Bild: Lubos Houska (pb)

Die Meldungen zur Corona-Krise überschlagen sich. Weil inzwischen fast alle „Veranstaltungen“ im öffentlichen Bereich abgesagt werden, stellen wir hiermit im Hinblick auf unsere Wochenmärkte klar:

Die Wochenmärkte der Deutschen Marktgilde eG laufen –bis auf Weiteres- grundsätzlich weiter!

Wochenmärkte werden in der gegenwärtigen Situation überwiegend als Einrichtungen gesehen, die der Nahversorgung mit Lebensmitteln dienen. Sie werden deshalb weitestgehend mit Supermärkten oder stationären Lebensmittelgeschäften gleichgestellt. Letzteren gegenüber schneiden Wochenmärkte in der Risikobewertung sogar deutlich besser ab:

  • Auf dem Wochenmarkt herrscht i.d.R. eine deutlich niedrigere Personendichte. Relativ wenige Marktkunden verteilen sich über eine große Fläche und Zeit.
  • Der Wochenmarkt findet unter freiem Himmel und damit z.B. ohne Viren streuende Lüftungsanlagen statt.
  • Marktbesucher haben i.d.R. viel Platz und stehen nicht dicht gedrängt, wie z.B. in den Kassenzonen der Supermärkte.
  • Das Risiko einer Übertragung durch eine „Schmierinfektion“ ist geringer, weil auf dem Wochenmarkt keine Einkaufswagen im Einsatz sind.
  • Ebenso entfällt das in Supermärkten übliche Anfassen und Zurücklegen von Waren weitgehend.

Das Risiko einer Infektion liegt aus unserer Sicht deutlich unter dem Risiko von Lebensmittelverkäufen in geschlossenen Räumen. Wenn der stationäre Lebensmittel-Einzelhandel geöffnet bleibt, dann müssen Wochenmärkte aus unserer Sicht erst recht stattfinden dürfen, weil sie der Nahversorgung mit frischen Lebensmitteln bei einem absolut geringerem Infektionspotential dienen. Allerdings ergibt sich hieraus, dass Waren des täglichen Bedarfs je nach Region oder kommunaler Behörde evtl. einige Zeit vom Angebot ausgeschlossen werden.

Wenn der stationäre Einzelhandel bei gleichzeitiger Absage des örtlichen Wochenmarktes weiterarbeiten kann, sehen wir darin eine deutliche Benachteiligung von Ihnen, den Marktbeschickern. Eine mehrwöchige Unterbrechung des Wochenmarktes gefährdet nicht
nur Ihre wirtschaftliche Existenz, sondern auch den dauerhaften Bestand des Wochenmarktes als Ganzes.

Als Veranstalter nehmen wir unsere Verantwortung für die Gesundheit und Sicherheit unserer Marktbesucher, Beschicker und Mitarbeiter sehr ernst. Die Sicherheit der Bevölkerung geht vor – auch vor wirtschaftlichen Interessen. Wenn von dem dafür zuständigen Gesundheitsamt besondere Bedingungen festgestellt werden und aus dessen Sicht aus sicherheitspolitischen Aspekten eine Absage zum Schutz der Bevölkerung unumgänglich ist, dann ist das natürlich eine Entscheidung, die wir selbstverständlich akzeptieren werden. Evtl. sind aber vor einer kompletten Absage weniger einschränkende Maßnahmen denkbar, so z.B. das Auseinanderziehen von Verkaufsständen, um die räumliche Distanz zwischen Marktkunden noch weiter zu vergrößern.

Darauf werden wir in Ihrem Interesse hinwirken!
Sollten Ausfälle unvermeidbar werden, informieren wir Sie schnellstmöglich!

Die Deutsche Marktgilde eG versucht Wochenmärkte länger zu öffnen!

Um der steigenden Nachfrage der Menschen entgegenzukommen und gleichzeitig das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten, besteht die Möglichkeit, die üblichen Marktzeiten zu erweitern. So können die Menschen besser einkaufen und sich so verteilen, dass die Infektionsrisiken minimiert werden.

Die Deutsche Markgilde eG unterstützt diesen Vorschlag und kann das dort, wo die Möglichkeiten zu einer Erweiterung bestehen, auch umsetzen.

In unseren bundesweiten Niederlassungen stehen die jeweiligen Mitarbeiter der Marktgilde für Fragen und Informationen hierzu zur Verfügung.

Aktuelle Informationen zur Situation erhalten Sie stets unter www.marktgilde.de

Deutsche Marktgilde eG
Der Vorstand
Simmersbacher Straße 12
35713 Eschenburg

Tel.: 02774 9143-100
E-Mail: info@marktgilde.de