ministerkonferenz in Rom vorgestellt.