Die ersten Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Logistik und Management Frischprodukte (B.Sc.). Foto: (HGU)
Hochschule Geisenheim verabschiedet die ersten acht Absolventen ihres Logistikstudiengangs und erweitert dessen Curriculum ab dem kommenden Wintersemester

Seit gut drei Jahren bildet die Hochschule Geisenheim vernetzt denkende Experten für die Lebensmittelbranche aus. Der Studiengang Logistik und Management Frischprodukte kombiniert in einmaliger Art und Weise die Bereiche Produktion, Logistik und Betriebswirtschaftslehre. Mitte Februar 2019 verabschiedete die Hochschule Geisenheim die ersten acht Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs. Gleichzeitig kündigte sie dessen Weiterentwicklung und die Umbenennung in Lebensmittellogistik und -management an.

„Als lösungsorientierte Spezialhochschule haben wir es uns zum Ziel gesetzt, junge Menschen schon mit einem Bachelor-Abschluss für die Fach- und Führungspositionen der jeweiligen Branchen zu qualifizieren. Der enge Austausch mit der Praxis und den ersten Studienjahrgängen hat gezeigt, dass eine Erweiterung des Studiengang-Fokus‘ von Frischprodukten auf Lebensmittel im Allgemeinen die Studierenden noch umfassender auf den Jobeinstieg in Produktions-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette vorbereitet“, so Studiengangsleiter Prof. Dr. Kai Sparke. Das Curriculum wird zum kommenden Wintersemester restrukturiert und ergänzt. Studierende haben künftig die Möglichkeit, sich über die Profilwahl in den Bereichen Frischproduktlogistik, Supply Chain Management sowie Lebensmittelmanagement zu spezialisieren.

Gefragt sind schon jetzt die Absolventinnen und Absolventen des ersten Abschlussjahrgangs. Tim-Hendrik Steen steigt direkt nach dem Studium in die Zentrale Logistik eines Lebensmittelgroßhändlers in Norddeutschland ein. „Die Spezialkenntnis im Bereich Lebensmittel ist auf dem Arbeitsmarkt ein echtes Plus“, sagt er. In seiner Bachelor-Thesis hat er sich mit der Automatisierung im Wareneingang beschäftigt. Sein Kommilitone Mathias Pelke schrieb seine Abschlussarbeit in Kooperation mit einem Fischgroßhändler über die Optimierung der Distributionslogistik mit Blick die Kostenreduzierung bei Leerfahrten und die Verringerung des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes. „Der Arbeitsmarkt für Absolventen des Studiengangs ist groß, sie können nicht nur in der Logistik, sondern beispielsweise auch im Qualitätsmanagement oder dem Vertrieb arbeiten“, sagt Pelke.

Unisono loben beide die enge Vernetzung des Studiengangs mit der Lebensmittelbranche: Die zahlreichen Lehrbeauftragten eröffneten den Studierenden vielfältige Einblicke in die berufliche Praxis. Kennzeichnend für das Studium an der staatlichen Hochschule Geisenheim sei – „neben der tollen Lage“, wie Steen sagt – die sehr gute Betreuung der Studierenden.

Der Studiengang Lebensmittellogistik und -management (B.Sc.) vermittelt den Studierenden darüber hinaus auch künftig praxisnah aktuelles Fachwissen rund um Produktion und Verpackung, Lagerung und Transport sowie die Vermarktung von Lebensmitteln. Er bereitet auf Tätigkeiten an allen Punkten der Supply Chain, von der Herstellung bis hin zum Verkauf, vor.

Interessierte können sich ab Mai 2019 für das kommende Wintersemester einschreiben. Das Studienangebot richtet sich sowohl an Abiturienten mit Interesse an Lebensmitteln und Logistik als auch an Menschen mit einer abgeschlossenen Ausbildung aus dem Bereich des Lebensmittelhandwerks sowie an Industrie-, Handels- und Speditionskaufleute. Der Studiengang ist nicht zulassungsbeschränkt. Zulassungsvoraussetzung ist ein achtwöchiges Vorpraktikum oder eine abgeschlossene Berufsausbildung in den vorgenannten Feldern.